Als Pubertas praecox (lat. pubertas - Geschlechtsreife; praecox - vorzeitig) wird in der Medizin die Entwicklung der äußeren Geschlechtsmerkmale bei männlichen Individuen vor dem neunten und bei weiblichen vor dem achten Lebensjahr bezeichnet. Sie geht mit einem Minderwuchs durch vorzeitigen Schluss der Wachstumsfugen des Knochens einher. Mädchen sind 5-mal häufiger betroffen als Jungen. Eine verspätete Entwicklung wird Pubertas tarda genannt.
Inhaltsverzeichnis |
Man unterscheidet mehrere Formen:
Die Entwicklung des Organismus bei Pubertas praecox vollzieht sich in der normalen Reihenfolge (Thelarche, Pubarche, Wachstumsschub, Menarche), jedoch zu einem viel zu frühen Zeitpunkt. Da auch das Skelett vorzeitig reift, kommt es zu einem vorzeitigen Schluss der Epiphysenfuge mit der Folge eines Minderwuchses.
Primär ist der Nachweis oder Ausschluss von hormonbildenden Tumoren von Bedeutung. Daneben erfolgt die Bestimmung der Östrogene, des Prolaktins und der Gonadotropine (FSH, LH) im Blut.
Tumoren bedürfen einer chirurgischen oder radiotherapeutischen beziehungsweise chemotherapeutischen Behandlung. Darüber hinaus lässt sich durch die chronische (also nicht-pulsatile) Gabe von GnRH-Analoga eine Funktionsruhe der Hypophyse erreichen, was durch verminderte Gonadotropinsekretion zu einer Ruhigstellung der endokrinen Gonadenfunktion führt.
http://www.kindergynaekologie.de/html/dggg_abs3.html
http://www.pubertas.nl (niederländisch)
| Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen! |