| Strukturformel | ||
|---|---|---|
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| Allgemeines | ||
| Name | Pyrimidin | |
| Andere Namen |
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| Summenformel | C4H4N2 | |
| CAS-Nummer | 289-95-2 | |
| Kurzbeschreibung | klare, farblose bis orangefarbene Flüssigkeit | |
| Eigenschaften | ||
| Molare Masse | 80,09 g·mol−1 | |
| Aggregatzustand | fest | |
| Dichte | 1,016 g·cm−3 | |
| Schmelzpunkt | 20–22 °C | |
| Siedepunkt | 123–124 °C | |
| Dampfdruck | ? | |
| Löslichkeit |
vollständig mischbar mit Wasser |
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| Sicherheitshinweise | ||
| Gefahrstoffkennzeichnung | ||
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| R- und S-Sätze | R: 10 | |
| S: 16 | ||
| Weitere Sicherheitshinweise | ||
| MAK | ? | |
| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||
Pyrimidin ist eine heterocyclische aromatische organische Verbindung mit zwei Stickstoffatomen und wird auch als 1,3-Diazin bezeichnet. Pyrimidine sind neben Purine wichtige Bausteine der Nukleinsäuren. Der Name leitet sich von gr. pyr = Hitze, Feuer und der Stoffklasse der Amidine ab, da es 1885 von Ernst Ludwig Pinner (1885-1911) aus Acetessigester und einem Amidin erstmals synthetisiert wurde.
Inhaltsverzeichnis |
Werden die Wasserstoff-Atome in den Positionen 2, 4, 5 und 6 durch andere Atomgruppen ersetzt, ergeben sich verschiedene substituierte Pyrimidine:
| Name | Struktur | Position 2 | Position 4 | Position 5 | Position 6 |
|---|---|---|---|---|---|
| Cytosin | ![]() |
=O | -NH2 | -H | -H |
| Uracil | =O | =O | -H | -H | |
| Thymin | =O | =O | -CH3 | -H | |
| Barbitursäure | =O | =O | -H | =O | |
| Orotsäure | =O | -COOH | -H | =O |
Aufgrund der Molekülabschnitte mit dem Grundmuster N=C-X-H (mit X = O, S oder NH) besteht die Möglichkeit der Tautomerie:
Von den Pyrimidinen leiten sich formal die Stoffklassen der Flavine, Pteridine und Purine ab. Auch in den Vitaminen Thiamin und Riboflavin sind Pyrimidine als Bausteine enthalten.
Anders als bei den Purinen wird der heterozyklische Ring unabhängig von der Ribose aufgebaut und erst nach Fertigstellung mit dem Zucker verknüpft. Als Zwischenprodukt dieser Synthesekette erscheint die Orotsäure, das Endprodukt ist das Uridinmonophosphat (UMP), welches in weiteren Schritten zu CMP, dUMP, dCMP und dTMP umgebaut wird.
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Die Produktion von Pyrimidinen im Körper erfolgt im Cytosol und beginnt mit der Bildung von Carbamylphospat aus Glutamin, 2 ATP und HCO3− zu Carbamylphospat + 2 ADP + Pi + Glutamat. Anschließend katalysiert das Enzym Aspartat-Carbamyl-Transferase die Bildung von N-Carbamylaspartat aus Carbamylphospat und Aspartat. Daraus wird dann der Ring gebildet: N-Carbamylaspartat zyklisiert unter Abspaltung von Wasser zu Dihydroorotat, das durch erneute Abspaltung von Wasser zu Orotat wird. Aus dem freien Pyrimidin Orotat werden dann die Pyrimidinnukleotide sythetisiert.
Von den Nucleosiden und Nucleotiden werden als erstes die Basen abgespalten. Diese werden zu β-Alanin oder 3-Aminoisobutyrat abgebaut.