| Strukturformel | ||
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| Allgemeines | ||
| Name | Pyrogallol | |
| Andere Namen |
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| Summenformel | C6H6O3 | |
| CAS-Nummer | 87-66-1 | |
| Kurzbeschreibung | weiße Nadeln | |
| Eigenschaften | ||
| Molare Masse | 126,11 g·mol−1 | |
| Aggregatzustand | fest | |
| Dichte | 1,45 g·cm−3 [1] | |
| Schmelzpunkt | 131–135 °C [1] | |
| Siedepunkt | 309 °C [1] | |
| Dampfdruck | 2–4 hPa (140 °C) [1] | |
| Löslichkeit |
leicht löslich in Wasser: 400 g·l−1 (20 °C) [1], Ether und Alkohol, schlecht löslich in Chloroform und Benzol |
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| Sicherheitshinweise | ||
| Gefahrstoffkennzeichnung aus RL 67/548/EWG, Anh. 1 | ||
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| R- und S-Sätze | R: 20/21/22-68-52/53 | |
| S: (2-)36/37-61 | ||
| Weitere Sicherheitshinweise | ||
| MAK | ? | |
| LD50 |
28 mg·kg−1 (Mensch) |
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||
Pyrogallol ist ein Derivat des Benzols, ein dreiwertiges Phenol mit drei vicinalen Hydroxygruppen.
Inhaltsverzeichnis |
Pyrogallol wurde im Jahre 1786 zuerst von Carl Wilhelm Scheele durch Erhitzen von Gallussäure hergestellt, charakerisiert und benannt. Der Name leitet sich von griechisch pyr = Feuer und Gallol von Gallussäure her (-ol bezieht sich dabei auf die Hydroxy-(OH)-Gruppen und deutet auf die Herstellungsweise hin.
Pyrogallol kann am einfachsten durch Pyrolyse von Gallussäure unter Decarboxylierung hergestellt werden. Es entsteht auch bei der Zersetzung von Tanninen.
Pyrogallol besteht im Reinzustand aus weißen Kristallnadeln, die sich aber an der Luft schnell grau-bräunlich färben.
Pyrogallol ist ein starkes Reduktionsmittel, es komplexiert Metallionen (z. B. Fe3+unter Blaufärbung) und absorbiert begierig in alkalischer Lösung Sauerstoff aus der Luft. Bei längerem Stehen an der Luft (besonders in alkalischer Lösung) geht Pyrogallol durch Oxidation in Kohlenstoffdioxid, Essigsäure, Purpurogallin (Trihydroxybenztropolon) und weitere Zersetzungsprodukte über; die Lösung färbt sich dann dunkelbraun. Die wässrigen Lösungen reagieren wegen dieser Zersetzung allmählich saurer, deswegen auch die Bezeichnung Pyrogallussäure, was für die Reinsubstanz kein zutreffender Name ist.
Es wurde zur quantitativen (mengenmäßigen) Sauerstoffanalyse und früher auch als photographischer Entwickler verwendet und findet in der Holographie heute noch Verwendung.
Pyrogallol ist gesundheitsschädlich. Es wird auch allmählich durch die Haut aufgenommen. In diversen Internetartikeln wird die mögliche mutagene Wirkung von Pyrogallol betont. Im Tierversuch wie auch beim Versuch an menschlichen Zellen konnten Veränderungen der DNA festgestellt werden.
Anmerkung: Verwandt mit Pyrogallol ist das 1,3,5-Trihydroxybenzol (Phloroglucin).