Radpanzer

Radpanzer Fuchs mit Pionierrüstsatz
Radpanzer Fuchs mit Pionierrüstsatz

Radpanzer sind motorisierte, gepanzerte Militärfahrzeuge, die auf einem konventionellen Fahrwerk mit zwei bis vier Achsen aufgebaut sind. Die meist nur gegen leichten Beschuss gesicherten Fahrzeuge werden vorwiegend von Dieselmotoren angetrieben. Die Besatzung besteht in der Regel aus einem Kommandanten, einem Fahrer und abhängig von der Bewaffnung aus einem Richtschützen.

Eigenschaften

Im Vergleich zu Kettenpanzern haben die Reifen von Radpanzer eine größere Flächenlast, weshalb die Fahrzeuge bei vergleichbarer Geländetauglichkeit ein deutlich geringeres Gefechtsgewicht haben. Der im Vergleich zu Kettenlaufwerken geringere Reibwiderstand reduziert den Kraftstoffverbrauch und ermöglicht insbesondere auf befestigten Straßen eine größere taktische Reichweite bei höheren Durchschnittsgeschwindigkeiten. Aufgrund dieser Eigenschaft und wegen der leichteren Panzerung eigenen sich Radfahrzeuge bevorzugt als Transportpanzer sowie für die Militärische Aufklärung und Patrouillenfahrten. Zur Steigerung der Geländegängigkeit sind viele Radpanzer amphibisch und haben einen Allradantrieb.

Die Entwicklung von multifunktionalen Vielradpanzern ist aufgrund der geringeren technologischen Komplexität deutlich günstiger und dadurch insbesondere für Länder mit begrenztem Verteidigungsetat wirtschaftlich interessant.

Aus der zunehmenden weltweiten Krisenintervention in gebirgigen und urbanen Einsatzgebieten resultiert ein steigender Bedarf nach gepanzerten Radfahrzeugen, da diese im Vergleich zu schweren Kampfpanzern lufttransportfähiger sind und eine größere operative Beweglichkeit haben.

Einsatzzwecke

Literatur

  • Lutz-Reiner Gau, Jürgen Plate Jörg Siegert: Deutsche Militärfahrzeuge Bundeswehr und NVA, Motorbuchverlag, ISBN 3-613-02152-8
Quelle:
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