Radunia

Die Radunia (Radaune) ist ein Fluss im Norden von Polen. Er entspringt im Jeziora Stężyckiego (Stendsitzer See) im Zentrum der kaschubischen Schweiz. Einige Forscher meinen, dass der Name prußisch sei. Die Radunia mündet bei Krampitz in die Motława (Mottlau), die wiederum bei Danzig in die Weichsel mündet.

Die Länge des Flusses beträgt 103,2 km, die Fläche des Einzugsgebiets 837 km². Der Höhenunterschied von der Quelle bis zur Mündung beträgt 162 m.

Zu den Städten am Fluss gehören Żukowo (Zuckau) und Pruszcz Gdański (Praust), eine Stadt mit ca. 22.000 Einwohnern.

In der Nähe der Stadt Pruszcz zweigt vom Fluss der im 14. Jahrhundert unter der Herrschaft des Deutschen Ritterordens gebaute Kanał Raduni (Radaunekanal) ab, der direkt nach Danzig führt und dort bis 1945 die Große Mühle getrieben hat.

In den Jahren 19101937 wurden am Fluss acht Wasserkraftwerke gebaut; ihre Gesamtleistung beträgt 14 MW.

Auf einem Teil des Flussverlaufs mit einer Länge von ca. 6 km wurde das Naturreservat Jar Rzeki Raduni gegründet. Seine Fläche beträgt 84,24 ha.

Literatur:

  • Wilhelm Brauer, Prußische Siedlungen westlich der Weichsel: Versuch einer etymologischen Deutung heimatlicher Flurnamen, J.-G.-Herder-Bibliothek Siegerland, Siegen 1983

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