Raghad Hussein (* 1968) ist die älteste Tochter von Saddam Hussein.
Sie heiratete Hussein Kamal al-Madschid und ihre Schwester Rana Hussein dessen Bruder Saddam Kamal al-Madschid.
Beide Schwestern und die Ehemänner flüchteten 1995 nach Jordanien. Sie lebten vom 8. August 1995 bis zum 20. Februar 1996 dort und kehrten dann zurück in den Irak. Nach der Rückkehr 1996 wurden die beiden Hussein-Töchter von ihren Männern zwangsgeschieden. Hussein und Saddam Kamal al-Madschid sowie deren Vater, Mutter und Schwester wurden bei einem mehrstündigen Feuergefecht im Haus der Familie al-Madschid erschossen bzw. hingerichtet. Dabei war ursprünglich auch Raghads und Kamals Sohn Ali als tot gemeldet worden, er soll aber als Ali Hussein noch immer am Leben sein.
Am 31. Juli 2003 flohen Raghad und Rana mit ihren neun Kindern über Syrien in die jordanische Hauptstadt Amman. Dort gewährte ihnen König Abdullah von Jordanien Asyl. Die irakische Regierung setzte Raghad und auch ihre Mutter Sadschida auf die Liste der gesuchten Terroristen und forderte sowohl Jordanien als auch Katar (Sadschida Talfah lebt dort) auf, die beiden an den Irak auszuliefern. Sie sollen die Auftraggeber vieler Attentate im Irak sein.
Zwei Tage nach dem Tod von Saddam Hussein hat dessen Tochter vor rund 1000 aufgebrachten Jordaniern bei einer Trauerveranstaltung in Amman gesprochen. Dabei pries sie ihren Vater als einen "Märtyrer".[1]