Rapidität (lat. rapidus, rasch) bezeichnet fachsprachlich in der Soziologie seit Ralf Dahrendorf eine Dimension des sozialen Wandels, nämlich den Gesichtspunkt der Beschleunigung, mit der dieser Wandel verläuft. Er führt das Ausmaß der Rapidität auf das Ausmaß der Gewaltsamkeit der sie verursachenden sozialen Konflikte zurück.
Die Rapidität wird gewöhnlich unabhängig von anderen Dimensionen des sozialen Wandels (der Radikalität und der Ritualität) modelliert. Sie bezieht sich je und je auf eine sozial definierte (empfundene) Be- oder Entschleunigung (z. B. wie aus heiterem Himmel oder jetzt bewegt sich gar nichts mehr).