| SG ist das offizielle Kürzel für den Kanton St. Gallen und wird hier verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen zu Rapperswil zu vermeiden. |
| Rapperswil | |
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| Basisdaten | |
| Kanton: | St. Gallen |
| Wahlkreis: | Wahlkreis See-Gaster |
| Gemeinde: | Rapperswil-Jona |
| PLZ: | 8640 |
| Koordinaten: | (704487 / 231556) |
| Höhe: | 409 m ü. M. |
| Fläche: | 1.74 km² |
| Einwohner: | 7511
(31. September 2006) |
| Website: | www.rapperswil.ch
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Rapperswil (SG) ist eine Stadt in der Gemeinde Rapperswil-Jona im Südwesten des Kantons St. Gallen in der Schweiz.
Rapperswil liegt am östlichen Zürichseeufer und ist dank dem Zürichseeufer, der Altstadt und Knies Kinderzoo ein beliebter Ausflugsort. Dort beginnt auch der Seedamm nach Pfäffikon SZ.
Mit Wirkung auf den 1. Januar 2007 hat Rapperswil mit Jona zur neuen Gemeinde Rapperswil-Jona fusioniert.
Inhaltsverzeichnis |
Das Stadtwappen zeigt auf silbernem Grund zwei rote Rosen mit goldenen Butzen und ebenfalls roten, entgegengeasteten Stielen. Es ist dem Dreirosenwappen der Rapperswiler Grafen nachempfunden. Rapperswil wird daher auch die Rosenstadt genannt.
Zahlreiche archäologische Funde zeigen, dass das Gebiet um Rapperswil-Jona-Kempraten seit mindestens 5'000 Jahren besiedelt ist, bereits vor der Zeitenwende von Kelten und später von den Römern.
Prähistorische Pfahlreste und Anhäufungen von Quadersteinen, die Taucher im Jahre 2000 fanden, deuten darauf hin, dass bereits um 1'500 v. Chr. eine Brückenverbindung zwischen Rapperswil und Hurden bestanden hat [1]. Diesem alten Holzsteg von Rapperswil nach Hurden nachempfunden, wurde 2001 ein neuer Steg errichtet, sodass der Jakobsweg auf Rapperswiler Stadtgebiet in seiner frühen Form zu Fuss begangen werden kann.
In Kempraten (Centum Prata) wurde eine bedeutende römische Siedlung erbaut, Überreste von römischen Bauten finden sich bei der Kapelle St. Ursula, auf der Römerwiese, an der Meienbergstrasse, in Wagen, Busskirch und auf der Insel Ufenau.
Die Rapperswiler waren ein Ostschweizer Adelsgeschlecht. Der Schwerpunkt ihrer Besitzungen lag in der heutigen Ost- und Zentralschweiz, ihr Stammsitz in der Burg Alt-Rapperswil in Altendorf SZ.
Um 1200 liess Rudolf von Rapperswil Schloss Rapperswil als neuen Stammsitz erbauen und gründete anliegend die Stadt Rapperswil. Die älteste erhaltene urkundliche Erwähnung von Rapperswil datiert aus dem Jahr 1229. 1232/33 wurden die Rapperswiler in den Grafenstand erhoben.
Sie stifteten die Klöster Wettingen (1227) und Wurmsbach (1259) und übten die Vogtei (Schirmvogtei) über das Kloster Einsiedeln aus. 1227 und 1290 schenkten bzw. verkauften die Rapperswiler dem Kloster Wettingen ihre Güter in Uri. Der Schwerpunkt der Besitzungen der Rapperswiler lag im Gebiet um den oberen Zürichsee, der March, um den Greifensee und in Uri. Das Geschlecht der Rapperswiler endete 1283 mit dem Tod des Grafen Rudolf III. von Rapperswil. Nach seinem Tod zog König Rudolf I. von Habsburg die Reichslehen an sich. Elisabeth von Rapperswil, die Schwester Rudolfs III., war mit Graf Ludwig von Homberg (†1286) und später mit Graf Rudolf von Habsburg-Laufenburg (†1315) verheiratet. Nach dem Tod ihrer Gatten erbten zuerst Graf Johann I. (†1337), danach sein Sohn Graf Johann II. von Habsburg-Laufenburg (†1380) die Grafschaft Rapperswil.
Im Jahr 1336 flüchteten die nach einem Umsturzversuch von Bürgermeister Rudolf Brun aus Zürich vertriebenen Angehörigen der «Constaffel» (Konstaffler) nach Rapperswil zu Graf Johann I.
Die Verbannten versprachen dem Grafen und später seinem jungen, politisch unerfahrenen Sohn, Graf Johann II., die Tilgung aller Schulden und die Einlösung der an die Stadt Zürich verpfändeten Höfe Wollerau, Bäch und Pfäffikon. Während der Jahre ihres Exils in Rapperswil warben die Konstaffler Söldner an und planten mit Hilfe ihrer Parteigänger in der Stadt Zürich den Sturz der «Brunschen Zunftverfassung».
Die sogenannte «Mordnacht von Zürich» vom 23. zum 24. Februar 1350 misslang aber: Einige der Verschwörer wurden im Handgemenge getötet und 35 von ihnen hingerichtet. Unter den zahlreichen Gefangenen war auch Graf Johann II.
Nur wenige Tage später zogen Rudolf Brun und seine Truppen vor Rapperswil, das sich aus Sorge um den in Zürich gefangen gehaltenen Grafen Johann II. ergab. Die Brüder des Grafen Johann sollen jedoch auf ein Eingreifen der habsburgischen Verwandten gehofft und einen Friedensschluss sabotiert haben. Brun zerstörte mit dieser Begründung die Festung Alt-Rapperswil in der March, besetzte die untere March, und schleifte die Mauern und die Burg von Rapperswil, sodass diese nicht mehr verteidigt werden konnte.
Eine direkte Folge der Zerstörung von Rapperswil war am 1. Mai 1351 Rudolf Bruns «Bund von 1351» mit den vier Waldstätten, um gegen Habsburg bestehen zu können. Herzog Albrecht II. von Habsburg verlangte, dass Brun die zerstörten Festungen wiederherstellen sollte, begann mit der Belagerung von Zürich und der Konflikt drohte mit Einbezug der Waldstätten zu eskalieren. Auf Vermittlung der Markgrafen von Brandenburg wurde schliesslich der «Brandenburger Friede» zwischen Zürich, den Habsburgern und Rapperswil abgeschlossen: Johann II. wurde freigelassen, und musste seiner hohen Schulden wegen Rapperswil an Herzog Albrecht verpfänden. Fortan sollten keine Ausburger mehr aufgenommen werden und alle widerrechtlich besetzten Gebiete von Zürich geräumt werden.
Herzog Albrecht liess als neuer Besitzer Schloss und Stadt Rapperswil ab 1352 wieder aufbauen.
Im Jahr 1358 initiierte Rudolf IV. von Habsburg-Österreich den Bau einer Holzbrücke über den See nach Hurden.
Während der Appenzellerkriege (1401-08) erhielt die Stadt Rapperswil am 27. Mai 1403, kurz nach der österreichischen Niederlage bei der Vögelinsegg, den einträglichen See- und Landzoll. Als Folge der Schlacht am Stoss, in der zahlreiche Rapperswiler auf Seiten Österreichs ihr Leben liessen, erhielt Rapperswil 1406 das Recht, den Schultheissen frei zu wählen und Gerichtsbussen zum baulichen Unterhalt der Stadt zu verwenden.
Trotz einer kurzfristigen Verpfändung von Burg und Stadt Rapperswil an Zürich blieb Rapperswil habsburgisch. Nach der Ächtung von Herzog Friedrich IV. im Jahr 1415 befahl Kaiser Sigismund nebst anderen habsburgischen Orten im Aargau und Thurgau auch Rapperswil, sich von Friedrich abzuwenden, und verlieh der Stadt die Reichsfreiheit. Mit der Reichsunmittelbarkeit erhielt Rapperswil die direkte Herrschaft über die drei Hofgemeinden Jona/Busskirch, Kempraten und Wagen sowie die Pflegschaft über das Zisterzienserinnenkloster Wurmsbach.
Während des Alten Zürichkriegs (1436-50) gelang es Rapperswil nicht neutral zu bleiben, sondern die Rosenstadt kehrte am 24. September 1442 unter die Herrschaft des Hauses Habsburg-Österreich zurück und ging gleichzeitig ein Bündnis mit Zürich ein. Nach Kriegsende 1450 war Rapperswil hoch verschuldet und hoffte vergeblich auf finanzielle Unterstützung von Seiten Österreichs.
Daher sahen einige Rapperswiler unter Führung des Stadtschreibers Johannes Hettlinger ihre Zukunft fortan unter eidgenössischem Schirm und zettelten im Spätsommer 1456 einen Aufstand an.
Die erstaunlich gut dokumentierten Unruhen von 1456/57 endeten nach dem Zürcher Schiedsgericht vom 21. Dezember 1457 zwar mit dem Treueschwur Rapperswils gegenüber der Herrschaft Österreich, doch von einer eigentlichen Rückkehr unter habsburgischen Schirm konnte nicht die Rede sein.
Als die eidgenössischen Truppen von Uri, Schwyz und Unterwalden nach dem sogenannten Plappartkrieg am 20. September 1458 von Konstanz heimkehrten, begehrten sie in Rapperswil Einlass und führten den Sieg der proeidgenössischen Partei herbei. Am 10. Januar 1464, kurz nach dem Tod Herzog Albrechts VI. und der Machtübernahme seines Vetters Herzog Sigmund in den Vorderen Landen, ging Rapperswil mit den eidgenössischen Orten Uri, Schwyz, Unterwalden und Glarus ein Schirmbündnis ein, das bis 1798 bestand.
Im ersten Villmergerkrieg 1656, der damals von den Zürchern Rapperswilerkrieg oder Schwyzerkrieg genannt wurde, belagerte General Hans Rudolf Werdmüller, dem Bürgermeister Waser als Assistenzrat im Felde zur Seite stand, die Stadt Rapperswil erfolglos.
1798 entstand die Helvetische Republik, dadurch verlor Rapperswil seine Untertanengebiete und wurde Hauptstadt des neugeschaffenen Kanton Linth.
Schon 5 Jahre nach Entstehung, 1803, fiel die Helvetische Republik zusammen, und Rapperswil wurde mit der Mediationsverfassung nun definitiv in den Kanton St. Gallen eingegliedert.
Um 1830 wurden die Stadtmauern und die Tore als Hindernisse des zunehmenden Durchgangsverkehrs geschleift und der Hafen von Rapperswil vergrössert.
1859 verkehrte die erste Dampfeisenbahn in Rapperswil - als Knotenpunkt der Bahnlinien von Rapperswil nach Rüti und von Rapperswil nach Schmerikon. Der legendäre Orient-Express fuhr eine Zeit lang von Warna, Budapest, Wien über Rapperswil und Uster nach Zürich und weiter nach Basel, Paris und Calais. Die beiden Bahnlinien links und rechts des Zürichsees entstanden erst 1875 respektive 1894.
Die zunehmende Industrialisierung brachte Rapperswil ab Mitte des 19. Jahrhunderts den Bau von Spinnereien, Webereien, Färbereien, einer Hammerschmiede und einer Eisengiesserei entlang des Stadtbachs.
1878 erfolgte die Eröffnung der Bahnlinie über den neuen steinernen Seedamm, der die alte Holzbrücke ersetzte.
Im Jahr 1919 liess sich der im gleichen Jahr in Circus Knie umbenannte Schweizer Nationalzirkus in Rapperswil nieder und richtete sein Winterquartier ein - Knies Kinderzoo wurde 1962 eröffnet.
Wohnbevölkerung und Wirtschaft von Rapperswil konnten sich auf Grund der räumlichen Begrenzung auf gerade nur 1,72 km² Stadtgebiet nur sehr beschränkt entwickeln, und Rapperswil war mit dem flächenmässig zwölfmal grösseren Jona im Verlauf des 20. späten Jahrhunderts baulich zusammengewachsen. Im öffentlichen Leben waren die Stadtgrenzen seit längerer Zeit schon bedeutungslos geworden, sodass Rapperswil und Jona, mit Zustimmung der Bürgerschaften der beiden Städte am Wahlgang vom 30. November 2003, per 1. Januar 2007 vereinigt wurden.
In Rapperswil ist der Eishockey Nationalliga A Club Rapperswil-Jona Lakers zu Hause. Die "Rosenstädter" spielen seit dem Aufstieg 1994 in der höchsten Schweizer Hockeyliga.
Ebenfalls in Rapperswil-Jona spielt der einheimische FCRJ. Der Fussballverein wurde 1928 gegründet und die 1. Mannschaft mischt in der Gruppe 3 der 1. Liga mit.
In Rapperswil-Jona existiert eine grosse Vielfalt an Sportvereinen.
In Rapperswil ist eine Fachhochschule ansässig, die Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) mit Schwerpunkten in Technik/Informatik sowie Bau- und Planungswesen.
Es gibt auch noch die Sekundarschulen Bollwies, Burgerau und Weiden, Realschulen Kreuzstrasse und Rain sowie die Primarschulen Hanfländer, Bollwies, Schachen, Weiden und Lenggis.
Rapperswil und Jona besitzen eine gemeinsame Infrastruktur. Die Grenze zwischen ihnen verlief fliessend und war aus der Luft kaum auszumachen. Nach erfolglosen Versuchen bejahte die Bevölkerung 2003 nach einer Volksabstimmung eine Fusion der Gemeinden Rapperswil (2001: 7400 Einwohner; Ja-Anteil 82 %) und Jona (2001: 17'100 Einwohner; Ja-Anteil 52 %). Die Fusion zur Stadt Rapperswil-Jona fand am 1. Januar 2007 statt. Der Fusionsvertrag wurde im Frühling 2005 von der Bevölkerung beider Gemeinden angenommen. Rapperswil und Jona haben heute zusammengenommen 25'200 Einwohner. Rapperswil-Jona ist somit nach der Stadt St. Gallen die zweitgrösste Gemeinde des Kantons.
Lang verbunden ist Rapperswil mit dem Schweizer Nationalzirkus "Circus Knie", der hier jeweils sein Winterquartier bezieht und auch seinen Sitz hat. Knies betreiben in Rapperswil auch den bekannten Kinderzoo.
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