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Rastpfuhl ist ein Distrikt im Norden der Kernstadt Saarbrücken und gehört zum Stadtteil Malstatt.
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Der Rastpfuhl grenzt im Norden und im Westen an ein großes, zusammenhängendes Waldgebiet. Im Westen bildet die Hubert-Müller-Straße die Grenze der Bebauung des Rastpfuhls, im Norden ist der Wald selbst die Grenze. Im Osten grenzt der Rastpfuhl an das Stadtviertel „Rußhütte, das sich entlang des Fischbachtals entwickelt hat. Im Süden gibt es keine scharfe Grenze. Im Allgemeinen wird jedoch die Rheinstraße als Südgrenze angesehen. Der Rastpfuhl steigt von Süden von ca. 230 m ü. NN nach Norden kontinuierlich an bis auf ca. 288 m ü. NN. Die Steigungen im oberen Rastpfuhl sind dabei beträchtlich. Deshalb wurde in den 1960-er Jahren die Lebacher Landstraße „tiefer gelegt“, d.h. es wurde ein Taleinschnitt geschaffen. Der Bereich um die Straße „Rastpfuhl“ liegt in einer kleinen Senke. Nach Osten hin fällt der Rastpfuhl steil in das Fischbachtal ab.
Hauptverkehrsachse des Rastpfuhls ist die Bundesstraße 268. Im Norden geht die B 268 in die Autobahn A1 über. Auf bzw. entlang der B 268 fährt die erste und bisher einzige Linie der Saarbrücker Stadtbahn. Im unteren Abschnitt heißt die B 268 Lebacher Straße, im oberen Abschnitt Lebacher Landstraße. Zentrum des Rastpfuhls ist der Abschnitt zwischen Lebacher Straße und Lebacher Landstraße. Hier heißt die B 268 „Rastpfuhl“. Die Lebacher Landstraße teilt den oberen Rastpfuhl in zwei Teile: die „ähn Seid“ und die „anner Seid“. Die Zuordnung ist vom jeweiligen Standpunkt abhängig. Bis zum Bau einer Ampel bei der Stadtbahn-Haltestelle „Siedlerheim“ war für Fußgänger ein gefahrloser Seitenwechsel nur ganz im Norden (Brücke) oder an der Ampel an der Rußhütter Straße möglich. Die Hubert-Müller-Straße verbindet den Rastpfuhl und die A1 mit dem Stadtteil Burbach. Den Stadtteil Rußhütte und das Fischbachtal erreicht man über die Rußhütter Straße. Als Ost-West-Verbindung dient hauptsächlich die Rheinstraße an der Südgrenze des Rastpfuhls.
Der Rastpfuhl hat seinen Ursprung in seinem heutigen Zentrum, in der kleinen Senke um die Straße „Rastpfuhl“. Dort befand sich wahrscheinlich eine Raststelle mit Tränke (Pfuhl). Der Name Rastpfuhl taucht zum ersten Mal in einer Bannkarte von 1763 auf. Eine andere Deutung besagt, dass sich der Name vom früheren Rastbach ableitet. Die Straße Rastbachweg erinnert heute noch daran. Die Gegend des heutigen Rastpfuhls war anfangs vollständig bewaldet. Lediglich im heutigen Zentrum lag ein kleiner Hof.
Anfang des 20. Jahrhunderts tauchen in den Stadtplänen die ersten weiteren Gebäude außerhalb des heutigen Zentrums auf: eine Ziegelei am Ende der heutigen Straße „Im Knappenroth“, ein paar Häuser in der heutigen Köllertalstraße und das Rastpfuhl-Krankenhaus (heute Caritas-Klinik). Mit dem Bau einer Reihe von standardisierten Siedlungshäusern in den 1930-er Jahren dehnt sich der Rastpfuhl beträchtlich nach Norden aus. Der heutige Umfang wurde jedoch erst durch Bauten nach dem Zweiten Weltkrieg erreicht.
Bis auf wenige Ausnahmen ist die Bevölkerung des Rastpfuhls der Unter- und Mittelschicht zuzuordnen. Das Viertel zwischen Hochwaldstraße im Norden, Lebacher Straße im Westen, Jenneweg im Osten und Rheinstraße im Süden muss sogar als sozialer Brennpunkt bezeichnet werden. Im Volksmund wird das Viertel „Klein-Moskau“ genannt, ohne dass jedoch ein erhöhter Anteil an Russlanddeutschen zu verzeichnen ist. Weitere „kritische“ Wohnlagen sind die Blocks am Bernkasteler Platz, im oberen „Gilbenkopf“ und in der Eifelstraße. Villenähnliche Häuser findet man hingegen im „Pasteurschacht“ – kurioserweise in unmittelbarer Nachbarschaft zum oberen Gilbenkopf. Die Oberschicht und die obere Mittelschicht ist zudem im Rastbachweg und im oberen Wiltinger Weg vertreten.
katholische Kirchen:
evangelische Kirche (Im Knappenroth)
Caritasklinik St. Theresia (früher „Rastpfuhl-Krankenhaus“), Rheinstraße
[1] Festschrift von 1986 zum 50-jährigen Bestehen der Siedlergemeinschaft Saarbrücken-Rastpfuhl e.V.
[2] Der Rastpfuhl - Geschichte eines Siedlungsgebietes und seiner Bewohner. Herausgeber: Deutscher Siedlerbund Landesverband Saarland e.V., Siedlergemeinschaft Saarbrücken-Rastpfuhl e.V., Volkshochschule Stadtverband Saarbrücken. November 1999
1 Mitte: Rastpfuhl | Rodenhof | St. Arnual | Universität
2 West: Gersweiler
3 Dudweiler: Dudweiler | Jägersfreude | Scheidt
4 Halberg: Ensheim