Das Realgymnasium wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in den deutschen Staaten eingeführt und war im Schulsystem zwischen Oberrealschule und Gymnasium eingeordnet.
In der Bundesrepublik Deutschland war diese Schulform bis in die 1960er-Jahren vertreten und wurde danach abgeschafft.
In der Republik Österreich ist diese Schulform auch heute noch vertreten. Das Realgymnasium, auch Bundesrealgymnasium (BRG), ist ein achtjähriger Schultyp, der auf der Volksschule aufbaut und mit einer Reifeprüfung abschließt. Ziel des Realgymnasiums ist, den Schülern eine solide Allgemeinbildung zu vermitteln und sie zur Hochschulreife zu führen.
Im Gegensatz zu humanistischen Gymnasien, welche einen altphilologischen Schwerpunkt setzen (insbesondere auf Altgriechisch und Latein) und neusprachlichen Gymnasien (Englisch, Französisch und eine weitere lebende Fremdsprache), fokussieren Realgymnasien auf die naturwissenschaftlichen Fächer (Realien) Biologie, Mathematik, Physik, Chemie und Darstellende Geometrie.
Sie sind somit in gewisser Weise mit technischen Gymnasien vergleichbar.