| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Odenwaldkreis | |
| Koordinaten: | 49° 43′ N, 8° 51′ O | |
| Höhe: | 211 m ü. NN | |
| Fläche: | 58,21 km² | |
| Einwohner: | 9037 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 155 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 64381–64385 (alt: 6101) | |
| Vorwahl: | 06164 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ERB | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 37 013 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Bismarckstraße 43 64385 Reichelsheim |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Gerd Lode (SPD) | |
Reichelsheim ist eine Gemeinde im Odenwaldkreis in Hessen, Deutschland.
Inhaltsverzeichnis |
Reichelsheim liegt im mittleren Odenwald in 200 bis 538 Meter Höhe inmitten des Naturpark Bergstraße-Odenwald.
Reichelsheim grenzt im Norden an die Gemeinden Fränkisch-Crumbach, Brensbach und Brombachtal, im Osten an die Stadt Michelstadt und die Gemeinde Mossautal (alle im Odenwaldkreis), im Süden an die Gemeinde Fürth sowie im Westen an die Stadt Lindenfels (beide Kreis Bergstraße).
Zur Gemeinde gehören neben dem Hauptort Reichelsheim die dreizehn Ortsteile Beerfurth, Bockenrod, Eberbach, Erzbach, Frohnhofen, Gersprenz, Gumpen, Klein-Gumpen, Laudenau, Ober-Kainsbach, Ober-Ostern, Rohrbach und Unter-Ostern.
Erstmalig wurde die Gemeinde 1303 urkundlich erwähnt.
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 45,8 | 14 | 45,8 | 14 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 5,6 | 2 | 6,4 | 2 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 7,5 | 2 | 4,6 | 1 |
| CDU-RWG | Christlich Demokratische Union Deutschlands - Reichelsheimer Wähler-Gemeinschaft | 41,1 | 13 | – | – |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | – | – | 24,4 | 8 |
| RWG | Reichelsheimer Wähler-Gemeinschaft | – | – | 18,8 | 6 |
| Gesamt | 100,0 | 31 | 100,0 | 31 | |
| Wahlbeteiligung in % | 55,2 | 62,0 | |||
In der Stichwahl am 23. Juni 2002 wurde Gerd Lode (SPD) mit 76,4 % der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Der Gegenkandidat Jürgen Göttmann (CDU) erhielt 23,6 %.
Auf goldenem, gewölbtem Boden stehen drei große goldene Eichen gegen einen roten Hintergrund. Zwischen den Eichen wachsen zwei Eichenschößlinge heran. Drei silberne Sterne stehen über diesem symbolisierten Wald.
Seit 1995 finden jährlich im Oktober die Reichelsheimer Märchen- und Sagentage mit Verleihung des Wildweibchenpreises statt.
Untergebracht im ehemaligen Rathaus, Deutschlands ältestem Fachwerk-Rathaus mit der Mannform als Verstrebungsfigur. Ausstellungsschwerpunkte sind der Bergbau, typische Handwerke wie Lebkuchenbäckerei, Gäulchesmacher (Holzschnitzer für Pferde), Schindler und Schuhmacher sowie das frühere Dorfschulwesen und die ehemalige Reinheim-Reichelsheimer Eisenbahn ("Odenwälder Lieschen").
Das heutige Schloß Reichenberg entstand als Burg Richenburg im 13. Jahrhundert, erstmals urkundlich erwähnt im Jahre 1307. Bemerkenswert ist das Herrenhaus (Palas). Der Palas wurde wegen seines gekrümmten Grundrisses der Krumme Bau genannt.
Hier wurde am 14. Februar 1776 der spätere Naturforscher Christian Gottfried Daniel Nees von Esenbeck geboren. Er war Freund Goethes, Mitbegründer der Uni Bonn und des Botanischen Gartens Bonn, 40 Jahre lang Präsident der LEOPOLDINA und Direktor des Botanischen Gartens in Breslau, wo er am 16. März 1858 verstarb.
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Burg in wechselndem adligem Besitz. Von 1876 bis 1924 wurde die nun Schloß Reichenberg genannte Anlage als Privatschule für Knaben der gehobenen Stände genutzt. Danach übernahm die Familie Siefert vom Frohnhof das Schloß. Sie verkaufte 1963 einige Gebäude als Ferienheim an die Deutsche Bundespost.
Im Juli 1979 kaufte die ökumenische Kommunität Offensive Junger Christen (OJC) das Schloß Reichenberg. Sie baute es zu einer (öffentlich zugänglichen) internationalen Begegnungs- und Tagungsstätte mit Schloßcafé um. Der obere ältere Teil des Schlosses, der sogenannte Krumme Bau, wird zur Zeit renoviert.
Durch die Bundesstraßen B 47 („Nibelungenstraße“ zwischen Michelstadt und Worms) und B 38 (zwischen Roßdorf bei Darmstadt und Weinheim/Mannheim), die gemeinsam durch Reichelsheim führen, ist die Gemeinde an das Verkehrsnetz angeschlossen. Busverbindungen nach Bensheim, Fürth i.Odw., Reinheim und Michelstadt schaffen Anschluss ans öffentliche Schienennetz (DB und Odenwaldbahn).
Bad König | Beerfelden | Brensbach | Breuberg | Brombachtal | Erbach | Fränkisch-Crumbach | Hesseneck | Höchst i. Odw. | Lützelbach | Michelstadt | Mossautal | Reichelsheim (Odenwald) | Rothenberg | Sensbachtal