Reinhard Goering (* 23. Juni 1887 auf Schloss Bieberstein (Hessen); † 4. November 1936 in Bucha bei Jena) war ein deutscher Schriftsteller.
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Nach seinem Abitur 1905 begann Goering zunächst ein Jura-Studium, kurz darauf wechselnd auf ein Medizinstudium an der Universität Jena, das er 1914 in Bonn mit einem Notexamen abschloss. Als Militärarzt im Feld zog er sich kurz nach dem Jahreswechsel 1914/15 eine Tuberkulose-Erkrankung zu, die er in Davos auszuheilen versuchte. 1915 kam er erstmals auf den Monte Verità von Ascona, der ihm zum Schicksalsberg wurde. Obwohl ihn sein Drama 'Seeschlacht' berühmt gemacht hatte, wollte er auf Familie, Besitz und Dichterruhm verzichten, führte zeitweise das Leben eines wanderndenden Bettlers und galt mehrmals als verschollen. 1926 promovierte er zum Dr. med.und nahm seine literarische Arbeit nach und nach wieder auf. Bekanntheit erlangte er 1917 als expressionistischer Dramatiker durch seine Tragödie Seeschlacht. Die Uraufführung am Hoftheater in Dresden 1918 endete mit einem Skandal. Ähnlich erging es seinem Stück Die Südpolexpedition des Kapitäns Scott 1930 in Berlin. Goering trat in den Bund rheinischer Dichter ein. Die Oper Das Opfer, zu der er das Libretto schrieb, wurde 1937 verboten. Dies erlebte er jedoch nicht mehr, da er in der Nähe von Jena 1936 Suizid beging.