Reinke-Ödem

Klassifikation nach ICD-10
J38.4 Larynxödem
  • Reinke-Ödem des Stimmbandes
  • Reinke-Ödem der Stimmlippe
ICD-10 online (WHO-Version 2006)

Das Reinke-Ödem ist ein Ödem im Reinke-Raum, einem spaltförmigem Raum zwischen Epithel und Bindegewebe der Stimmlippe. Es kommt zu einer Schwellung der Stimmbänder bzw. Stimmlippen durch ein Ödem, also der Einlagerung von Flüssigkeit aus dem Gefäßsystem im Gewebe.

Der Reinke-Raum (und im Weiteren das Reinke-Ödem) ist nach dem deutschen Anatomen Friedrich Berthold Reinke (1862-1919) benannt.


Inhaltsverzeichnis

Klinik und Vorkommen

Betroffen sind häufig Frauen. Die Stimme wird tiefer und rauer (Dysphonie). Es kommt zu Heiserkeit und Aphonie (Stimmverlust). Komplikation sind Atemprobleme.

Ursache

Als Ursachen kommen langjähriger Nikotinabusus und andere Noxen in Frage. Eine mechanische Irritation der Stimmlippen bzw. übermäßige Stimmbelastung können ebenfalls ein Reinke-Ödem hervorrufen.

Therapie

  • mikrochirurgische Schleimhautabtragung („stripping“)
  • danach logopädische Behandlung (Stimmtherapie)


Differentialdiagnose

  • Kontaktulcus der Stimmlippen
  • Kontaktgranulom der Stimmlippen
  • Dyschilischer Pseudotumor
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