Rems

Dieser Artikel beschäftigt sich mit dem Fluss Rems in Baden-Württemberg, zum gleichnamigen Ort in Niederösterreich siehe Rems (Gemeinde Sankt Valentin).
Rems
Rems bei Remseck

Die Rems kurz vor ihrer Mündung in den Neckar bei Remseck

Daten
Staat: Deutschland
Bundesland: Baden-Württemberg
Länge: 80 km
Quelle: Bei Essingen
(551 m ü. NN)
Mündung: Bei Neckarrems
in den Neckar (203 m ü. NN)
Größere Städte
am Fluss:

Die Rems ist ein Fluss in Baden-Württemberg. Sie entspringt nahe der Gemeinde Essingen (Württemberg) bei Aalen im Ostalbkreis am Fuße der Schwäbischen Alb in 551 m ü. NN und mündet nach etwa 80 km bei Neckarrems im Landkreis Ludwigsburg in 203 m ü. NN als rechter Nebenfluss in den Neckar.

Inhaltsverzeichnis

Städte und Gemeinden an der Rems

Lauf der Rems

Im Remstal bei Hegnach
Im Remstal bei Hegnach
Die Rems in Neckarrems
Die Rems in Neckarrems

Nach ihrem Ursprung in Essingen fließt die Rems ein kurzes Stück nach Norden und nimmt dann die Richtung nach Westen. Sie bildet ein breites Tal und wird begleitet von der Bundesstraße 29 und der Remsbahn. Das Remstal ist damit eine wichtige Verkehrsachse vom Ballungsraum Stuttgart nach Ostwürttemberg und die angrenzenden Gebiete Bayerns. Nach den Gemeinden Essingen, Mögglingen und Böbingen wird die Besiedlung dichter, auch Gewerbe-und Industrieanlagen werden zahlreicher. Die Rems erreicht dann die Große Kreisstadt Schwäbisch Gmünd. Nach Lorch verlässt sie den Ostalbkreis und tritt in den Rems-Murr-Kreis ein. Über Plüderhausen und Urbach kommt sie zur Großen Kreisstadt Schorndorf, wo von rechts der einzig bedeutende Nebenfluss, die Wieslauf aus dem Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald einmündet. Ab hier findet man an den Hängen Weinberge; das Remstal ist eines der größten Weinbaugebiete Württembergs. Am Fluss liegen Winterbach, Remshalden und die aus verschiedenen Ortschaften gebildete Stadt Weinstadt, Sitz der Remstalkellerei, der größten Genossenschaft der Remstäler Weingärtner. Neben Weinbergen findet man auch viele Obstanlagen, vor allem Kirschbäume.

Schließlich erreicht die Rems Waiblingen, den Sitz der Verwaltung des Rems-Murr-Kreises. Ab hier ändert sich das Bild des Remstales grundlegend. Während Bundesstraße und Remsbahn weiter geradeaus nach Westen in Richtung Stuttgart führen, biegt die Rems nach Nordwesten ab. Von der weichen Keuperstufe tritt sie in das härtere Muschelkalkgebiet ein. Das Tal wird enger. In Neustadt fließt sie am Stammhaus der Motorsägenfabrik Stihl vorbei und wird von dem etwa 45 m hohen und etwa 230 m langen Viadukt der Murrbahn überquert. Dann tritt sie mit mächtigen Mäandern in das Naturschutzgebiet unteres Remstal ein. Die Prallhänge sind heute meist bewaldet; zum Teil sind noch Mauerreste ehemaliger Weinberge sichtbar. Die flacheren Gleithänge werden noch landwirtschaftlich genutzt. Bevor dann die Rems bei dem zur Stadt Remseck gehörenden Ortsteil Neckarrems in den Neckar mündet, wechselt sie vom Rems-Murr-Kreis in den Landkreis Ludwigsburg.

Hochwasserschutz

Sperrbauwerk bei Lorch
Sperrbauwerk bei Lorch

Ein bedeutendes Hochwasser war am 21. März 2002, als bei Schorndorf mit einem Pegel von 5,12 m beinahe der als 100-jähriger Wasserstand definierte Pegel von 5,20 m erreicht wurde[1].

Der Wasserverband Rems hat in den letzten Jahren ein Konzept zum Schutz vor Hochwasser-Ereignissen erarbeitet, das vor allem durch den Bau von Hochwasserrückhalteräumen bekannt geworden ist. In diesem Rahmen wurden den Jahren 2005 und 2006 unterhalb von Schorndorf (bei Weiler) und oberhalb von Lorch (beim Reichenhof) Hochwasserrückhalteräume gebaut. Ein weiterer Rückhalteraum ist bei Lorch-Waldhausen seit Sommer 2006 im Bau; dieser soll 9,6 Millionen Euro kosten, wovon das Land Baden-Württemberg 6,7 Millionen Euro übernimmt. Kritiker, wie der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, heben die Flächenversiegelung als bedeutenden Hochwasser verschlimmernden Faktor hervor und bemängeln, dass auf diesem Gebiet nicht gegengesteuert würde. So wird nach Schätzungen des Landes die Siedlungsfläche im Remstal bis 2014 um weitere 14 Prozent zunehmen.[2]

Daten und Zahlen

  • Quelle am nördl. Albrand bei Essingen
  • Höhe der Quelle: 551 m ü. NN
  • Höhe der Mündung: 203 m ü. NN
  • Gesamtgefälle: 348 m
  • Durchschnittsgefälle: 4,35 m/km
  • Gesamtlänge: 80 km
  • Mündungsfluss: Neckar
  • Mündung: Neckarrems

Siehe auch

Weblinks

Commons
Commons: Rems – Bilder, Videos und Audiodateien

Quellenangaben

  1. http://www.hvz.baden-wuerttemberg.de/cgi/daten.pl?id=0032
  2. Gmünder Tagespost vom 7. April 2006
Quelle:
Artikel Rems aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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