Ren Dhark ist eine Science-Fiction-Serie, deren erstes Heft am 1. August 1966 erschien.
In den Jahren 1966 bis 1969 hat der Science-Fiction-Altmeister Kurt Brand mit seinen Co-Autoren 98 Ren-Dhark-Groschenromane herausgebracht. Die Serie wurde dann jedoch unerwartet eingestellt.
Im letzten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts fand sich wieder ein Autorenteam, das seitdem unter Leitung von Hajo F. Breuer an der Fortschreibung (in Buchform) von Ren Dhark arbeitet.
Inhaltsverzeichnis |
Ren Dhark ist in Form der sogenannten Groschenromane erschienen und erlebt jetzt seine Fortschreibung in Buchform.
Die Hefte erschienen beim Kelter-Verlag, die Bücher erscheinen beim HJB-Verlag, dazu gibt es inzwischen auch Hörbücher, Sammelfiguren; ein Brettspiel ist ebenfalls erhältlich.
Seit 1999 ist Hajo F. Breuer Herausgeber der Reihe.
unter diesem Titel wurde Ren Dhark erst von Fans weitergeführt (bis Ausgabe 107), die Hefte von 108–133 sowie die Neuauflagen von 99–107 erschienen im Mohlberg-Verlag
abgeschlossene Einzelromane von den Machern von Projekt 99 alternatives Universum Auch diese Ausgaben erschienen im Mohlberg-Verlag.
Die Spin-Off-Serien sind nur im HJB-Verlag erhältlich.
Am 16. Mai 2051 kommt es zur ersten, historischen Begegnung der Menschheit mit Fremden aus den Tiefen des Alls.
In dieser Zeit soll das Kolonistenraumschiff GALAXIS mit 50.000 Menschen an Bord zum Deneb-Sonnensystem aufbrechen. Ein Projekt, das, wenn es funktioniert, ein bedeutender, erster Schritt zur Erschließung neuen Lebensraums sein wird. Die Erde wird zu dieser Zeit durch eine Bevölkerungsexplosion geprägt, die auf eine enorme Verbesserung der Medizin und das Fehlen von großen, gewaltsam ausgetragenen Konflikten zurückzuführen ist.
Das Raumschiff unter dem Kommando von Commander Sam Dhark startet am 21. Mai 2051. Bei dem Versuch, den Planeten Dorado im Deneb-System zu erreichen, strandet es in den Tiefen des Weltraums. Ursache ist ein Fehler in den Silos des Time-Effekt-Antriebs, der bei korrekter Funktion in der Lage ist, ein Raumschiff in einem infinitesimal kurzen Augenblick um 1,7 Lichtjahre zu „verschieben“.
Den Anstrengungen von Ren Dhark (sein Vater ist auf dem Flug verstorben) und seiner Crew ist es zu verdanken, dass die GALAXIS einen Planeten erreichen kann, auf dem Menschen leben können.
Die Siedler errichten die Stadt Cattan auf dem von ihnen Hope genannten Planeten im Col-System. Bei Erkundungen des Dschungel-Kontinents Deluge stoßen die Terraner auf die Hinterlassenschaften einer anderen Kultur. Die verschollenen/verschwundenen Wesen haben schnell den Namen Mysterious weg, da man nichts entdecken kann, was auf das Erscheinungsbild der Erbauer der Anlagen hinweist.
In einem Höhlenkomplex auf Deluge entdeckt die Gruppe um Ren Dhark einen 180 Meter durchmessenden Ring, der, wie sich herausstellt, ein unvollendetes Raumschiff der Unbekannten ist.
Nach dem man das Raumschiff Point Of Interrogation (Kurzform: Point Of - heißt auf Deutsch soviel wie Fragezeichenpunkt) in Betrieb genommen hat, kommt einiges auf die Menschen zu. Zum Beispiel die Suche nach der Erde und auch die Jagd nach den Unbekannten, den Mysterious... Die "Point Of" verfügt über einen speziellen Schutzschild, das sog. "Intervallum". Ist der Schild aktiviert, kann die Point Of durch feste Materie fliegen. Das erklärt auch, warum die Halle, in der Ren Darks Crew die Point Of findet, keine ausreichend großen Öffnungen für das Schiff hat.
Die Point Of verfügt auch über kleinen Beiboote und wirkungsvolle Waffen. Einen grünen Strahl, genannt „Dust“, der Materie zu Staub verwandelt, einen gegen Lebewesen einzusetzenden violetten Strahl und einen - weitere - Strahlenwaffe, die bei Auftreffen das Ziel explodieren lässt.
Die Bedienung ist ziemlich mühsam, da die Mysterious offensichtlich über ein - möglicherweise - drittes Auge in der Schädeldecke verfügten und daher über dem Kopf der Piloten ein Monitor eingebaut ist. Die Terraner können ihn naturgemäß nur schwer nutzen.
Bei der „Point Of“ handelt es sich um einen Ringraumer unbekannter Erbauer.
„Ren Dhark“ ist die Geschichte eines jungen Raumfahrers von der Erde, der in den Weiten des Alls mit den Hinterlassenschaften einer geheimnisvollen Rasse konfrontiert wird und mit einem Rätsel, welches zu lösen mehr und mehr zu seinem Lebensinhalt wird. Ein Teil dieses Rätsels ist das Ringschiff „Point Of Interrogation“, kurz „Point Of“ genannt.
Das ringförmige Schiff hat einen Durchmesser von 180 Metern mit einer 35 Meter starken Ringzelle, die komplett aus einem bisher unbekannten Metall gefertigt ist, das wegen seiner gewaltigen Belastungsfähigkeit „Unitall“ genannt wird. Menschen vollenden das auf einem fernen Planeten in einem Höhlensystem gefundene unfertige Raumschiff. Es gelingt ihnen zwar, das Schiff zu fliegen, die meisten Fähigkeiten des Ringraumers bleiben ihnen aber verborgen. Die „Point Of“ ist mit 28 von den Menschen „Flash“ genannten Beibooten ausgerüstet.
Intervall Ringraumer und Beiboote besitzen einen „Intervall“ genannten Schutzschirm, der jeweils einen eigenen Raum darstellt und den Schiffen einen starken Schutz gegen Angriffe bietet. Zudem ermöglicht es das Intervallfeld, feste Körper zu durchdringen. Die Raumschiffe können so beispielsweise durch einen Felsen fliegen. Nur der Antrieb hinterlässt eine Brandspur. Ein sogenannter Reizstrahl stellt die optische Verbindung nach „draußen“ her. Das Intervall der Point Of besteht aus zwei ineinander übergehenden Kugeln.
Flash Die zylinderförmigen Flash sind zweisitzig. Sie sind drei Meter lang und haben einen Durchmesser von 1,20 Metern. Die Hülle besteht wie beim Ringschiff aus Unitall. Bei Landungen im Flashdepot des Mutterschiffs oder auf Planetenoberflächen werden sechs spinnenbeinartige Stützen ausgefahren. Die Insassen sitzen Rücken an Rücken. Um in die holographische Projektion blicken zu können, die die visuelle Verbindung zur Außenwelt darstellt, muss ein Mensch den Kopf unbequem weit in den Nacken legen. Alle Flash sind mit Sle- und Sternensog-Antrieb, aber nur einfachem Intervallfeld ausgerüstet. Die Bewaffnung entspricht der des Mutterschiffes.
Antrieb Die Raumschiffe können sich sowohl unterhalb und oberhalb der Lichtgeschwindigkeit fortbewegen. Bei überlichtschneller Fahrt kommt es dank des Intervalls zu keinen Problemen mit dem Raum-Zeit-Gefüge. Die Besatzung besteht aus mindestens 50 Personen. Die Bewaffnung besteht aus Dust-, Strichpunkt- und Nadelstrahl, Hy Kon, Mix 1-4, Gringer, die unterschiedlich auf organische und anorganische Materialien wirken.
Checkmaster Der Zentralrechner der Point Of wird von den Menschen „Checkmaster“ genannt. Genau wie das gesamte Schiff verfügt er über unbekannte Fähigkeiten, die von den Menschen nur bruchstückweise entdeckt werden. Es existieren Vermutungen, wonach der Checkmaster auch Sitz der geheimnisumwitterten Gedankensteuerung sein könnte.
Gedankensteuerung Die „Gedankensteuerung“ ist eine Art „Autopilot“ in der Point Of und den Flash. Sie ist zu Eigeninitiative fähig, ihre genaue Funktionsweise ist den Menschen noch unbekannt. Die Verständigung mit der „Gedankensteuerung“ erfolgt telepathisch über Gedanken.
Duststrahl Hierbei handelt es sich um einen maximal lichtschnellen Energiestrahl von olivgrüner Farbe; der sämtliche bekannte, anorganische Materie in Staub verwandelt.
Nadelstrahl Der „Nadelstrahl“ ist ein rosafarbener, überlichtschneller Energiestrahl, der bei Dauerpunktbeschuss die meisten bekannten Feldschutzschirme zum Zusammenbruch bringt und verheerende Zerstörungen anrichtet.
Strich-Punkt-Strahl Der blassblaue, maximal lichtschnelle „Strich-Punkt-Strahl“ wirkt auf die meisten Metabolismen lähmend. In seiner optischen Erscheinung erinnert dieser Kampfstrahl an rhythmisch unterbrochene Morsezeichen.
Gringer Diese Waffe wird über die die Funkzentrale „Funk-Z“ eingesetzt. Sie erzeugt ein graues Feld und stört damit die Ortung anderer Schiffe.
Ren Dhark bot in den ursprünglichen Heftauflagen abenteuerbetonte SF im Stil der 1950er- und 1960er-Jahre. Der Grundtenor der Serie ist zum Teil technikorientiert: Neue Entwicklungen auf technischem Gebiet werden nicht als Bedrohung, sondern als Chancen dargestellt. In diesem Sinne war die Heftserie, aus heutiger Perspektive betrachtet, im besten Sinne „altmodisch“. Anfänglich kam es in den Kelter-Heften auch zu Ungereimtheiten im Ablauf der Handlung. So wurde schon in einem der ersten Hefte ein „Flash“-Raumschiff bei Kämpfen mit relativ schwachen Außerirdischen zerstört, um kurze Zeit später wieder unbeschädigt aufzutauchen und dann nahezu unzerstörbar zu sein.
In der Buchfortschreibung wird die angesprochene Technikorientiertheit auf jetztzeitigem Niveau weitergeführt, es werden unter anderem auch soziologische und paranormale (Teleportation) Themen angeschnitten.
Der Rezensent Winfried Brand wirft Anfang 2000 den Autoren hinsichtlich zweier der Ren-Dhark-Geschichten vor, sehr konservative Werte zu vertreten, gar frauenfeindlich und rassistisch zu sein.[1] In einer neueren Kritik wird die besondere Beziehung zwischen einem Menschen und einem Fremdwesen zitiert: „... der so ungleichen, aber verlässlichen Freunde birgt für eine Aussage, die ganz im Sinne des Serienbegründers Kurt Brand steht – friedliche Koexistenz der Völker, die Achtung anderer, auch wenn sie anders aussehen, oder ihre eigenen Verhaltensweisen haben, ist heute aktueller denn je.“[2]