Der Renault 25 - kurz R25 - ist ein PKW der oberen Mittelklasse von Renault. Vorgänger waren die Baureihen Renault 20 und Renault 30. Das Fahrzeug wurde im nordfranzösischen Sandouville bei Le Havre fabriziert.
1984 kam der Renault 25 auf den Markt. Dabei wurde das Konzept der Trennung vom Vierzylindermodell R20 und dem Sechszylinderflaggschiff R30, aufgegeben und beide Versionen in einem völlig neuen Modell vereint. Obwohl der Markt dem Vorgänger R20 und R30 das fehlende Stufenheck als Mangel bescheinigte, setzte Renault beim 25er weiterhin auf die Fließheck-Variante, wobei in der Linie ein Stufenheck angedeutet wurde. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt blieb die Tatsache, dass der Renault 25 für einen für diese Epoche einen bemerkenswert günstigen Luftwiederstandsbeiwert besaß: Er unterbot sogar den „Aerodynamik-Weltmeister“ Audi 100 C3 von 1982. Ser durch die Fließheck-Karosserie begünstigte cw-Wert lag bei 0,28 (der Mercedes-Benz W211 hat den gleichen Wert). Der sprechende Bordcomputer, der die Fahrzeugfunktionen zusätzlich zu den Kontrolllampen überwachte und auf Wunsch kommentierte, wurde neu eingeführt. Bis Ende 1988 wurde der 25er als Benziner in den Varianten TS uund GTS als Vierzylinder (2,0 l, 74 kW (101 PS)), der GTX als Vierzylinder (2,2 l, 89 kW (121 PS)), sowie der V6-Injection mit Sechzylinder-V-Motor (2,7 l, 104 kW (141 PS)) angeboten. Die Dieselversionen gab es als GTD (2,1 l, Vierzylinder-Saugdiesel mit 46 kW (63 PS) und als Turbo D/Turbo DX mit 2,1-l-Vierzylinder-Turbodieselmotor mit 63 kW (86 PS). Später folgte noch eine V6-Turboversion, die mit einem 2,5-Liter-Motor mit einer Leistung von 133 kW (182 PS) ausgerüstet war. Alle Versionen verfügten über Frontantrieb. Kurz vor dem Facelift zur Phase 2 brachte man eine „L-Version“ als verlängerte Limousine mit 30 cm mehr Platz zwischen den Vordersitzen und den Fondsitzen auf den Markt. Diese war an den langen Fondtüren und der breiteren B-Säule zu erkennen. Durch die Modellpflege Ende 1988 fiel die „L-Version“ wieder aus dem Programm.
Ende 1988 erlebte der R25 ein Facelift. Die Karosserieform wurde an der Frontpartie runder, das Heck bekam neue, breitere Rückleuchten. An den Abmaßen der Karosserie änderten sich nichts, der Innenraum hingegen erfuhr geringe Modifikationen. So wurden die Sitze, inklusive anderer Bezugsstoffe, ergonomischer. Das Armaturenbrett erhielt andere Lüftungsschlitze und wurde Anfang der 90er aufgepolstert. Auch die Motoren wurden der Zeit angepasst. So wurden alle Benziner mit einem 3-Wege-Katalysator ausgerüstet. Der V6-Zylinder bekam nun 2,8 l Hubraum und eine elektronische Multipoint-Einspritzanlage, dies verhalf ihm zu 110 kW (150 PS). Der 2,2-l Vierzylinder wurde von 2150 auf später 2165 cm³ aufgebohrt und erhielt ebenfalls die modernere Multipoint-Einspritzanlage, dies ermöglichte einen geringeren Verbrauch bei, dank des gleichbleibenden Drehmoments von 170 Nm, fast unveränderte Leistung von 79 kW (107 PS). Der 2,1-l-Turbo-Dieselmotor aus dem Turbo-D und Turbo-DX wurde unverändert mit 63 kW (82 PS) weiter verwendet. Der V6-Turbo hatte nun 2,5 l Hubraum und 151 kW (205 PS). Den Ausstattungsvarianten TX, V6-injektion, V6 Turbo und Turbo-D, folgten später noch die Ti- Version mit einem 2,0-l-12-Ventil-Motor (99 kW (134 PS)) sowie die TX-Ausstattung mit V6-Motor. Als Topmodell wurde die Baccara-Version angeboten, die unter anderem Klimaautomatik, Lederausstattung und Wurzelholzapplikationen beinhaltete. Nachdem Renault die Modellbezeichnungen von schlichten Zahlen auf Namen umstellte, wurde Ende 1992 auch der Renault 25 vom Nachfolger Renault Safrane abgelöst.
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