Renault 30

Renault 30
Renault 30
Renault 30
Renault 30

Der Renault 30 - kurz R30 - war ein Fahrzeug der oberen Mittelklasse und wurde im März 1975 auf dem Genfer Auto-Salon vorgestellt. Es war Renaults erstes Fahrzeug mit sechs Zylindern nach dem Zweiten Weltkrieg.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Der Hubraum des V6-Motors betrug 2.664 cm³, er wurde gemeinsam mit Peugeot und Volvo entwickelt (PRV-Motor). Als anfängliche Leistung standen 131 PS zur Verfügung. Zunächst nur als TS angeboten, war er serienmäßig mit Servolenkung, elektrischen Fensterhebern vorne und elektromagnetischer Zentralverriegelung ausgestattet. Das Formkonzept (Schrägheck) sowie einige Details adaptierte er aus dem Renault 16, so konnte man die hintere Sitzbank verschieben und ausbauen. Der variable Kofferraum konnte auf über 1.500 Liter Volumen erweitert werden, aus gesetzlichen Gründen wurde für die dachhohe Beladung jedoch ein Außenspiegel auf der Beifahrerseite vorgeschrieben.

Als „Wagen für viel fahrende Manager und Unternehmer" bezeichnete Renault den R30 in der deutschen Pressemappe. Gedacht für Leute, die sich nicht im Mercedes oder BMW fortbewegen wollten, ohne jedoch auf die Annehmlichkeiten zu verzichten, die von dieser Zielgruppe erwartet werden. Für weniger betuchte Kunden, die ein großes Auto wollten, war der Renault 20 vorgesehen, der im Prinzip das gleiche Auto, aber mit einfacherer Ausstattung und kleineren Motoren war. siehe auch: Renault 20

Entwicklung

Die Entwicklung des Renault 30 begann in den 1960er Jahren. 1961 wurde der Renault 4 und 1965 der Renault 16 vorgestellt: Ein Klein- und ein Mittelklassewagen mit großer Variabilität. Schon Ende der 1960er Jahre sollte das Fahrzeugprogramm durch ein Oberklassemodell mit V8-Motor komplettiert werden. Allerdings dauerte die Entwicklung noch bis Anfang der 1970er Jahre, als schließlich aus dem Projekt P127 der Renault 30 entstand. Schlussendlich, auch im Angesicht der Ölkrise 1973/74, ließ man die Bemühungen um einen V8 fallen und entwickelte stattdessen einen V6 Motor, indem man kurzerhand zwei Zylinder wegließ.

Fahrzeugsicherheit

Die Karosserie des Renault 30 wurde nach den damals modernsten Erkenntnissen der aktiven und passiven Sicherheit gebaut, die für die Serienproduktion möglich waren. Zum Beispiel hatte er programmierte Knautschzonen vorne und hinten, ein aufwendiges (manche sagen "überdimensioniertes") Fahrwerk und Seitenaufprallschutz in den Türen.

Produktionszahlen

Von 1975 bis 1984 wurden insgesamt 145.000 Stück im französischen Werk Sandouville (Le Havre) produziert. Davon kamen knapp 18.000 Stück nach Deutschland.

Modelle

Modell Bauzeit Motor Hubraum Leistung Motorart
Renault 30 TS
(Typ 1273)
1975 bis 1976 V6-Zylinder 2.664 cm³ 131 PS Vergaser
Renault 30 TS
(Typ 1275)
1976 bis 1982 V6-Zylinder 2.664 cm³ 126 PS
128 PS
Vergaser
Renault 30 TX
(Typ 1278)
1979 bis 1984 V6-Zylinder 2.664 cm³ 143 PS Einspritzer
(K-Jetronic)
Renault 30 TurboD
(Typ 1270)
1981 bis 1984 R4-Zylinder 2.068 cm³ 85 PS Turbodiesel
Ladeluftkühlung

Weblinks

Commons
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Quelle:
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