Renault Rapid

Vorlage:PKW-Modell

Der Renault Rapid ist ein Kleintransporter des französischen Automobilherstellers Renault, der 1984 als Nachfolger der sehr erfolgreichen Modelle Renault 4 F4 und F6 auf den Markt gebracht wurde. Neben der Bezeichnung Rapid (hauptsächlich in Deutschland und Österreich) wurde er auch als Renault Express (z. B. in Frankreich, Spanien, Schweiz, Italien) oder als Renault Extra (Großbritannien und Irland) vertrieben.

Aufbau

Technisch basierte der Rapid auf der zweiten Generation des Renault 5, dem sogenannten „kleinen Freund“ (Deutschland) oder „Supercinq“ (Frankreich). Mit diesem Modell ist er auch – bis auf ein paar stilistische Änderungen – bis zur A-Säule identisch. Auch Armaturenbrett, Fahrwerk und die beiden vorderen Türen – vom fünftürigen Renault 5 – wurden unverändert übernommen.

Besonderheiten des Rapid gegenüber dem Renault 5 waren zum einen der um etwa 15 cm verlängerte Radstand, die Dacherhöhung über der Fahrerkabine sowie der Kastenaufbau hinter der B-Säule. Das Fahrzeug war als un- bzw. teilverglaste Transporterversion mit bis zu 2 Sitzplätzen, als Kombi mit 5 Sitzplätzen, als Pickup sowie serienmäßig ab Werk auch als Behindertentransporter oder mit diversen Sonderaufbauten (Kühltransporter, Werkstattwagen usw.) erhältlich. Die Modellpflege erfolgte – wie bei Renault üblich – in mehreren sogenannten Phasen.

Den Renault Rapid gab es sowohl als Kastenwagen mit zwei Flügeltüren im Heck, als auch mit einer großen, nach oben zu öffnenden Heckklappe. Wie schon seine Vorgänger, die Renault 4 F4 und F6, verfügte der Renault Rapid über Einzelradaufhängung vorn und hinten, während ähnliche Fahrzeuge – wie z. B. VW Caddy, Opel Combo etc. – oft noch mit einer hinteren Starrachse ausgerüstet waren.

Modellreihe

Spanischer Renault Express (Phase 1)
Spanischer Renault Express (Phase 1)

Phase 1 wurde von 1984 bis 1992 gebaut. Dabei bot Renault erstmalig einen kleinen Transporter auch mit einem 1,6l-Dieselmotor (40 kW/54 PS) an, während die Benzinmotoren alte Bekannte aus dem Renault 5 waren. Erkennbar ist dieses Modell an den fast senkrecht stehenden Scheinwerfern.

Phase 2 wurde von 1992 bis 1996 gebaut. Die Motorenpalette änderte sich, da nun teilweise Maschinen vom Renault Clio übernommen wurde. Hinzu kam unter anderem, ein 1,9l-Dieselmotor mit 47 kW (64 PS). Erkennbar war dieses Modell am modernisierten Kühlergrill, der meist in grauem Kunststoff gehalten war.

Renault Rapid (Phase 3)
Renault Rapid (Phase 3)

Phase 3 wurde von 1996 bis zur Ablösung durch den Kangoo (1998) gebaut. Die größten Unterscheidungsmerkmale waren, dass die Materialien etwas hochwertiger aussahen, der Kühlergrill in Wagenfarbe daher kam sowie die leicht geänderten Rückleuchten. Gegen Aufpreis war für dieses Modell auch ein Airbag verfügbar. Nicht nur die Sicherheitsaustattung wurde aufgewertet, auch die Komfortausstattung z. B. durch eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung.

Wissenswertes

In Spanien war der Renault Rapid auch als „Coche del Panadero“ (span.: Bäckerwagen) bekannt, da in ländlichen Ortschaften die Bäcker ihre Waren mit ähnlichen Fahrzeugen auslieferten. Handwerker schätzten ihn als nahezu unverzichtbar.

Am 1. Januar 2006 waren in Deutschland laut Kraftfahrt-Bundesamt rund 19.000 Rapid zugelassen.

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