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Rengetsweiler
Stadt Meßkirch |
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| Koordinaten: | 47° 58′ N, 9° 11′ O |
| Höhe: | 650 m ü. NN |
| Fläche: | 5,08 km² |
| Einwohner: | 410 (2004) |
| Eingemeindung: | 1. Jan. 1975 |
| Postleitzahl: | 88605 |
| Vorwahl: | 07578 |
Das Dorf Rengetsweiler ist ein Teilort der Stadt Meßkirch und liegt etwa sieben Kilometer südöstlich der Kernstadt im Landkreis Sigmaringen (Baden-Württemberg).
Inhaltsverzeichnis |
Die erste Erwähnung von Rengetsweiler findet sich im Jahr 1256. Damals übertrug Rudolf von Reischach ein bisher zur Herrschaft Trochtelfingen gehörendes, im Eigentum des Grafen Rudolf von Tübingen liegendes Lehen. Der Ort lag ursprünglich im Bereich der Goldineshuntare, dann im Gau Ratoldesbuch und später in der Grafschaft Sigmaringen. Im 13. Jahrhundert erhält das Kloster Wald mehrfach Besitz im Ort, 1366 schenkt Ulrich von Homburg den Groß- und den Kleinzehnten an das Kloster. Obwohl es die Walder Klosterfrauen über Jahrhunderte versuchten, erlangten sie in Rengetsweiler als einzigem Dorf in der Umgebung nie die Oberhoheit. Ortsherr war zu Beginn des 14. Jahrhunderts Österreich, dann Württemberg, Werdenberg und schließlich 1535 die Grafschaft Hohenzollern. Später ging der Besitz auf Hohenzollern-Sigmaringen über. Die Inhaber der Grafenrechte wechselten mit den Inhabern der Grafschaft Sigmaringen. Bis 1828 gehörte das Dorf zum fürstlichen Oberamt Sigmaringen, dann zum fürstlichen und seit 1850 als Teil der Hohenzollernsche Lande bis 1862 zum preußischen Oberamt Wald, seitdem zum Oberamt und Kreis Sigmaringen. Besitz und Rechte hatten im Ort im 13. Jahrhundert Herren von Nenzingen, Herren von Reischach und Pfalzgrafen von Tübingen.
In geteiltem Schild oben in Gold ein doppelreihig rot-silbern geschachter Schrägbalken, unten in Rot ein stehender Hirsch.
In Rengetsweiler hatte das Kloster Wald seit dem 13. Jahrhundert Grundbesitz und seit 1366 Zehntrechte. Darauf deutet der Zisterzienserbalken, der hier nicht, wie es dem Ordenswappen entspräche, auf schwarzem Grund erscheinen kann, weil Schwarz nicht neben Rot zu stehen kommen darf. Die Lage im Bereich der einstigen Grafschaft Sigmaringen wird durch den goldenen Hirsch in rotem Feld ausgedrückt.
Das Wappen war der Vorschlag des Staatsarchivs Sigmaringen vom Jahre 1952. Die Verleihung erfolgte am 16. Dezember 1952 durch das Innenministerium Württemberg-Hohenzollern (IM: Nr. IV 31/Rengetsweiler-Sigmaringen/2 vom 30. Januar 1953).[1]