Als Residenz bezeichnet man einen fürstlichen oder königlichen Regierungssitz.
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Unter einer Residenz (lat. Residentia / residere, sich setzen, niederlassen, wohnen, englisch: Residence, französisch: Résidence) versteht man in der Regel den festen Wohnsitz eines weltlichen oder kirchlichen Fürsten oder sonstigen Adligen (im Gegensatz zu einer Pfalz) oder gar dem verwaltungsmäßigen Regierungssitz.
Das Residenzgebäude wird auch mit dem Schloss und dem Palast gleich gesetzt. Folglich die Begrifflichkeit Residenzschloss.
Als pars pro toto steht der Begriff Residenz auch für die Stadt, in der sich dieser Herrschersitz befindet - also für die Residenzstadt.
Der repräsentative Wohnsitz eines Botschafters wird ebenfalls Residenz genannt. Heutzutage ist der Begriff auch gebräuchlich in Verbindung mit luxuriösen Wohnsitzen für gehobene Ansprüche. Eine Seniorenresidenz z. B. ist eine hotelähnliche Unterkunft mit höchstem Komfort für (wohlhabenden) Senioren (Euphemismus für Altenheim). Eine Strandresidenz und eine Jagdresidenz z.B. ist ein Luxus-Hotel (*****) oder eine exklusive Ferienwohnungsanlage (F*****) mit unmittelbarem Strandzugang oder in einem Jagdgebiet. Der Sommersitz von Fürsten wurde häufig Sommerresidenz genannt. Verwendung findet der Begriff auch im Orchesterwesen (Residenzorchester).
Eine Residenzstadt bezeichnete den Sitz eines adeligen Herrschers. Der Begriff leitet sich von Residenz ab, dem Sitz des geistigen oder weltlichen Herrschers. In der klassischen Residenzstadt des Mittelalters und der Neuzeit wurde auf Kosten des restlichen Adelsbesitzes das geistige und ökonomische Potenzial des Herrschaftsbereiches in der Residenzstadt geballt. Auch ist oftmals die Architektur ehemaliger Residenzstädte durch ihre Funktion als repräsentativer Wohnsitz des Herrschers geprägt. Ein klassisches Beispiel für eine Residenzstadt war das München der Wittelsbacher, dass sich zum Zentrum ganz Bayerns entwickelte und in dem die Münchner Residenz das Zentrum von Politik, Gesellschaft und Kultur bildete.
In späterer Zeit entwickelten sich aus geplanten Herrschaftssitzen wie Mannheim (Quadratestadt) oder Karlsruhe (Fächerstadt) heraus eigene Städte. Oftmals werden heute Gebäude der ehemaligen Residenzen als öffentliche Einrichtungen genutzt, so etwa in Mannheim das Schloss als Universität oder sein Pendant in Karlsruhe das Badisches Landesmuseum.
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