Respiratory-Syncytial-Virus

human RSV
RSV, EM.
RSV, EM.
Systematik
Reich: Viren
Baltimore K. ((-)ssRNA-Viren) (V)
Ordnung: Mononegavirales
Familie: Paramyxoviridae
Gattung: Pneumovirus
Art: Humanes Respiratorisches Synzytial-Virus
Wissenschaftlicher Name
Human respiratory syncytial virus

Der Begriff Humanes Respiratorisches Synzytial-Virus (human. RSV, Typ A und B) bzw. englisch Human Respiratory-Syncitial-Virus bezeichnet ein umhülltes Virus mit einzelsträngiger Minus-RNA aus der Gruppe der Paramyxoviren.

Inhaltsverzeichnis

Übertragung und Erkrankungsformen

Es wird meistens über Tröpfcheninfektion übertragen und verursacht Symptome im oberen Respirationstrakt: Schnupfen (Rhinitis, Erkältung), Husten, Bronchitis, Mittelohrentzündung.

Außer beim Menschen gibt es tierpathogene Stämme. Die Infektion von Kälbern mit bovinen RSV hat einen ähnlichen Verlauf wie beim Kleinkind und wird aus diesem Grunde zu Modelluntersuchungen zur Entwicklung von Impfstoffen und Therapeutika genutzt.

Eine Erkrankung erzeugt keine andauernde Immunität, es kann lebenslang zu Re-Infektionen kommen, die bei gesunden Menschen milde verlaufen.

Komplikationen

Die Infektion kann einen akuten Verlauf haben. In solchen schweren Fällen kann intensivmedizinische Überwachung notwendig sein.

Behandlung

Zur Therapie eignet sich dann evtl. das Virostatikum Ribavirin, dessen Wirkung in Placebo-Studien jedoch nicht belegt werden konnte.

Diagnostik

Man kann das Virus mittels immunologischer Testverfahren (ELISA) nachweisen.

Vorbeugung

Für immungeschwächte Menschen mit hohem Risiko besteht die Möglichkeit einer passiven Immunisierung, die (aus Kostengründen) nur speziellen Risikofällen vorbehalten ist. Diese erzeugt auch lediglich eine Wirkungsdauer von ca. einem Monat.

Weblinks

Quelle:
Artikel Respiratory-Syncytial-Virus aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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