Als Ressource [rəˈsʊrsə] (frz. la ressource [ʀəˈsuʀs], „Hilfsmittel, Hilfsquelle“, von lat. resurgere, „hervorquellen“) wird im Allgemeinen ein Mittel bezeichnet, das benötigt wird, um eine bestimmte Aufgabe zu lösen. Meist werden darunter Betriebsmittel, Geldmittel, Boden, Rohstoffe, Energie oder Personen verstanden. Ihre Zuteilung wird Ressourcenallokation genannt.
Üblich ist die französische Schreibweise, "Ressource", und eine daran angelehnte Aussprache. Die englische Variante "Resource" ist nach deutscher Rechtschreibung falsch, wird aber im Computerumfeld teilweise verwendet.
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Unter Energieressourcen speziell versteht man die Gesamtheit aller auf der Erde verfügbaren Primärenergieträger, unabhängig davon, ob und in welchem Umfang sie mit heute absehbaren technischen und finanziellen Mitteln genutzt werden können. Ressourcen mit begrenztem Energiegehalt nennt man erschöpflich, Ressourcen, denen sich über einen relevanten Zeitraum unbegrenzt Energie entnehmen lässt, nennt man unerschöpflich oder erneuerbar. Bei ersteren lässt sich der Energiegehalt zahlenmäßig in Joule angeben. Häufig verwendet man auch ein Vielfaches einer sogenannten Steinkohleeinheit angegeben. Bei unerschöpflichen Energieträgern ist der Energiegehalt praktisch unendlich groß. Man kann Ressourcen auch in nutzbare und nicht nutzbare Ressourcen einteilen. Nutzbare erschöpfliche Ressourcen werden auch als Reserven, nutzbare unerschöpfliche Ressourcen auch als Energiepotentiale bezeichnet. Nur ein Bruchteil der Ressourcen erlaubt die Extraktion von Primärenergie mit vertretbarem technischem und finanziellem Aufwand. Der Rest ist entweder mit den heute absehbaren technischen Möglichkeiten nicht nutzbar oder die Gewinnungskosten liegen heute über den marktüblichen Preisen für andere Primärenergieträger. Die Grenze ist jedoch fließend und kann den nutzbaren Bereich für einzelne Primärenergieträger durch technische Innovationen und Preisänderungen am Markt dramatisch erhöhen.
In der Volkswirtschaftslehre werden als Ressourcen typischerweise Arbeit, Boden, Umwelt und Kapital als Produktionsfaktoren, je nach Analyseziel aber auch nach Land oder andere Produktivkräfte betrachtet, zum Beispiel natürliche Produktionsfaktoren (Rohstoffe) oder auch gesellschaftliche, wie Ausbildung oder Forschung.
In einem engeren Sinn bezeichnen die Ressourcen die auf der Erde vorhandenen Rohstoffe und Energieträger. Dabei wird zwischen Reserven und Ressourcen unterschieden. Die Reserven sind die bekannten, mit heutiger Technik wirtschaftlich abbaubaren Vorkommen. Die Ressourcen sind die mit zukünftiger Technik vermutlich abbaubaren Vorkommen, unabhängig von der Wirtschaftlichkeit.
Die Soziologie benennt neben den oben beschriebenen ökonomischen Ressourcen auch kulturelle Ressourcen, die den sozialen Status eines Akteurs in einer gegebenen Gesellschaft beeinflussen.
Der Ressourcen-Begriff tritt auch in der Informatik in unterschiedlichen Bedeutungen auf:
RFC 2396 definiert eine Ressource ganz allgemein als etwas, das (irgend)eine Identität besitzt. Das kann irgendetwas sein, dem eine Adresse zugeordnet werden kann. Noch allgemeiner kann es sich dabei auch um eine beliebige Informations- oder Dienstleistungsquelle handeln.
Ressourcen sind innere Potentiale eines Menschen und betreffen z.B. Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse, Geschicke, Erfahrungen, Talente, Neigungen und Stärken, die oftmals gar nicht bewusst sind. Innerhalb einer Psychotherapie können diese Kraftquellen genutzt werden um den Heilungsprozess zu fördern. Die Therapie kann insgesamt ressourcenorientiert angelegt sein oder ganz gezielt bestimmte Ressourcen hervorheben und festigen. Eine Methode hierfür ist das sogenannte „Ankern“, ein Begriff aus der Hypnotherapie, der auch in verschiedenen anderen Formen der Psychotherapie verwendet wird, beispielsweise dem EMDR
Beispiel: Zum Ankern erinnert der Mensch eine positive Situation (im EMDR : „point of power“ genannt), die mit besonders reichhaltigen Ressourcen angefüllt ist. Um einen guten Zugang zu bekommen, ist es nötig, die dazugehörigen Sinneseindrücke wahrzunehmen, z. B. bildhafte Erinnerungen, Gerüche, Geräuschkulissen, Stimmungslagen oder Körperwahrnehmungen. Diese besonders gute Stimmungslage (also die Ressource) soll mit dem Ankern auf eine Situation übertragen werden, die bisher als unangenehm, ängstigend oder bedrohlich empfunden wird.
Fachlich ausgedrückt ist dies eine Methode, mit der bewusst eine dauerhafte „Reiz-Reaktions-Kopplung“ herbeigeführt wird (siehe hierzu auch Kognitive Verhaltenstherapie und operante Konditionierung). Das bedeutet, dass z. B. die unangenehme Situation eines Zahnarztbesuches (das ist oftmals ein angstauslösender „Reiz“) mit einer Ressource verknüpft wird. Dies könnte dann zu dem entlastenden Ergebnis führen, dass der Mensch sich als Reaktion stark genug und dem gewachsen fühlt, also mit einer Sicherheit statt einem Angstgefühl zum Zahnarzt gehen kann.
| Wiktionary: Ressource – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |