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Gemeiner Rhabarber (Rheum rhabarbarum)
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
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| L. |
Rhabarber (Rheum) ist eine Gattung in der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae).
Inhaltsverzeichnis |
Alle Rheum-Arten sind mehrjährige krautige Pflanzen. Alle Arten haben ein dickes, unterirdisches Rhizom, aus dem nach der Ruheperiode die großen Blätter mit ihren langen, fleischigen Blattstängeln (Petiolen) herauswachsen. Die Einzelblüten sind klein, von weißlich-grüner Farbe und bilden eine oder mehrere zentrale, aufrechte Blütenstände, welche die Blattrosette deutlich überragen.
Es gibt 60 Arten in der Gattung Rheum: Vom Menschen genutzte Arten (Auswahl):
Weitere Arten (Auswahl):
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Die Arten haben ihre Areale in gemäßigten bis subtropischen Gebieten Asiens.
Wildformen des Gemeinen Rhabarber kommen in Zentralasien (Mongolei) vor. Der Gemeine Rhabarber wird als Nutzpflanze heute auf allen besiedelten Kontinenten in geeigneten Klimazonen angebaut. Andere Arten wurden aufgrund ihres medizinischen Gebrauchs oder als Zierpflanzen vom Menschen verbreitet.
Rhabarber zieht feuchten Boden vor und wächst teilweise beschattet. In Gebieten mit kalten Wintern sterben die Blätter nach der Blütezeit in Spätsommer oder Herbst ab, und die Pflanze überdauert im Rhizom. In warmen Gebieten ist Rhabarber eine Winterpflanze, die den Sommer als Rhizom dormant ist.
Rhabarber kann auf eine lange Tradition als Heilpflanze zurückblicken. Seit 4000 Jahren wird der Chinesische Rhabarber (Rheum officinale) in China als Arznei verwendet. Die Ärzte im Arabien und im Persien der Frühzeit machten vom Arznei-Rhabarber (Rheum palmatum) häufig Gebrauch.
Der Gemeine Rhabarber (Rheum rhabarbarum), der Rhabarber, der als Gemüse im Garten angebaut wird, ist eine verhältnismäßig junge Kulturform, die seit dem 18. Jahrhundert gezüchtet wurde. Er wurde erst mit dem Aufkommen preiswerten Zuckers zum verbreiteten Nahrungsmittel.
Die in der Wurzel enthaltenen Gerbstoffe werden auf ihre Eignung als alternative Gerbemittel als natürliche, umweltschonende Alternative zu beispielsweise giftigem Chromverbindungen hin untersucht.
Die zu Brei zerkleinerten Wurzelteile können als natürliches Haarfärbemittel können ähnlich Henna verwendet werden. Es bewirkt eine Rotfärbung.
Als Pflanzenschutzmittel kann ein Rhabarbersud dienen, durch den Läuse vertrieben werden.
Die Blätter aller Rhabarber enthalten Oxalsäure; zu gesundheitlichen Bedenken siehe unter Gemeiner Rhabarber.
Wurzeln und Stängel enthalten weiterhin Anthrachinone wie Emodin und Rhein. Beide wirken schleimlösend und abführend. Ihre gelbe bzw. orange Farbe färbt den Urin. Außerdem lassen sich Haare mit diesen Anthrachinonen tönen.
| Commons: Rhabarber (Gattung) – Bilder, Videos und Audiodateien |