| Rhein-Main-Bahn | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Kursbuchstrecke: | 651 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckennummer: | 3530 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 77,7 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Rhein-Main-Bahn (auch Main-Rhein-Bahn), ist eine Eisenbahnstrecke von Mainz über Darmstadt nach Aschaffenburg.
Inhaltsverzeichnis |
Die Strecke wird als Kursbuchstrecke 651 bedient und hat im Rhein-Main-Verkehrsverbund die Liniennummern 75 (Mainz–Darmstadt) und 63 (Darmstadt–Aschaffenburg). Die verkehrenden Züge werden jedoch in der Regel von Wiesbaden bis Aschaffenburg durchgebunden, d.H. ein Umstieg ist in Darmstadt Hbf nicht notwendig.
Beginnend in Mainz überquert die Strecke gegenüber der Main-Mündung bei der Mainspitze den Rhein und biegt hinter Bischofsheim nach Südosten Richtung Groß-Gerau ab. Daran anschließend verläuft sie in östlicher Richtung nach Darmstadt und erreicht dort aus nördlicher Richtung den Hauptbahnhof. Personenzüge von Mainz nach Aschaffenburg, die in Darmstadt Hauptbahnhof halten, müssen dort die Fahrtrichtung wechseln. Allerdings führen durchgehende Streckengleise, die der Güterverkehr nutzt, quer zum Gleisvorfeld des Darmstädter Hauptbahnhofs an diesem vorbei direkt nach Darmstadt-Kranichstein. Nachdem Dieburg durchquert wurde, verläuft die Strecke in nordöstlicher Richtung über Babenhausen und überquert zwischen Stockstadt und Mainaschaff den Main. So kommt sie schließlich in Aschaffenburg an. Die Strecke ist durchgehend zweigleisig und elektrifiziert.
Die Rhein-Main-Bahn wurde von der privaten Hessische Ludwigsbahn-Gesellschaft mit Sitz in Mainz seit 1856 geplant und schließlich erbaut und betrieben. Sie trat in Konkurrenz zu der nordmainischen Verbindung zwischen Rhein, Aschaffenburg und dem dortigen Anschluss an die dortige bayerische Ludwigs-West-Bahn, die von der Taunusbahn und der Frankfurt-Hanauer Eisenbahn hergestellt wurde. Im Gegensatz zu dieser bot sie einen ungebrochenen Verkehr, während Taunusbahn und Frankfurt-Hanauer Eisenbahn in der Anfangszeit in zwei unterschiedlichen Bahnhöfen in Frankfurt am Main endeten, die (noch) keine Schienenverbindung hatten. Nachteil der Rhein-Main-Bahn war, dass sie für die Rheinüberquerung nach Mainz zunächst auf ein Trajekt angewiesen war.
Die Rhein-Main-Bahn nahm am 1. August 1858 ihren Betrieb auf. Zunächst wurde der Verkehr zwischen Gustavsburg und Darmstadt für den Güterverkehr freigegeben. Wenig später fuhren auch die ersten Personenzüge. Die Strecke wurde von Anfang an zweigleisig errichtet. In den ersten Jahrzehnten ihres Bestehens trug sie den Namen Ludwigsbahn nach Großherzog Ludwig III. von Hessen-Darmstadt.
Bei der Bildung der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemeinschaft 1897 wurde auch die Hessische Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft und damit die Rhein-Main-Bahn einbezogen und verstaatlicht.
Die Strecke wird seit 1960 elektrisch betrieben.
Die Strecke ist für den Ferngüterverkehr, der auf ihr den Knoten Frankfurt am Main umfährt, wichtig. Sie verbindet linke und rechte Rheinstrecke in Richtung Osten mit der Main-Spessart-Bahn aber auch in Richtung Norden über Hanau mit der Kinzigtalbahn, der Bahnstrecke Friedberg-Hanau und der Main-Weser-Bahn. Die Verbindung wird auch von Autoreisezügen und gelegentlich für Militär- und Atommülltransporte genutzt.
Auf der Strecke zwischen Mainz Hbf und Darmstadt Hbf fährt stündlich eine Regionalbahn. In den Hauptverkehrszeiten, werktags zwischen 6 bis 8, sowie 16 bis 18 Uhr, fahren zwei Züge pro Stunde. Diese zusätzlichen Züge (insg. sechs pro Tag) halten auch in Mainz-Gustavsburg, ansonsten kein Haltepunkt der Regionalbahn.
Zwischen Darmstadt und Aschaffenburg verkehren die Züge werktäglich im Stundentakt, in der Hauptverkehrszeit halbstündlich und am Wochenende zweistündlich.
Die Strecke verlässt hinter Babenhausen das RMV-Tarifgebiet und tritt in das der Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain ein. Es besteht ein Übergangstarif.
Als Regionalbahn verkehren Wendezüge, meist bespannt mit nur 3 n-Wagen und Lokomotiven der Baureihe 143. Nur die Verstärkerzüge im Berufsverkehr werden in der Regel mit 4 n-Wagen bedient.
Die Streckenabschnitte Wiesbaden-Mainz-Darmstadt und Darmstadt-Aschaffenburg sollten in das S-Bahn-Netz integriert werden, jedoch aufgrund der konventionellen Bahnsteighöhen Triebwagen der Baureihe ET 425 einzusetzen, gleichzeitig auch den Takt zu verdichten. Während der Landkreis Darmstadt-Dieburg hinter diesem Plan stand, wehrt sich die Deutsche Bahn AG dagegen, da die Strecke in erster Linie von Güterzügen genutzt wird und langsame Güterzüge sich mit einem dichteren Taktfahrplan nicht vertragen.
Wird eine höhere Taktung möglich, so sollte in diesem Zuge auch die Frequenz der Zugfolge auf der Dreieichbahn zwischen Ober-Roden und Dieburg erhöht werden.
Auf Grund der Kürzung der Regionalisierungsmittel ist damit aber nicht mehr zu rechnen.
Der Schienenpersonennahverkehr der Strecke wurde vom RMV für den Zeitraum ab Dezember 2008 für 10 Fahrplanjahre ausgeschrieben. Die Ausschreibung hat DB Regio gewonnen, die die Strecke künftig mit dreiteiligen Doppelstockzügen betreiben will. Welche Triebfahrzeuge dafür eingesetzt werden sollen, steht noch nicht endgültig fest, wahrscheinlich wird es aber bei den Reichsbahn-Loks der Baureihe 143 bleiben.
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