Das Rheometer ist ein Messgerät zur Ermittlung des Verformungs- und Fließverhalten von Materie (siehe Rheologie). Umgangssprachlich wird zwar auch der Begriff Viskosimeter verwendet, wobei dieser Ausdruck jedoch eher auf die Geräte beschränkt werden sollte, die auch im entsprechenden Artikel angeführt werden.
Die hochpreisigen Rheometer unterscheiden sich vom niedrigpreisigen Rotationsviskosimeter im Wesentlichen durch die Möglichkeit, in einem oszillierenden Modus, bei welchem die Probe einer sinus-förmigen Belastung unterworfen wird, nicht nur die "klassischen" rheologischen Daten bestimmen zu können, sondern darüber hinaus gehend auch die Kenngrößen viskoelastischer Proben. In den meisten Fällen der rheologischen Praxis reichen jedoch die rotierenden Geräte aus.
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Wie bei den Rotationsviskosimetern existieren auch bei den Rheometern zwei wesentliche Bauweisen des Messsystems:
Gerade bei Rheometern kommt jedoch die Platte/Kegel-Bauweise bevorzugt zum Einsatz, da aufgrund der geringen Probenmenge Temperaturprogramme sehr effizient durchgeführt werden können.
Da die Steuerung des Rheometers und die Aufzeichnung der Daten über eigene Software durchgeführt wird, sind unterschiedlichste (mathematisch-physikalische) Auswertungen möglich.
Rheometer werden teilweise in der Qualitätssicherung eingesetzt, primär jedoch in der Produkt-Entwicklung und in der Forschung. So können zum Beispiel Aushärtevorgänge von reaktiven Klebstoffsystemen untersucht werden. Auch genauere Betrachtungen zu etwas komplexeren Effekten wie der Thixotropie sind mittels eines Rheometers möglich.
Auf den Seiten der Hersteller von Rheometern finden sich auch weiterführende Informationen bezüglich Rheologie: