| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Regierungsbezirk: | Dresden | |
| Landkreis: | Riesa-Großenhain | |
| Koordinaten: | 51° 18′ N, 13° 18′ O | |
| Höhe: | 109 m ü. NN | |
| Fläche: | 58,70 km² | |
| Einwohner: | 36.140 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 616 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 01587, 01589, 01591, 01594 | |
| Vorwahl: | 03525 | |
| Kfz-Kennzeichen: | RG (veraltet: RIE und GRH) | |
| Gemeindeschlüssel: | 14 2 85 250 | |
| Stadtgliederung: | 16 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 1, 01589 Riesa |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Gerti Töpfer | |
Die Stadt Riesa befindet sich in der Mitte Sachsens, etwa auf halber Strecke zwischen Dresden und Leipzig. Sie ist die größte Stadt im Landkreis Riesa-Großenhain.
Inhaltsverzeichnis |
Angrenzende Gemeinden sind Hirschstein, Nünchritz, Stauchitz, Zeithain und die Stadt Strehla im Landkreis Riesa-Großenhain sowie Liebschützberg im Landkreis Torgau-Oschatz.
Zu Riesa gehören die Ortsteile Altriesa, Böhlen, Canitz, Göhlis, Gostewitz, Gröba, Jahnishausen, Leutewitz, Mautitz, Mergendorf, Merzdorf, Neugröba, Neuweida, Nickritz, Oelsitz, Pausitz, Pausitzer Delle, Pochra, Poppitz, Schwarzroda und Weida.
Einst kam ein Riese auf seiner Wanderschaft an das Ufer der Elbe. Bevor er den Fluss überschritt, machte er eine kurze Rast. Er spürte in seinen Stiefeln ein Drücken, welches von den auf der langen Wanderschaft angesammelten Sandkörnchen und kleinen Steinchen herrührte. Er setzte sich ans Ufer, zog stöhnend seinen Stiefel aus und drehte ihn um. Heraus kam ein großer Hügel, auf dem die ersten Häuser von Riesa erbaut wurden. So erklären die Riesaer den Namen ihrer Stadt. Aber eigentlich leitet sich Riesa aus Rizowe her. Dieser Name taucht in einer Urkunde aus dem Jahr 1119 auf, in der der Bischof von Naumburg das älteste Kloster der Mark Meisen weihte. Er benutzte für die Kennzeichnung des Ortes den Namen der kleinen slawischen Siedlung in unmittelbaren Nähe des Klosters im Mündungsbereich der Jahna in die Elbe. Rizowe bedeutet soviel wie Geländeeinschnitt, was frei als Ort an der Flußmündung übersetzt wird. Der Ortsname Riesa trat erstmals 1451 auf. Der Riese gilt als Stadtmaskottchen und krönt das Riesaer Stadtwappen. Der Riesaer Riese wird alljährlich an verdienstvolle Bürger der Stadt verliehen. Am letzten Augustwochenende eines jeden Jahres, wenn die Riesaer ihr Riesenfest feiern, kann man ihm leibhaftig begegnen.
In kaiserzeitlicher und völkerwanderungszeitlicher Zeit ist in der Gegend um Riesa ein elbgermanischer Gau eines namenlosen Kleinstammes nachgewiesen. Dieser Gau stand wahrscheinlich in loser Abhängigkeit zu den weiter westlich liegenden thüringischen Stammesgebieten, was sich in den archäologischen Funden widerspiegelt. Im 7. Jahrhundert setzt eine slawische Besiedlung ein. Riesa wurde im Jahr 1119 erstmals urkundlich in einer Urkunde des Papstes Kalixt II. als Kloster „Rezoa“ erwähnt. Dies ist die lateinische Form des slawischen Wortes „Riesowe“ – „Ort am Fluss“. Der Ort wurde von Bischof Dietrich von Naumburg gegründet. Im Jahr 1623 wurde den Marktflecken Riesa das Stadtrecht verliehen verbunden mit dem Recht, zweimal im Jahr Märkte abhalten zu können. In der Stadt wurde 1820 erstmals eine Poststation errichtet. Als 1839 der erste Zug über die neue Elbbrücke fuhr, begann eine schnelle wirtschaftliche Entwicklung. Der Güterumschlag vom Schiff auf die Schiene brachte der Gemeinde bedeutende Einnahmen. Mit dem Eisenhammerwerk wurde 1843 der Grundstein für die Ansiedlung bedeutender Industrien gelegt. Im Jahr 1848 erschien mit dem „Elbe-Blatt“ die erste Wochenzeitung, aus der sich später das „Riesaer Tageblatt“ entwickelte, welches bis zum 23. April 1945 erschien und seit 1991 wieder publiziert wird. Mit der 1878 fertiggestellten Stahlgitterbrücke entstand eine Straßenverbindung über die Elbe. 1888 wurde der Binnenhafen fertiggestellt. Schon 1912 wurde zwischen Riesa und Lauchhammer die erste Hochspannungsleitung der Welt für 110 kV gebaut. Von 1952 bis 1990 war Riesa Kreisstadt im Bezirk Dresden. Seit 1994 ist Riesa Große Kreisstadt im Freistaat Sachsen.
Gröba und Weida (1923), Merzdorf (1925), Pausitz und Poppitz (1950), Mergendorf (1961), Pochra und Canitz mit Schwarzroda (1974), Nickritz mit Oelsitz, Jahnishausen mit Böhlen und Gostewitz sowie Mautitz (1994), Leutewitz (1996).
Mit der industriellen Revolution konnte Riesa vor allem seit Beginn des 20. Jahrhunderts zur Stadt heranwachsen. 1952 wurde Riesa Kreisstadt. Nach der Wende 1989/90 sank die Einwohnerzahl Riesas – wie in den meisten anderen mittelgroßen Städten Ostdeutschlands – rapide. Vor allem die Schließung des Stahlwerks und der damit verbundene Anstieg der Arbeitslosigkeit führte dazu, dass die Einwohnerzahl von fast 52.000 Einwohnern (1981) auf heute nur noch knapp 38.000 Einwohner gefallen ist.
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):
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1575 bis 1960
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1981 bis 2001
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2002 bis 2006
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1: Stand 29. Oktober
2: Stand 31. August
3: Stand 30. Juni
4: Stand 30. November
Zusammensetzung des Stadtrates 2004 - 2009
Oberbürgermeisterin ist Gerti Töpfer (CDU).
Die große Kreisstadt Riesa war zu DDR-Zeiten eine klassische Industriestadt. Insbesondere das Stahlwerk, mit über 13000 Beschäftigten das größte metallurgische Kombinat der DDR, prägte das Gesicht der Stadt. Die Wende 1989/90 führte zum Zusammenbruch der alten Industrien und einer starken Einwohnerabwanderung aus Riesa. Durch die Zusammenarbeit mit einem schwäbischen Teigwarenhersteller konnte die brauchtumsreiche Riesaer Nudelherstellung weitergeführt werden. Seit Mitte der 1990er Jahre bekämpft die Stadt die sich verbreitende Teilnahmslosigkeit mit einem durchaus außergewöhnlichen Entwurf: Durch die Ansiedlung einer großen Turn- und Aufführungshalle, der "erdgas arena", erlangte Riesa überregionale Bedeutung durch die aufsehenerregende Veranstaltung von spitzenhaften Wettkämpfen von Randsportarten, so etwa der Sumō-Weltmeisterschaft 1999. Die Anzahl der dadurch geschaffenen Arbeitsplätze ist zwar gering, doch der Eindruckwechsel von der Stahl- zur Sportstadt scheint nach innen und außen zu klappen. Vorläufiger Höhepunkt dieser Entwicklung war die Beteiligung Riesas an der Olympia-2012-Kampagne Leipzigs.
Riesa liegt verkehrstechnisch günstig an den Eisenbahnfernstrecken Leipzig-Dresden und Berlin-Chemnitz. Es bestehen ICE-Verbindungen nach Düsseldorf, Köln und Frankfurt am Main und stündlich nach Dresden und Leipzig. Auf der Strecke von Chemnitz nach Berlin verkehrt noch ein Zugpaar der Vogtlandbahn. Außerdem besitzt Riesa einen Binnenhafen der Elbe, einen Flugplatz sowie einen Anschluss an die nahe Bundesautobahn 14. Entlang der Elbe durch die Stadt führt der Elberadweg.
In Riesa befinden sich fünf Grundschulen, davon die Trinitatisschule in freier Trägerschaft. Darüber hinaus gibt es zwei Mittelschulen und zwei Gymnasien. Das Werner-Heisenberg-Gymnasium ist Nachfolger der mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Spezialschule „Friedrich Engels“. Gegenwärtig werden umfangreiche Baumaßnahmen zur Umsetzung des Schulkonzeptes insbesondere für Mittelschulen und Gymnasien durchgeführt.
Zudem hat Riesa eine Berufsakademie, die ein Studium mit Diplomabschluss in sieben verschiedenen Fächern ermöglicht.
Des Weiteren gibt es die private "MARie Management Akademie Riesa". Diese biete die kombinierten privat-staatlichen Studiengänge "Medien-, Sport- und Eventmanagement" sowie "Sportjournalismus, Sportmanagement" an. Nach zwei jährigem Studium in Riesa, erlangen die Studenten im dritten Studienjahr an der Hochschule Mittweida den staatlich anerkannten Bachelor-Abschluss. Zur Zeit sind 68 Studenten, verteilt über zwei Studienjahre, an der MARie.
Mit dem VFUP Riesa e.V. hat Riesa einen bekannten Forschungsdienstleister auf den Gebieten Rohrherstellung, Umformtechnik und Weiterbildung für Industriemitarbeiter.
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| Wikinews: Riesa – Nachrichten |
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