Das Rif (auch Er Rif) ist eine zum Atlasgebirge in Nordafrika gehörende Gebirgskette von etwa 350 Kilometern Länge in Marokko, die direkt am Mittelmeer liegt.
Es bildet den afrikanischen Vorsprung zur Straße von Gibraltar gegenüber dem Vorsprung auf der Iberischen Halbinsel. Südlich wird es von den Gebirgsketten Mittlerer Atlas und Tellatlas abgelöst.
Es ist nicht sehr stark besiedelt, allerdings befinden sich die Städte Tanger mit etwa 620.000 Einwohnern (2004) nahezu direkt an der Küste zur Straße von Gibraltar und Tétouan mit etwa 320.000 Einwohnern (2004) auch nördlich am Fuß der Gebirgskette. Ein großer Teil der Bevölkerung sind berberische Rifkabylen.
Der höchste Gipfel des Rif liegt 2.456 Meter über dem Meeresspiegel.
1912 fiel der Nordhang des Gebirges unter spanisches Protektorat, doch konnten die Spanier ihren Einfluss nur entlang der Mittelmeerküste ausbauen, 1921-26 errichtete stattdessen Abd el-Krim die unabhängige Rif-Republik, siehe Republik Marokko.