Als Risikotyp (Name) bezeichnen Ökologen und Umweltforscher potentielle Katastrophen bei gleichzeitiger Berechnung der Vorkommen und der Folgen.
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Zur Bewertung globaler Umweltrisiken werden in der internationalen Gremien-Arbeit verschiedene Risikotypen unterschieden:
Namensgebend sind Personen und Wesen aus der Griechischen Mythologie. Mit dieser Typisierung werden unterschiedliche mögliche Schadenshöhen, deren Eintrittswahrscheinlicheit und die Wahrnehmung von Risiken in der Öffentlichkeit in Kategorien geordnet.
Die Risikotypen im Einzelnen:
Unter mehreren Risikotypen beschreibt der namens "Kassandra" Gefahren, bei denen eine lange Zeitspanne zwischen der Verursachung und dem Eintritt eines schweren Schadens liegt. (Der Name bezieht sich auf die antike Seherin Kassandra, die immer richtig voraussah, der aber nie jemand glaubte.)
Bei diesem Risikotyp wird empfohlen, dass durch kollektive Selbstverpflichtung und Förderung langfristig angelegter globaler Institutionen die Verantwortung der Staaten bzw. der Gesellschaften für zukünftige Generationen gestärkt wird. Hierzu zählt auch die Information der Öffentlichkeit über die Folgen des Nichthandelns.
Klassisches Beispiel ist der Klimawandel.
Der Risikotyp "Zyklop" bedeutet im Eintrittsfall einen gigantischen, verheerenden Schaden. Jedem ist klar: wenn es zu einem Schaden komme, werde der gewaltig sein. Jedoch ist der Eintritt dieses Ereignisses in seiner Wahrscheinlichkeit nicht bekannt oder einschätzbar.
Die Kombination also von "Hoher Schaden im Eintrittsfall" und "unbekannte Wahrscheinlichkeit" macht den Typ "Zyklop" aus.
Ein Beispiel könnten Erdbeben sein oder große Überschwemmungen.
Der Risikotyp "Pythia" bedeutet, weder das Ausmaß eines Schadens, noch dessen Wahrscheinlichkeit einschätzen zu können. Die Kombination also von "Unbekannter Schaden im Eintrittsfall" und "unbekannte Wahrscheinlichkeit" macht den Typ "Pythia" aus.
Ein Beispiel hierfür ist das Auftreten von BSE.
Pythia war in der griechischen Mythologie die Hohepriesterin des Orakels von Delphi.
Der Risikotyp „Damokles“ bedeutet im Eintrittsfall einen gigantischen, verheerenden Schaden. Jedem ist klar: wenn es zu einem Schaden komme, werde der gewaltig sein. Jedoch ist der Eintritt dieses Ereignisses in seiner Wahrscheinlichkeit nur als sehr gering einschätzbar.
Die Kombination also von "Hoher Schaden im Eintrittsfall" und "geringste Wahrscheinlichkeit" macht den Typ "Damokles" aus.
Ein Beispiel könnte der Bruch eines Staudammes sein oder die Kernschmelze in einem Atomkraftwerk (Katastrophe von Tschernobyl).
Benannt ist dieser Risikotyp nach dem antiken Damokles, über dessen Kopf an einem sehr dünnen Faden ein Schwert hing.
Der Risikotyp der "Büchse der Pandora" ist gekennzeichnet durch eine lange Einwirkung von Stoffen oder Dingen, die sich nicht mehr rückgängig machen lassen, deren langfristige Auswirkungen jedoch nicht in Gänze bekannt sind oder eingeschätzt werden können.
Beispiele hierfür sind der Eintrag chemischer Gifte in die Umwelt.
Der Risikotyp der "Medusa" ist gekennzeichnet durch Mehrdeutigkeit und Uneinigkeit. Während Fachleute ein Risiko verneinen und abwinken, ängstigen sich Teile der Öffentlichkeit, und es besteht ein hohes Mobilisierungs-Potential, zum Beispiel über die Medien.
Ein Beispiel hierfür sind elektromagnetische Felder in der Umwelt: die Diskussion über den Elektrosmog.