Unter der Rotation versteht man in der Mathematik eine bestimmte Funktion eines Vektorfeldes. Interpretiert man dieses Feld als Strömungsfeld, so gibt die Rotation für jeden Ort an, wie schnell und um welche Achse ein mitschwimmender Körper rotieren würde. Dieser Zusammenhang ist namensgebend, im Allgemeinen muss jedoch keine Rotation im Sinne einer Drehbewegung im Spiel sein.
Hier einige praktische Beispiele:
Die Rotation lässt sich formal als Ableitungsoperator interpretieren, und gehört zusammen mit den anderen Ableitungsoperatoren Gradient und Divergenz der Vektoranalysis an, einem Untergebiet der mehrdimensionalen Analysis.
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Die Rotation eines dreidimensionalen Vektorfeldes
ist wiederum ein dreidimensionales Vektorfeld. Es wird geschrieben als

wobei
der Nabla-Operator und rot das Funktionssymbol der Rotation ist. Das Kreuz bezeichnet dabei formal ein Kreuzprodukt, so dass die Rotation in kartesischen Koordinaten folgendermaßen definiert ist

Alternativ lässt sich die Rotation auch als formale Determinante formulieren

In Kugelkoordinaten mit
lautet die Rotation:
![\operatorname{rot}\vec F =
\begin{pmatrix}
\frac{1}{r \sin \theta} \left[ \frac{\partial}{\partial \theta} \left( F_\phi \sin \theta \right) - \frac{\partial F_\theta}{\partial \phi } \right] \\
\frac{1}{r \sin \theta}\frac{\partial F_r}{\partial \phi} - \frac{1}{r}\frac{\partial}{\partial r} \left( r F_\phi \right) \\
\frac{1}{r} \left[ \frac{\partial}{\partial r} \left( r F_\theta \right) - \frac{\partial F_r}{\partial \theta} \right]
\end{pmatrix}](/wikipedia.images/J/12a8cfd9b974003dd3012b8d31323990.png)
In Zylinderkoordinaten mit
:
![\operatorname{rot}\vec F =
\begin{pmatrix}
\frac 1 r \frac {\partial F_z}{\partial \varphi} - \frac{\partial F_\varphi}{\partial z} \\
\frac{\partial F_r}{\partial z} - \frac{\partial F_z}{\partial r} \\
\frac 1 r \left[ \frac \partial {\partial r} \left( r \cdot F_\varphi \right) - \frac{\partial F_r}{\partial \varphi} \right]
\end{pmatrix}](/wikipedia.images/J/7895e81a8b795dfc23dd8a5afc28f1d9.png)
Die Rotation eines Vektorfeldes ist ein Feld von Pseudovektoren. Das bedeutet, dass die Rotation eines Vektorfeldes beim Wechsel von einem linkshändigen Koordinatensystem zu einem rechtshändigen das Vorzeichen wechselt. Analog ist die Rotation eines Pseudovektorfeldes ein Vektorfeld.
Ein Vektorfeld, dessen Rotation überall null ist, nennt man wirbelfrei.
Ein Vektorfeld kann als Tensorfeld 1. Stufe aufgefasst werden. Durch die Einsteinsche Summenkonvention und mit dem Levi-Civita-Symbol lässt sich die Rotation eines Vektorfeldes wie folgt schreiben:

Die Verallgemeinerung auf Tensoren
beliebiger Stufe ist dann offensichtlich:

Für alle Konstanten
, skalaren Felder
sowie Vektorfelder
und
gilt:
Linearität


Regeln (Differentialformen)


Weitere Produktregeln


Eine wichtige Rolle in der Vektoranalysis spielt die Rotation beim Satz von Stokes. Dieser erlaubt die Umwandlung eines Oberflächenintegrals in ein Kurvenintegral:

Die Rotation in allgemein orthogonalen Koordinaten:
mit 