Als Rucola (auch Rukola oder Ruccola [aus dem englischen Sprachraum] Arugula) werden verschiedene Pflanzenarten aus der Familie der Kreuzblütengewächse gehandelt. Rucola wird hauptsächlich als Salatpflanze angebaut. Im deutschsprachigen Raum ursprünglich als Rauke bekannt, aber in Vergessenheit geraten, wurden die Pflanzen unter ihrem italienischen Namen wieder populär.
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Unter Rucola werden im Wesentlichen zwei, teilweise auch drei Arten aus zwei verschiedenen Gattungen verstanden:
Die Senfrauke ist schon seit dem Altertum als Nutzpflanze bekannt. Sie wurde schon von den Römern gegessen und galt sogar als Potenzmittel. Der Doppelsame stammt ebenfalls aus dem Mittelmeerraum. Im Gegensatz zur Senfrauke ist er jedoch besser an die klimatischen Verhältnisse in Mitteleuropa angepasst und kommt auch häufig wild vor.
Bis zur Wiederentdeckung unter dem hierzulande bis dato recht unbekannten Namen führte Rucola eher ein Schattendasein unter den Salaten. Wegen seines bitteren Geschmacks war er nicht sonderlich beliebt. Erst der Trend zu internationaler und insbesondere mediterraner Küche führte zu seiner derzeitigen Bekanntheit und allgemeinen Verfügbarkeit.
Rucola liebt einen sandig-lehmigen Boden in sonniger Lage. Eine gute Wasserversorgung ist erforderlich, Staunässe darf allerdings nicht entstehen. Ein feuchter, lockerer Boden hält der Rauke die Erdflöhe fern, die bei trockener Witterung vorkommen. Rucola kann im Freiland von Anfang April - Anfang September in Reihen ausgesät werden. Der Reihenabstand sollte ca. 15 cm betragen. Die Samen werden in ein Zentimeter tiefe Rillen gelegt, abgedeckt und gut angegossen. Im Gewächshaus ist Rucola gut als Nachkultur geeignet. Vorzugsweise die jungen Blätter als Salat verwenden, ältere Blätter schmecken sehr intensiv, sogar fast scharf, die zum würzen wie Kräuter verwenden. Vor der Blüte ernten, da die Blätter danach bitter schmecken.
Für die Nutzung als Salat werden die grundständigen Blätter vor Austrieb des Stängels geerntet.
Wegen ihres intensiven, an Kresse und Walnüsse erinnernden Geschmacks wird Rucola meist nur als Würzmittel Salaten zugemischt. Rucola findet als würzender Zusatz aber auch zahlreiche andere Verwendungen, z.B. in Nudelgerichten, Risotto, Suppen, Ragouts und Pesto.
Die Beimischung dieser Pflanzen in grünen Salat ist besonders typisch für die Toskana; hierher stammt auch die Bezeichnung "Rucola" (in anderen Regionen Italiens wird sie auch anders bezeichnet, z.B. "Ruchetta" oder "Rughetta"). Rucola verleiht dem Salat einen würzigen Geschmack.
Rucola hat einen hohen Gehalt an Senfölen. Bestimmend für den aromatischen Geschmack ist ähnlich wie bei Rettich und Kresse auch der Gehalt an Isothiocyanaten.
Ähnlich wie Spinat oder Blattsalate kann Rucola unter bestimmen Umständen (u.a. bei unsachgemäßer Düngung) Nitrate in besonderem Maße anreichern, wie Proben des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ergeben haben. Daher ist es empfehlenswert, Rucola nicht regelmäßig in größeren Mengen zu verzehren.