Sänfte

Sänfte, Japan 1867, Aufnahme von Felice Beato
Sänfte, Japan 1867, Aufnahme von Felice Beato
Sänfte 1893
Sänfte 1893

Eine Sänfte ist ein von Menschen oder Lasttieren getragenes Gestell für die Beförderung von Personen oder den Transport von Lasten.

Sänften dienten seit der menschlichen Frühzeit zur Beförderung von Würdenträgern oder Personen mit Gehschwierigkeiten. Seit dem 17. Jahrhundert waren auch öffentliche Sänften als Vorläufer der heutigen Taxen in Gebrauch. Diese so genannten Portechaisen wurden ab 1617 in Paris und ab 1688 in Berlin eingesetzt. In Berlin waren zunächst die Hugenotten als Sänftenträger privilegiert. Das Leipziger Regiment und das Berliner Reglement von 1688 für Sänftenträger waren die ersten gesetzlichen Regelungen des ÖPNV überhaupt.

In Wien gab es um 1781 bereits 100 öffentliche Tragsessel. Obwohl zu dieser Zeit auch schon in Konkurrenz zu den Fiakern stehend, stellte der letzte Betrieb dort erst 1888 das Geschäft ein. Im Vorteil waren Sänften lange auf Grund der schlechten Straßenverhältnisse; erst als sich diese besserten, begannen Kutschen eine ernsthafte Konkurrenz zu werden.

Spezielle Sänften

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Informationen über Sänften in Berlin anno 1688

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