| S-Bahn Salzburg | |
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| Verkehrsverbund | SVV (Salzburger Verkehrsverbund) |
| Linien | 4 |
| Gesamtlänge | etwa 93 km |
| Fernbahnhöfe | 2 |
| Haltepunkte | 51 |
| Bewohner im Einzugsbereich | etwa 300.000 |
| Höchste Taktdichte | viertelstündlich |
| Fahrzeuge | Rh 4023, 4024 (ÖBB)
SGP Triebwagen (SLB) |
| Stromsysteme | 15 kV 16,7 Hz (ÖBB)
1000 V GS (SLB) |
Die S-Bahn Salzburg ist ein großes Nahverkehrsprojekt im Großraum Salzburg, der Euregio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein. Ihr S-Bahn-Netz ist seit 2004 teilweise in Betrieb und soll bis 2010 den vorläufigen Endausbau erreicht haben.
Inhaltsverzeichnis |
Das Streckennetz umfasst 4 Linien und wird von zwei Betreibern befahren: Die Linien S1 und S11 werden von der Salzburger Lokalbahn (SLB), die Linien S2 und S3 von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) betrieben.
Derzeit endet die Linie S2 am Salzburger Hauptbahnhof, da der Westast (Salzburg–Freilassing) noch nicht vollständig für den S-Bahnbetrieb ausgebaut ist – um die für den 15-Minuten-Takt nötige Kapazität zu gewährleisten, muss die Strecke erst dreigleisig ausgebaut werden. Mit den Bauarbeiten wurde im Frühjahr 2005 begonnen, die Eisenbahnbrücke über die Salzach wird neu gebaut. Mit dem Bau der ersten Haltestelle des Westastes (Salzburg-Taxham) wurde ebenfalls im Frühjahr 2005 begonnen, diese wichtige Station wurde im Juni 2006 in Betrieb genommen und erschließt mit dem Europark das größte Einkaufszentrum Westösterreichs ebenso wie das Privatgymnasium der Herz-Jesu-Missionare, das EM-Stadion Salzburg und eine große Anzahl von Haushalten. Vorerst verkehrt die S3 im Stundentakt auf diesem Streckenabschnitt.
Im Herbst 2005 wurde auch mit dem Bau der Stationen Salzburg-Mülln und Salzburg-Aiglhof begonnen, wodurch der dichtest besiedelte Stadtteil Salzburgs einen attraktiven Anschluss erhält. Auch die Salzburger Medizinische Universität (PMU) und das LKH Salzburg werden damit an das neue Nahverkehrssystem angeschlossen, ebenso das weithin bekannte Salzburger Bräustübl.
Die Züge verkehren auf den Linien S1, S2 und S3 im 30-Minuten-Grundtakt. Die Linie S11, eine periphere Abzweigung der Linie S1, wird im Stundentakt befahren.
Allerdings weist die S1 im Gegensatz zu S2 und S3 eine von der Regel stark abweichende Symmetrieminute auf, wodurch die Umsteigezeiten in der einen Richtung 13 Minuten länger sind als in der anderen. Dies widerspricht dem Grundgedanken des integralen Taktfahrplans.
Zwischen den Stationen Salzburg Hbf und Freilassing werden nach Fertigstellung der Bauarbeiten die Züge der Linie S2 und S3 so aufeinander abgestimmt, dass ein 15-Minuten-Takt entsteht.
An den Endpunkten der S-Bahnlinien S2 und S3 werden derzeit einige Züge als Regionalzüge weitergeführt.
Die von den ÖBB betriebenen Linien S2 und S3 werden mit 11 dreiteiligen Elektrotriebwagen vom Typ Talent (ÖBB Reihe 4023) betrieben. Diese ähnelt der vierteiligen Reihe 4024, die bei der Wiener S-Bahn zum Einsatz kommt. Es werden auch 4024er eingesetzt, zumeist bei den Bahnverbindungen der S3, die über Freilassing hinaus nach Bad Reichenhall und Berchtesgaden weiterfahren.
Die von den SLB betriebenen Linien S1 und S11 werden mit 18 zweiteiligen Gleichstromtriebwagen der SGP bzw. deren Nachfolger betrieben.
Die gesamte S-Bahn Salzburg ist in das Tarifsystem des Salzburger Verkehrsverbund (SVV) integriert. Im Stadtgebiet von Salzburg kann die S-Bahn mit einer normalen Tageskarte oder einem Einzelfahrschein (wie der Stadtbus) benützt werden.
Über eine Weiterführung der S2 bis Traunstein wird nachgedacht. Wie sich das Gesamtprojekt langfristig entwickeln wird, ist aber vorerst noch nicht abzusehen, die angestrebte Austragung der Olympischen Winterspiele 2014 in Salzburg hätte dem Projekt aber einen weiteren entscheidenden Investitionsschub bringen können.
Der nächste wichtige Meilenstein ist ein Totalumbau des Hauptbahnhofes Salzburg mit Schaffung von mehreren zusätzlichen Durchgangsgleisen für den übergeordneten Fernverkehr und einem eigenen S-Bahn-Bahnsteig sowie mehr Übersichtlichkeit und verbesserten Serviceeinrichtungen. Durch diese Maßnahmen soll die Attraktivität des Hauptbahnhofes dieser (Weltkulturerbe-)Stadt erhöht werden.
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