| Senderlogo | |
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| Allgemeine Informationen | |
| Empfang: | analog terrestrisch, Kabel, Satellit & DAB |
| Länder: | Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, angrenzende Gebiete (UKW) |
| Eigentümer: | {{{EG}}} |
| Sendeanstalt: | Südwestrundfunk |
| Geschäftsführer: | {{{GE}}} |
| Programmchef: | {{{PC}}} |
| Intendant: | Peter Boudgoust |
| Sendebeginn: | 1. Januar 1991 (als S2 Kultur) 30. August 1998 (als SWR2) |
| Sendeende: | {{{END}}} |
| Rechtsform: | Öffentlich-rechtlich |
| Programmtyp: | {{{PT}}} |
| Adresse | |
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SWR2 |
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| Liste der Hörfunksender | |
SWR2 ist als zweites Hörfunkprogramm des Südwestrundfunks dessen Kulturwelle. Es entstand 1998 als Nachfolger von S2 Kultur, das in Kooperation zwischen SDR und SWF produziert wurde. Das offizielle Sendegebiet umfasst Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz; zu bestimmten Zeiten strahlt SWR2 auch separate Landesprogramme aus. Sitz von SWR2 ist das SWR-Funkhaus Baden-Baden.
Inhaltsverzeichnis |
Der Süddeutsche Rundfunk begann die Ausstrahlung seines zweiten Programms am 19. November 1950. Der SWF startete sein zweites Programm 1951. Das Besondere der beiden Programme war damals, dass sie - im Gegensatz zu den über Mittelwelle verbreiteten jeweiligen ersten Programmen - über UKW ausgestrahlt wurde. Das Programm bestand in der Anfangszeit vor allem aus zeitversetzten Wiederholungen von Sendungen der jeweiligen ersten Programme, und aus Konzertsendungen, vor allem ernster Musik. Das zweite Programm, wie sich die Sender damals nannten, war damals nur stundenweise "on air", zumeist in den Abendstunden.
Wenig später wurden auch die jeweiligen ersten Programme über UKW verbreitet. Während die ersten Programme ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Information und Unterhaltung boten, konzentrierten sich die zweiten Programme nun auf Minderheitensendungen und klassische Musik.
Fast von Beginn an kooperierten SDR 2 und SWF 2 eng miteinander. Häufig stellte ein Programm das jeweils andere durch, oder übernahm Sendungen des anderen zeitversetzt. Nur die Nachrichten wurde immer aus dem eigenen Haus übernommen. 1972 schloss sich das 1967 gegründete zweite Programm des Saarländischen Rundfunks dieser engen Kooperation an. Diese Arbeitsweise wurde bis 1990 beibehalten.
Im Gegensatz zur engen Zusammenarbeit beim zweiten Programm gab beim 1. Programm nur sehr wenig Kooperation zwischen SDR und SWF, und im späteren 3. Programm nur in der Anfangszeit.
Nachdem 1990 der erste Versuch einer Fusion zwischen SDR und SWF gescheitert war, wurde die Kooperation der zweiten Programme weiter vertieft. SWF 2 und SDR 2, wie die Programme mittlerweile hießen, fusionierten zum 1. Januar 1991 zum neuen Programm S2 Kultur. Auch im neuen Programm war jeweils eine Anstalt für bestimmte Sendestrecken verantwortlich, so dass es keine feste Gesamtzuständigkeit für S2 Kultur gab. Die Zusammenarbeit mit SR2 wurde aufgekündigt, was beim Saarländischen Rundfunk zu einiger Verärgerung führte, weswegen SR2 kurzfristig beschloss, ab 1991 mit hr2 zusammenzuarbeiten. Als Folge der Fusion verlor S2 Kultur auch mehrere wichtige UKW-Frequenzen. Diese Frequenzen fielen an die 1991 gestarteten Programme S4 Baden-Württemberg und SWF4 Rheinland-Pfalz, mit denen SDR und SWF dem Wunsch der Politik nachkamen, sich stärker an den Landesgrenzen zu orientieren.
Im Rahmen der im zweiten Anlauf 1998 umgesetzten Fusion wurde S2 Kultur zu SWR2. Im Gegensatz zum vorherigen Proporz und der Kooperation bekam das Programm nun feste Strukturen. Hierzu wurde der Posten einer SWR2-Programmchefin geschaffen, und die Redaktionen wurde in Baden-Baden zusammengeführt, lediglich die Landeskulturredaktionen blieben in Stuttgart und Mainz. Inhaltlich stand SWR2 jedoch in direkter Folge zum Vorgänger S2 Kultur. Das S2-Programmschema wurde - mit geringfügigen Änderungen - auf SWR2 übertragen wo es (abgesehen von weiteren kleinen Änderungen) bis 2006 Bestand hatte.
Der SWF und später der SWR (deutlich weniger jedoch der SDR) haben seit den 90er-Jahren ihre ersten und dritten Hörfunkprogramme immer stärker formatiert, weswegen viele Informationssendungen, Sendeplätze für Features oder Hörspiele ins zweite Programm verlagert wurden. Auch wurde Musikarten wie Jazz oder Blues von der U- zur E-Musik, und damit ins zweite Programm verlagert. Die Folge ist, die Programme SWR1, SWR3, SWR4 und DasDing heute meist nur ein sehr begrenztes Angebot an Musikvielfalt und Information bieten, während SWR2 ein vielfältiges Angebot verschiedenster Genres anbietet. Durch die Vergrößerung der Sendeformate auf SWR2 sinkt allerdings die Sendezeit, die den einzelnen Formaten dann zur Verfügung steht.
2007 fand auf SWR2 eine Programmreform statt, in der man sich vom noch von S2 Kultur geerbten Sendeschema verabschiedete. Proklamiert wurde die Programmreform damit, dass man ähnliche Sendeformate zusammenlegen wolle, um somit den Hörern die Orientierung im Programm zu erleichtern. Ob dies gelungen ist, kann jedoch bezweifelt werden.
SWR2 richtet sich an ein besonders bildungsnahes und -freudiges Publikum aus allen Altersgruppen. Dabei wird auf unterschiedliche Sendeformen zurückgegriffen: Magazin, Feature, Essay, Hörspiel, Lesung, Referat, Diskussionsrunde, u. a. Statt auf kurze Wortblöcke setzt SWR2 auf umfassende Ausführlichkeit.
Im Musikprogramm dominiert die sogenannte E-Musik, die ernste Musik. Darunter ist nicht nur klassische Musik, sondern auch Anspruchsvolles aus den Bereichen Pop, Chanson, Jazz, Welt- und Experimentalmusik zu verstehen.
Ein eigener RadioClub informiert über Programminhalte und ermöglicht ermäßigten Eintritt zu ausgewählten Veranstaltungen.
SWR2 ist in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz fast flächendeckend über UKW, DAB und Satellit (ADR und DVB-S) empfangbar. Im Nordwesten von Rheinland-Pfalz fehlen, im Vergleich zu den anderen SWR-Programmen, die UKW-Frequenzen an den Sendern Linz und Daun/Scharteberg. Dies ist Folge eines Frequenzmangels in dieser Region. Bei der Einführung seines vierten Hörfunkprogramms (heute SWR4) zog der damalige Südwestfunk die Massenwelle dem Kulturprogramm vor und schaltete auf die ehemaligen SWF2-Frequenzen ohne Ersatz das Programm SWF4 auf. In ähnlicher Art ging der damalige Süddeutsche Rundfunk am Standort Stuttgart vor, dort konnte aber eine ursprünglich für den Privatrundfunk vorgesehene, leistungsstarke Frequenz für SWR2 (bzw. damals: S2 Kultur) eingeklagt werden [1].