Saale

Dieser Artikel behandelt den Nebenfluss der Elbe, für den Nebenfluss des Mains siehe Fränkische Saale und den Nebenfluss der Leine siehe Saale (Leine).

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Saale
Saaletal bei Hof

Saaletal bei Hof

Daten
Lage In Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt
Länge 413 km
Quelle Bei Zell im Fichtelgebirge
Quellhöhe 728 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-QUELLE_fehlt
Mündung Bei Barby in die Elbe
Mündungshöhe 49,5 m ü. NNVorlage:Infobox Fluss/HÖHENBEZUG-MÜNDUNG fehlt
Höhenunterschied 679 m
Einzugsgebiet 24.100 km²
Abflussmenge 115 m³/s
Großstädte Jena, Halle (Saale)
Mittelstädte Hof (Saale), Saalfeld/Saale, Rudolstadt, Naumburg (Saale), Weißenfels, Merseburg, Bernburg (Saale)
Rechte Nebenflüsse Weiße Elster
Linke Nebenflüsse Ilm, Unstrut, Bode
Bekannte Brücken Alte Saalebrücke Jena-Burgau
Schiffbar Von der Mündung bis Halle-Trotha; für Europaschiffe bis Calbe
Lage der Saale
Lage der Saale
Saalequelle
Saalequelle
Saale in Saalfeld
Saale in Saalfeld
Saale bei Merseburg
Saale bei Merseburg

Die Saale ist ein Fluss in Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Mit 413 km ist sie nach der Moldau der zweitlängste Nebenfluss der Elbe. Mit einem mittleren Abfluss von 115 m³/s nimmt sie gemeinsam mit der Havel ebenfalls Platz zwei hinter der Moldau unter den wasserreichsten Nebenflüssen ein.

Inhaltsverzeichnis

Quelle

Die Saale entspringt an einem alten Bergwerksstollen am Nordwesthang des Waldsteins im Fichtelgebirge in Oberfranken in 707 m ü. NN. in der Nähe von Zell. An der aus rohen Granitblöcken geschichteten Mauer befindet sich eine Syenitplatte mit der Inschrift: „Quelle der Saale, gefaßt von den Städten Münchberg, Schwarzenbach, Hof, Weißenfels, Halle 1869“. Die Initiative zur ersten Quellfassung ging damals von der Stadt Münchberg aus, die in der Platte erwähnten Städte beteiligten sich an den Kosten. Das gesamte Areal ist ein geschütztes Naturdenkmal. Die Quelle ist Ausgangsort des 427 km langen „Radwanderwegs Saale“.

Name

Die Saale entspringt in Franken. Zur Unterscheidung von der kleineren Fränkischen Saale wird sie im bayrischen Teil offiziell Sächsische Saale genannt, obwohl sie nicht einen Kilometer durch das heutige Sachsen zurücklegt. Die Bezeichnungen Vogtländische Saale und Thüringische Saale sind weniger geläufig. Ihr slawischer Name ist "Solawa" welcher heute noch in der sorbischen Literatur Verwendung findet. Die Saaleregion zählte einst zum historisch ursprünglichen Siedlungsgebiet der Sorben.

Verlauf

Der Oberlauf der Saale zwischen Zell und Hof ist ziemlich gemächlich. Dann verläuft der Fluss quer durch das Thüringer Schiefergebirge und berührt Saalfeld/Saale, Rudolstadt und Jena.

An ihrem Mittellauf ist die Saale mehrfach angestaut, die größten Stauseen einer fünfstufigen Kaskade sind der Hohenwarte- und der Bleiloch-Stausee.

Der Unterlauf verläuft in einer flachen Landschaft durch die Städte Naumburg, Bad Dürrenberg, Merseburg, Halle (Saale), (südlich von Halle liegen die ökologisch wertvollen Saaleauen, im halleschen Stadtgebiet mehrere Inseln und Felsen am Ufer - Klausberge, Kröllwitzer Felsen, u. a. der Giebichenstein mit der gleichnamigen Burgruine). Unterhalb von Halle passiert die Saale die Steilufer der Brachwitzer Alpen, Wettin, die Rothenburger Porphyrfelsen und Bernburg.

Die Saale mündet bei Barby in die Elbe.

Stauseen an der Saale

Am Oberlauf der Saale liegen in dieser Reihenfolge folgende Stauseen:

Sie bilden die Saalekaskade, den zweitgrößten Verbund von Wasserkraftwerken in Deutschland.

Nebenflüsse

Orte entlang der Saale

Städte sind fett dargestellt

Zell – SparneckWeißdorf – Seulbitz – Förbau – Schwarzenbach an der Saale – Fattigau – OberkotzauHof – Brunnenthal – Joditz – Landesgrenze Bayern/Thüringen – Hirschberg – Sparnberg – Rudolphstein – BlankenbergBlankensteinHarra – Saaldorf – Saalburg – Poeritzsch – GräfenwarthBurgk – Walsburg – Ziegenrück – Neidenberga – HohenwarteEichichtKaulsdorf – Fischersdorf – Weischwitz – Reschwitz – BreternitzSaalfeld – Schwarza – VolkstedtRudolstadt – Catharinau – Kolkwitz – Weißen – Uhlstädt – Rückersdorf – Zeutsch – Niederkrossen – OrlamündeFreienorlaGroßeutersdorfKleineutersdorfKahlaGroßpürschütz – Jägersdorf – Rothenstein – Maua – LobedaJena – Zwätzen – Porstendorf – DornburgDorndorf-SteudnitzWichmarCamburg – Tümpling – Großheringen – Kleinheringen – Landesgrenze Thüringen/Sachsen-Anhalt – Stendorf – SaaleckBad KösenNaumburg – Schellsitz – Eulau – GoseckLeißling – Lobitzsch – Uichteritz – Markweben – Weißenfels – Dehlitz – Schkortleben – Kleinkorbetha – GroßkorbethaOebles-SchlechtewitzWengelsdorfBad Dürrenberg – Kröllwitz – Leuna – Trebnitz – Merseburg – Meuschau – Freiimfelde – Schkopau – Korbetha – Hohenweiden – Rockendorf – HollebenHalle – Kröllwitz – Lettin – Brachwitz – Schiepzig – Salzmünde – Pfützthal – Döblitz – Zaschwitz – WettinKloschwitz – Rumpin – Dobis – Friedeburg – Zickeritz – Rothenburg – Nelben – Gnölbzig – Trebnitz – AlslebenPoplitz – Großwirschleben – PlötzkauGrönaBernburg – Dröbe – NienburgWedlitz – Damaschke Plan – Wispitz – Calbe – Trabitz – Groß Rosenburg – Werkleitz


Sehenswürdigkeiten und Bauwerke

An der Saale mit ihrem Nebenfluss Unstrut liegt das Weinbaugebiet Saale-Unstrut.

Entlang des Flusses verläuft der Fernradweg Saale-Radweg. Vor allem im Ober- und Mittellauf ist der Radweg radtouristisch anspruchsvoll.

Mit ihren oft hoch aufragenden Hängen fließt die Saale an Schloss Burgk, der Heidecksburg, der Leuchtenburg, den Dornburger Schlössern, der Burg Saaleck, der Rudelsburg bei Bad Kösen, der Burg Schönburg, Schloss Goseck und dem Schloss Neu-Augustusburg in Weißenfels vorbei.

Bei Merseburg ist eine Brücke der Eisenbahn-Neubaustrecke Erfurt–Leipzig/Halle geplant. Die Saale-Elster-Talbrücke wird nach ihrer Fertigstellung im Jahr 2012 mit einer Länge von über acht Kilometern die längste Brücke Deutschlands sein. Ein ganz besonderes Baudenkmal ist auch die Fußgänger-Hängebrücke bei Klein- und Großeutersdorf, kurz vor Jena. Die sogenannte "Schaukelbrücke" (erbaut 1908) ist in ihrer Art einmalig in Europa.

Bedeutung als Verkehrsweg

Abschnittsweise ab der Unstrutmündung für kleine (Personen-)Schiffe, ist die Saale ab Halle-Trotha durchgehend schiffbar. Im Rahmen des Wasserstraßenausbaues Elbe/Saale wurde die Gesamtlänge durch Begradigungen in den Jahren 1933 bis 1942 von 427 km auf rund 413 km verkürzt. Der damals begonnene Bau des für die Fluss-Schifffahrt gedachten Elster-Saale-Kanals, der bis nach Leipzig führen sollte, wurde nie vollendet. Eine EU-Norm-gerechte Kanalisierung des Unterlaufs ist geplant (Saale-Kanal), stößt aber auf Widerstand durch Umweltschutzgruppen und wirtschaftlich denkende Menschen: Weder ließe sich diese Investition mit dem derzeitigen Güteraufkommen rechtfertigen noch sei der Ausbau verkehrstechnisch sinnvoll ohne einen Ausbau der vorgeschalteten Elbe.

Die Via Regia folgt streckenweise dem Lauf der Saale.

Zwischen Saalfeld und Naumburg spielt das Tal der Saale als Verkehrsader eine wichtige Rolle. Hier verlaufen beispielsweise die Bundesstraße 88 und die Eisenbahnstrecke „Saalbahn“.

Brücken über die Saale

Im schiffbaren Abschnitt der Saale nördlich von Halle befinden sich nur einige Brücken:


Siehe auch

Literatur

  • Ernst-Otto Luthardt, Reinhard Feldrapp: An der Saale. Vom Fichtelgebirge durch Thüringen bis zur Elbe. Würzburg 1990. ISBN 3-8035-1335-9
  • Wolf Thieme, Markus Altmann (Fotos): Mitten ins Herz. Sie entspringt in Bayern, durchquert Thüringen und fließt in Sachsen-Anhalt in die Elbe – die Saale ist ein Fluss, der alles verbindet. Und jedem Spaß macht: dem Sportler, dem Kulturfreund, dem Faulenzer. In: stern Nr. 26 (22.6.2006), S. 84-89. (Online-Version)

Weblinks

Commons
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