| Landesflagge | Landeswappen |
|---|---|
![]() |
![]() |
| Basisdaten | |
| Hauptstadt | Saarbrücken |
| Fläche | 2.568,70 km² (13.) |
| Einwohner | 1.043.167 (15.) (31. Dezember 2006) |
| Bevölkerungsdichte | 406 Einwohner je km² (5.) |
| Landeshymne | Saarlandlied |
| Schulden | 7.705 € pro Einwohner (Ende 2005) |
| Schulden gesamt | 7,4 Mrd. € (2004) |
| ISO 3166-2 | DE-SL |
| Offizielle Website: | www.saarland.de |
| Politik | |
| Ministerpräsident | Peter Müller (CDU) |
| Regierende Partei | CDU |
| Sitzverteilung im Landtag (51 Sitze): |
CDU 27 SPD 18 Bündnis 90/Die Grünen 3 FDP 3 |
| Letzte Wahl | 5. September 2004 |
| Nächste Wahl | 2009 |
| Parlamentarische Vertretung | |
| Stimmen im Bundesrat: | 3 |
| Karte | |
Das Saarland ist ein Bundesland (offiziell: Land) im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland. Angrenzend liegen das Bundesland Rheinland-Pfalz sowie die Staaten Frankreich und Luxemburg. Zusammen mit der französischen Region Lothringen (Lorraine), dem Großherzogtum Luxemburg, dem Bundesland Rheinland-Pfalz und der belgischen Region Wallonien bildet das Saarland die Großregion Saar-Lor-Lux.
Inhaltsverzeichnis |
Das Saarland liegt im Südwesten der Bundesrepublik Deutschland. Es erstreckt sich über Teile des Hunsrücks mit dem Schwarzwälder Hochwald, des Lothringischen Schichtstufenlandes und des Saar-Nahe-Berglandes. Außerdem dringen die Ausläufer des Pfälzerwaldes weit in das Land ein. Weitere wichtige Gebiete sind der Bliesgau und der Saargau mit ihren fruchtbaren Kalksteinböden.
Die höchste Erhebung ist der Dollberg (695,4 m), nördlich von Nonnweiler; zweithöchster ist der Schimmelkopf (694,8 m) im Schwarzwälder Hochwald. Die jedoch bedeutendste Erhebung ist der Schaumberg, der „Hausberg des Saarlandes“. Er ist mit seinen 569 m zwar relativ niedrig, ragt aber allein aus einer eher flachen Umgebung heraus. Dadurch ist er auch aus recht großer Entfernung gut in der Landschaft zu erkennen.
Ein Drittel der Fläche des Saarlandes ist mit sommergrünem Mischwald bedeckt. Damit hat das Saarland gemeinsam mit Hessen und Baden-Württemberg die prozentual größte Waldfläche Deutschlands. Darüber hinaus nimmt hier der Laubwald im Vergleich zu allen anderen Bundesländern den größten Anteil der Gesamtwaldfläche ein.
Der längste Fluss ist die Saar, die ihren Mittel- und Unterlauf im Saarland hat und dem Land den Namen verliehen hat. Weitere wichtige Flüsse sind Mosel, Blies, Prims, Nied und Nahe. Das Klima ist gemäßigt ozeanisch. Die jährliche Niederschlagsmenge liegt im Durchschnitt bei 800 Millimetern. Das Saarland gehört zudem zu den wärmsten Regionen Deutschlands.
Die Verfassung des Saarlandes wurde am 16. September 1947 verabschiedet. Laut Verfassung ist das Saarland eine freiheitliche Demokratie und ein sozialer Rechtsstaat in der Bundesrepublik Deutschland. Wie in allen westlichen Verfassungen üblich sind die staatlichen Gewalten getrennt in Legislative, Exekutive und Judikative. Alle Macht geht vom Volke aus.
Siehe auch: Verfassung des Saarlandes
Mit der Landtagswahl am 5. September 1999 fand an der Saar ein Regierungswechsel statt. Die SPD-geführte Regierung wurde durch die CDU abgelöst, die die absolute Mehrheit mit 26 Sitzen erringen konnte.
Seit der letzten Landtagswahl vom 5. September 2004 sind wieder Bündnis 90/Die Grünen (5,6% der Stimmen, 3 Sitze im Landesparlament) und die FDP/DPS (5,2%, ebenfalls 3 Sitze) im saarländischen Landtag vertreten. Die CDU (47,5%) konnte ihren Vorsprung um einen Sitz ausbauen, die SPD (30,8) verlor sieben Sitze. Diesen Einbruch werfen Wahlforscher zum Großteil dem ehemaligen Ministerpräsidenten Oskar Lafontaine vor. Die Union profitierte auch von dem damals immer schlechter werdenden Bundestrend der Sozialdemokraten. Die NPD scheiterte mit nur 4% an der 5%-Klausel und zog nicht in den Landtag ein. Die Wahlbeteiligung lag bei lediglich 55%. Auf kommunaler Ebene konnten die Freien Wähler in Kreis- und Gemeinderäte einziehen. Traditionell ist die CDU stärkste Kraft im Land. Vor dem Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutschland war das Parlament stets mit einer Mehrheit der CVP besetzt. Siehe auch Landtagswahlen im Saarland
Die Landesregierung setzt sich nach Artikel 86 der Verfassung aus dem Ministerpräsidenten, den Ministern und Staatssekretären zusammen. Erst im Jahre 2001 wurden Staatssekretäre auch zu Regierungsmitgliedern. Der Ministerpräsident wird mit der Mehrheit der gesetzlichen Mitgliederzahl vom Landtag gewählt. Die Wahl ist gültig für die gesamte Legislaturperiode. Er ernennt und entlässt mit Zustimmung des Landtages die Minister. Die Zahl der weiteren Mitglieder der Landesregierung darf jedoch ein Drittel der Zahl der Minister nicht übersteigen. Der Ministerpräsident sitzt der Landesregierung vor und leitet ihre Geschäfte. Das Land wird beim Bund durch einen Bevollmächtigten vertreten.
Saarländische Landesregierung:
Siehe auch: Liste saarländischer Ministerpräsidenten
Die Wahlen zum Landtag des Saarlandes finden alle fünf Jahre statt. In jeder Legislaturperiode sind 51 Sitze zu besetzen. Derzeit hat die CDU die absolute Mehrheit der Mandate.
| Landtagswahlen im Saarland 1947–2004 | ||||||||||
| Jahr | CDU | SPD | FDP/DPS | Grüne | CVP | SPS | DPS | KP | DDU | Sonstige |
| 1947 | - | - | - | - | 51,2 % | 32,8 % | 7,6 % | 8,4 % | - | - |
| 1952 | - | - | - | - | 54,7 % | 32,4 % | - | 9,5 % | - | 3,4 % |
| 1955 | 25,4 % | 14,3 % | - | - | 21,8 % | 5,8 % | 24,2 % | 6,8 % | 0,9 % | 1,0 % |
| 1960 | 36,6 % | 30,0 % | - | - | 11,4 % | - | 13,6 % | - | 5,0 % | 3,4 % |
| 1965 | 42,7 % | 40,7 % | 8,3 % | - | 5,2 % | - | - | - | - | 3,1 % |
| 1970 | 47,8 % | 40,8 % | 4,4 % | - | - | - | - | - | - | 7,0 % |
| 1975 | 49,1 % | 41,8 % | 7,4 % | - | - | - | - | - | - | 1,7 % |
| 1980 | 44,0 % | 45,4 % | 6,9 % | 2,9 % | - | - | - | - | - | 0,8 % |
| 1985 | 37,3 % | 49,2 % | 10,0 % | 2,5 % | - | - | - | - | - | 1,0 % |
| 1990 | 33,4 % | 54,4 % | 5,6 % | 2,6 % | - | - | - | - | - | 4,0 % |
| 1994 | 38,6 % | 49,4 % | 2,1 % | 5,5 % | - | - | - | - | - | 4,5 % |
| 1999 | 45,5 % | 44,4 % | 2,6 % | 3,2 % | - | - | - | - | - | 4,3 % |
| 2004 | 47,5 % | 30,8 % | 5,2 % | 5,6 % | - | - | - | - | - | 10,9 % |
Siehe auch: Wahlen im Saarland
Ministerpräsidenten des autonomen Gebietes, später des Bundeslandes Saarland:
Der saarländische Verfassungsgerichtshof besteht aus acht Mitgliedern, die mit Zweidrittelmehrheit vom Landtag gewählt werden. Seinen Sitz hat er in Saarbrücken.
Gesetzesvorlagen werden vom Ministerpräsidenten namens der Landesregierung, von einem Mitglied des Landtages oder einer Fraktion eingebracht. Verfassungsändernde Gesetze bedürfen der Zustimmung von zwei Dritteln der Mitglieder des Landtages. Die Verfassung kann jedoch nur durch ein Gesetz geändert werden, das ihren Wortlaut ausdrücklich ändert oder ergänzt. Außerdem darf die Änderung den Grundsätzen des demokratischen und sozialen Rechtsstaates nicht widersprechen. Bei Unstimmigkeiten entscheidet der Verfassungsgerichtshof.
Volksbegehren können darauf gerichtet werden, Gesetze zu erlassen, zu ändern oder aufzuheben. Ein Volksbegehren ist nur auf Gebieten zulässig, die der Gesetzgebung des Landes unterliegen. Über finanzwirksame Gesetze, insbesondere Gesetze über Abgaben, Besoldung, Staatsleistungen und den Staatshaushalt, finden Volksbegehren generell nicht statt.
Dem Volksbegehren muss ein ausgearbeiteter und mit Gründen versehener Gesetzentwurf zugrunde liegen. Es ist einzuleiten, wenn fünftausend Stimmberechtigte es beantragen. Das Volksbegehren ist zustande gekommen, wenn es von mindestens einem Fünftel der Stimmberechtigten unterstützt wird. Über Zulässigkeit und Zustandekommen des Volksbegehrens entscheidet die Landesregierung. Gegen ihre Entscheidungen kann der Verfassungsgerichtshof angerufen werden. Das Volksbegehren muss dann unverzüglich dem Landtag unterbreitet werden.
Entspricht der Landtag binnen drei Monaten dem Volksbegehren nicht, so ist innerhalb von weiteren drei Monaten ein Volksentscheid herbeizuführen. Der dem Volk zur Entscheidung vorgelegte Gesetzentwurf ist mit einer Stellungnahme der Landesregierung zu begleiten, die bündig und sachlich sowohl die Begründung der Antragsteller wie die Auffassung der Landesregierung über den Gegenstand darlegt. Der Landtag kann einen eigenen Gesetzentwurf dem Volk zur Entscheidung mit vorlegen. Das Gesetz ist durch Volksentscheid beschlossen, wenn ihm mehr als die Hälfte der Stimmberechtigten zustimmt. Über ein Volksbegehren, das auf Änderung der Verfassung gerichtet ist, findet ein Volksentscheid nicht statt.
Die Hoheitszeichen des Saarlandes sind geregelt durch das Saarländisches Hoheitszeichengesetz (SHzG) vom 7. November 2001 (Gesetz Nr. 1483, Amtsblatt des Saarlandes, 18. März 2002, S. 566–576). Sie existieren in dieser Form jedoch bereits seit den Gesetzen über das Wappen und die Flagge des Saarlandes (Gesetze Nr. 508 und 509) vom 9. Juli 1956 (Amtsbl. S. 1213).
Das Landeswappen des Saarlandes besteht aus einem gevierten Halbrundschild, der die Schildbilder der Landesherren zur Zeit des alten Deutschen Reiches zeigt: im linken Obereck in blauem von neun silbernen Fußspitzkreuzen bestreuten Feld einen goldgekrönten, goldbewehrten und rotgezungten silbernen doppelschwänzigen Löwen (Grafschaft Nassau-Saarbrücken), im rechten Obereck in silbernem Feld ein rotes geschliffenes Kreuz (Kurfürstentum Trier), im linken Untereck in goldenem Feld einen roten Schrägbalken, belegt mit drei silbernen gestümmelten Adlern (Herzogtum Lothringen), und im rechten Untereck in schwarzem Feld einen rotgekrönten, rotbewehrten und rotgezungten goldenen Löwen (Wittelsbacher Herzogtum Pfalz-Zweibrücken). (Richtungsangaben vom Standpunkt des Schildhalters aus gesehen.)
Das Landeswappen darf nur von Landesbehörden und berechtigten Personen geführt werden. Privatpersonen können ihre Verbundenheit mit dem Saarland durch das Saarland-Symbol (stilisiertes abgewandeltes Landeswappen eingebettet in die stilisierte Saarschleife, Bekanntmachung vom 21. Januar 1998, Amtsbl. S. 290) zum Ausdruck bringen.
Gelegentlich ist (insbesondere als Auto-Aufkleber) auch ein ganz anderes Wappen anzutreffen: das Sarre-Wappen aus der Zeit von 1947 bis 1956.[1] Es ist angelehnt an die damalige Saarland-Flagge (vgl. Abschnitt „Geschichte“).
Die Landesflagge des Saarlandes besteht aus der Bundesflagge, darauf in der Mitte, in den schwarzen und den goldfarbenen Streifen übergreifend, das Landeswappen, die rechte Seite (aus Sicht des Betrachters die linke Seite) zum Mast gewendet (Hissflagge). Sie kann auch als Bannerflagge ausgeführt sein, dann sind die Streifen senkrecht angeordnet, das Wappen steht aufrecht, die rechte Seite (aus Sicht des Betrachters die linke Seite) zum schwarzen Streifen hin gewendet.
Nach dem Beitritt des Saarlandes zur Bundesrepublik Deutschland wurde diese Kombination als Landesflagge gewählt, um demonstrativ auf die Zugehörigkeit des Saarlandes zu Deutschland hinzuweisen. Obwohl die Flagge das Landeswappen enthält, darf die Landesflagge von jedem Landesbürger verwendet werden (im Gegensatz zu anderen Landesflaggen mit Wappen wie etwa Berlin oder Baden-Württemberg).
Zu Zeiten der Unabhängigkeit nach dem Zweiten Weltkrieg bestand die Flagge des Saargebiets aus einem silbernen (weißen) skandinavischen Kreuz, der Untergrund zum Mast hin blau, zur anderen Seite hin rot (also die Farben Frankreichs auf Nachdruck desselben).
Der größte Ballungsraum im Saarland sind die Achsen Dillingen–Saarbrücken und Saarbrücken–Neunkirchen/Saar; sie werden im Schulunterricht wegen ihrer Form gelegentlich auch unter dem Begriff der Lyoner-Achse, abgeleitet von einer geschmacklichen Vorliebe der Saarländer für eine bestimmte Wurstsorte, zusammengefasst. Die Bevölkerungsdichte ist im Norden, Südwesten und Westen des Landes geringer. Im Saarland werden vor allem rhein- und moselfränkische Mundarten gesprochen (siehe: Saarländischer Dialekt). Die in anderen Teilen Deutschlands teilweise weitverbreitete Meinung, alle Saarländer könnten fließend Französisch sprechen oder wären sogar Muttersprachler, trifft keinesfalls zu; von zu Hause aus können die wenigsten Französisch. Allerdings wird in der Schule üblicherweise als erste Fremdsprache Französisch und nicht Englisch gelehrt. Das Saarland ist dazu das einzige Bundesland, das an Gymnasien sowohl Englisch als auch Französisch als Pflichtfremdsprache vorschreibt.
Das Saarland hat bundesweit die höchste Eigentumsrate beim Grundbesitz.
74 Prozent der Bevölkerung sind katholischen und 21 Prozent evangelischen Glaubens; das Saarland hat somit prozentual den größten katholischen Bevölkerungsanteil in Deutschland.
Die ehemaligen, vor 1815 teilweise selbständigen Territorien, die auf dem Gebiet des heutigen Saarlandes existierten, waren in der Vergangenheit meist deutsch, stand aber immer wieder zeitweise unter französischem Einfluss, insbesondere im späten 17. Jahrhundert während der französischen Reunionen sowie im Zeitraum zwischen der Französischen Revolution und dem Zweiten Pariser Frieden. Nach 1815 gehörten die Gebiete größtenteils zu Preußen und Bayern.
Eine politische Einheit bildet die Region seit 1920: Durch den Versailler Vertrag wurde nach dem Ersten Weltkrieg das Saargebiet geschaffen und dem Völkerbund unterstellt. 1935 entschied sich die Bevölkerung in einer Volksabstimmung zur Rückkehr ins Deutsche Reich. Nach dem Zweiten Weltkrieg war das Saarland zunächst autonom, wirtschaftlich allerdings an Frankreich angebunden. Das Europäische Saarstatut, das diesen Status quo besiegeln sollte, wurde jedoch 1955 in einer Volksabstimmung abgelehnt, woraufhin das Saarland erneut zu Deutschland zurückkehrte und 1957 das zehnte Land der Bundesrepublik wurde.
Seit mehreren Jahren kursiert der Gedanke, das flächenmäßig sehr kleine Saarland aus Kostengründen mit Rheinland-Pfalz zusammenzulegen und somit ein neues Bundesland zu schaffen. Während dieses Vorhaben von den Saarländern gar nicht begrüßt wird und diese auf ihre Souveränität bestehen, spricht sich die Rheinland-Pfälzische Landesregierung für eine Fusion beider Länder aus.
Das Saarland verfügt über die Universität des Saarlandes, die 1948 unter der französischen Verwaltung gegründet wurde, mit den Standorten Saarbrücken und Homburg/Saar. In Saarbrücken sitzt die Verwaltung. Dort sind auch die meisten Studiengänge angesiedelt. Die rechtswissenschaftliche Fakultät und die Informatik haben deutschlandweit einen sehr guten Ruf. Der Campus in Homburg/Saar ist Sitz der medizinischen Fakultät. Die medizinische Forschung in Homburg ist eine der führenden in Deutschland. In Saarbrücken ist das Krebsregister Saarland beheimatet.
Die Deutsch-Französische Hochschule, gegründet 1999, bietet Studiengänge an, die mit einem Doppel- oder Dreifachdiplom (deutsch, französisch, luxemburgisch) abschließen. Die Lehrveranstaltungen finden dabei an Hochschulen in Deutschland, Frankreich und ggf. einem Drittland statt.
Die Außenminister der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik unterschrieben am 15. September 1978 die Konvention, mit der das Deutsch-Französische Hochschulinstitut für Technik und Wirtschaft/L'institut Supérieur Franco-Allemand de Techniques, d'Économie et de Sciences (DFHI/ISFATES) mit Sitz in Saarbrücken bzw. in Metz gegründet wird. Das DFHI bietet einen drei- bzw. fünfjährigen deutsch-französischen Studienzyklus mit alternierenden Studienorten (Metz, Saarbrücken, Luxemburg) an.
Daneben gibt es die Hochschule der Bildenden Künste Saar, die 1989 aus der 1924 gegründeten Staatlichen Schule für Kunst und Kunstgewerbe und der ab 1946 bestehenden Schule für Kunst und Handwerk hervorging; sowie die Hochschule für Musik Saar, 1947 als Staatliches Konservatorium gegründet. Nach Einrichtung eines Instituts für Katholische Kirchenmusik und eines Instituts für Schulmusik wurde es 1957 in eine Staatliche Hochschule für Musik umgewandelt und 1971 in die Trägerschaft des Saarlandes überführt.
Außerdem gibt es vier Fachhochschulen:
Die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes, gegründet 1971 durch Zusammenschluss der Höheren Wirtschaftsschule, der Staatlichen Ingenieurschule und der Staatlichen Werkkunstschule, erhielt 1991 ihren heutigen Namen. Einen guten Ruf haben die Studiengänge Praktische Informatik und Wirtschaftsingenieurwesen. Auch hier gibt es deutsch-französische Kooperationen (z.B. mit der Grenoble École de Management).
Die Fachhochschule für Bergbau Saar wurde 1807 unter napoleonischer Besetzung gegründet und 1816 in königlich-preußische Bergschule umbenannt. Später hieß sie lediglich Bergschule zu Saarbrücken, dann Bergingenieurschule. 1990 erhielt sie schließlich ihre heutige Bezeichnung.
Die Katholische Hochschule für Soziale Arbeit wurde 1971 gegründet und steht in Trägerschaft des Bistums Trier. Da die Hochschule zum Jahresende 2008 geschlossen wird, sind keine Neueinschreibungen mehr möglich.
Die Fachhochschule für Verwaltung des Saarlandes bildet in Dudweiler die Landesbeamten des gehobenen Dienstes aus.
Auf dem Campus der Universität des Saarlandes sind folgende privatrechtliche Forschungsinstitute angesiedelt:
Die 1970 gegründete Arbeitsstelle für Österreichische Literatur und Kultur (AfÖLK)/Robert-Musil-Forschung innerhalb der Germanistik an der Universität des Saarlandes verfügt über eine eigene Bibliothek (über 12.000 Bände mit Österreich-Bezug) und ein Archiv (mehrere Nachlässe). Der von Prof. Dr. Pierre Béhar geleiteten Forschungseinrichtung wurde im Jahre 2004 durch die Republik Österreich der Titel einer „Wissenschaftlichen Österreich-Bibliothek Robert Musil“ verliehen.
Eine zentrale Anlaufstelle für alles rund um das Thema Bildung ist das SaarLernNetz. Dieser regionale saarländische Bildungsmarktplatz ist unter Federführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz 2006 aus einem Projekt der Lernenden Regionen, welches von der Europäischen Union (Europäischer Sozialfonds) und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde, hervorgegangen.
Bedeutendster wirtschaftlicher Bereich an der Saar ist heute die Automobil- (Ford in Saarlouis) und Automobil-Zuliefererindustrie (mit Bosch, INA und Michelin in Homburg sowie ZF Getriebe in Saarbrücken).
Mit der Saarstahl AG und der AG der Dillinger Hüttenwerke sind noch zwei große Stahlunternehmen hier beheimatet.
Eine wichtige wirtschaftliche Rolle spielte früher der Bergbau (Bergwerk Ensdorf, Bergwerk Warndt (geschlossen), Bergwerk Luisenthal (ebenfalls geschlossen)).
Auch die Keramikindustrie (Villeroy & Boch) hat eine bedeutende Rolle in der Wirtschaft des Saarlandes.
Stark gefördert und im Wachstum begriffen ist der Bereich der Informatik und der Informationsindustrie (z.B. IDS Scheer in Saarbrücken und SAP AG in St. Ingbert).
2005 hatte das Saarland die höchsten wirtschaftlichen Zuwachsraten beim Bruttoinlandsprodukt. Es lag im ersten Halbjahr 2005 real um 2,8 Prozent über dem Vorjahreszeitraum, während im Bundesdurchschnitt nur 0,6 Prozent Wachstum erreicht wurden.
Des Weiteren gewann das Saarland mehrmals das Dynamikranking der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (eine vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall im Jahr 2000 gegründete Lobbyorganisation), das die Veränderungen in den Bundesländern bewertet. Ministerpräsident Peter Müller bewertete dies als Erfolg seiner Reformpolitik, die zur Ansiedlung neuer Industrie- und Dienstleistungszweige führe.
Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht das Saarland einen Index von 98.7 (EU-25:100) (2003).[2]
Durch seine frühe und intensive Industrialisierung besteht im Saarland eine sehr gute Verkehrs-Infrastruktur. Nirgendwo in Deutschland fand sich ein so dichtes Schienennetz für den Personenverkehr wie im Saarland, bis die Deutsche Bahn in den 1960er Jahren begann, Strecke für Strecke nicht mehr zu bedienen. Die in weiten Teilen des Landes kleinräumige Gliederung hat dazu geführt, dass heute im Saarland mit durchschnittlich 704 Kraftfahrzeugen pro 1.000 Einwohner die meisten PKWs in einem deutschen Flächenland zugelassen sind.
Die wichtigste Schienenverbindung ist die von Mannheim nach Paris, die mit dem 2006 begonnenen Umbau des Saarbrücker Hauptbahnhofes und seit Juni 2007 in Betrieb befindlichen TGV/ICE3-Standard sichtbar begonnen hat. Auf allen anderen Strecken fahren inzwischen nur noch Regionalzüge. Noch Anfang der 1990er Jahre hat es per Kurswagen viele Direktverbindungen in alle Teile Deutschlands gegeben, insbesondere auch über verschiedene Strecken (Saarstrecke, Nahetalbahn, Schwarzbachtalbahn). Heute kommt man nur noch an die Streckenachse Kaiserslautern – Mannheim – Frankfurt (Main) mit täglich jeweils einer Fortführung nach Dresden und nach Oldenburg (Oldenburg) über Bremen sowie zweimal täglich nach Stuttgart, davon der Frühzug weiter nach Salzburg über München.
Andere Bundesländer haben schon das 25-jährige Bestehen ihres Verkehrsverbundes gefeiert, bevor saarländische Politik dessen Einführung auch an der Saar ermöglichte. Das Bewusstsein „Öffentlicher Personennahverkehr als Teil einer Nachhaltigen Entwicklung“ ist hier daher wenig ausgeprägt. Erst am 1. August 2005 wurde der SaarVV eingeführt.
Saarbrücken-Ensheim ist ein internationaler Verkehrsflughafen mit etwa einem Dutzend Starts und Landungen täglich. Weitere Flugplätze finden sich in der Umgebung des Saarlandes: Zweibrücken und Hahn .
| Strecken-Nr. | Streckenname | Wichtige Stationen |
|---|---|---|
| 682 | Saarbrücken Hbf – Forbach (Frankreich) – Metz (Frankreich) – Paris-Gare de l'Est (Frankreich) | |
| 670 | Pfälzische Ludwigsbahn | Saarbrücken Hbf – Homburg (Saar) Hbf – Kaiserslautern – Mannheim |
| 674 | Schwarzbachtalbahn | Saarbrücken Hbf – St. Ingbert – Zweibrücken – Pirmasens (– Landau (Pfalz)) |
| 680 | Nahetalbahn | (Frankfurt am Main –) Mainz – Türkismühle – St. Wendel – Neunkirchen (Saar) Hbf – Saarbrücken Hbf |
| 681 | Primstalbahn/ Fischbachtalbahn | Saarbrücken – Illingen – Lebach-Jabach |
| 683 | Homburg/Saar Hbf – Bexbach – Neunkirchen (Saar) Hbf – Illingen | |
| 684 | Saarbrücken Hbf – Sarreguemines (Frankreich) – Strasbourg (Frankreich) – Offenburg | |
| 687 | Dillingen – Niedaltdorf (– Bouzonville (Frankreich)) | |
| 690 | Moselstrecke | Saarbrücken Hbf – Völklingen – Saarlouis Hbf – Dillingen – Trier – Köln |
| 692 | Obere Moseltalbahn | Trier – Perl – Apach (Frankreich) (ab Perl nur Güterverkehr) |
| ohne | Saarbahnstrecke | Riegelsberg – Saarbrücken – Brebach – Sarreguemines (Frankreich) |
Dieser Verkehrszweig bildete bis 1956 eine eigene Staatsbahn, die Eisenbahnen des Saarlandes (EdS).
Das aktuelle Ranking der von der Deutschen Bahn betriebenen Bahnhöfe[3] im Saarland zeigt sich wie folgt:
| Bf.-Nr. | Station | Kategorie 2007 |
|---|---|---|
| 5451 | Saarbrücken Hbf | 2 |
| 2892 | Homburg (Saar) Hbf | 3 |
| 0838 | Brebach | 4 |
| 4426 | Neunkirchen (Saar) Hbf | 4 |
| 5942 | St. Ingbert | 4 |
| 0213 | Auersmacher | 5 |
| 0446 | Beckingen (Saar) | 5 |
| 0609 | Bexbach | 5 |
| 0807 | Bous (Saar) | 5 |
| 0926 | Bübingen | 5 |
| 1216 | Dillingen (Saar) | 5 |
| 1373 | Dudweiler | 5 |
| 7158 | Gennweiler | 5 |
| 2407 | Güdingen | 5 |
| 2553 | Hanweiler-Bad Rilchingen | 5 |
| 2974 | Illingen (Saar) | 5 |
| 3207 | Kirkel | 5 |
| 3243 | Kleinblittersdorf | 5 |
| 3516 | Landsweiler-Reden | 5 |
| 4075 | Merzig (Saar) | 5 |
| 4083 | Mettlach | 5 |
| 4427 | Neunkirchen (Saar)-Wellesweiler | 5 |
| 4508 | Niederlinxweiler | 5 |
| 4837 | Ottweiler (Saar) | 5 |
| 5319 | Rohrbach (Saar) | 5 |
| 5453 | Saarbrücken Ost | 5 |
| 5458 | Saarlouis Hbf | 5 |
| 5554 | Scheidt (Saar) | 5 |
| 5948 | St. Wendel | 5 |
| 6112 | Sulzbach (Saar) | 5 |
| 6288 | Türkismühle | 5 |
| 6445 | Völklingen | 5 |
Alle anderen Bahnhöfe gehören zur niedrigsten Klasse 6.
Das Saarland wird von folgenden Autobahnen durchquert:
| BAB | Strecke im Saarland | Weiterer Verlauf |
|---|---|---|
| A 1 | Saarbrücken – Riegelsberg – Nonnweiler – | AD Moseltal (bei Trier) – Eifel – Köln – Münster – Bremen – Hamburg – Heiligenhafen ca. 730 km |
| A 6 | Saarbrücken Goldene Bremm (Grenze Frankreich) – Homburg – | Kaiserslautern – Mannheim – Heilbronn – Nürnberg – Waidhaus (Grenze Tschechien) ca. 430 km |
| A 8 | Perl (Grenze Luxemburg) – Dillingen – Neunkirchen – Zweibrücken – | Pirmasens – Landau – Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – München – Bad Reichenhall – Grenze Österreich ca. 500 km |
| A 62 | nördliche Randbereiche südlich des Hochwaldes | Kusel – Landstuhl – Pirmasens ca. 80 km |
| A 620 | Saarlouis – Völklingen – Saarbrücken ca. 30 km | |
| A 623 | Saarbrücken – AD Friedrichsthal ca. 10 km |
Darüber hinaus gibt es noch ein Reihe wichtiger Bundesstraßen: B 10, B 40, B 41, B 51, B 268, B 269, B 405, B 406, B 407, B 420, B 423.
| Kreis | Verwaltungssitz | KFZ-Kennzeichen | Fläche in km² |
|---|---|---|---|
| (1) Landkreis Merzig-Wadern | Merzig | MZG | 555,12 |
| (2) Landkreis Neunkirchen | Ottweiler | NK (früher OTW) | 249,21 |
| (3) Stadtverband Saarbrücken | Saarbrücken | SB und VK | 410,62 |
| (4) Landkreis Saarlouis | Saarlouis | SLS | 459,08 |
| (5) Saarpfalz-Kreis | Homburg | HOM und IGB | 418,52 |
| (6) Landkreis St. Wendel | St. Wendel | WND | 476,09 |
Die Verteilung der Autokennzeichen ist etwas komplizierter als in Deutschland sonst üblich, da im Saarland nicht nur jedem Kreis ein Kfz-Kennzeichen zugeordnet ist, sondern auch den Mittelstädten. Daher haben nur die Kreise Merzig-Wadern (MZG), Neunkirchen (NK), Sankt Wendel (WND) und Saarlouis (SLS) ein einheitliches Kennzeichen; im Stadtverband Saarbrücken hingegen gibt es das Kennzeichen VK für die Stadt Völklingen und SB für den übrigen Stadtverband, im Saarpfalz-Kreis gibt es IGB für die Stadt St. Ingbert und HOM (nach dem Hauptort Homburg) für den übrigen Kreis. Nicht mehr vergeben wird das Kennzeichen OTW für Ottweiler im Kreis Neunkirchen, mit dem aber nach wie vor einige Oldtimer unterwegs sind. Außerdem gibt es das Kennzeichen SAL für offizielle Stellen des Landes.
SB)HOM)MZG)OTW) mit Mittelstadt Neunkirchen (NK)SB) mit Mittelstadt Völklingen (VK)SLS)IGB)WND)Neunkirchen besitzt seit 1968 ein eigenes KFZ-Kennzeichen (NK, vorher OTW), ebenso Völklingen (VK, vorher SB).
MZG)NK)SLS)HOM) mit Mittelstadt St. Ingbert (IGB), zunächst als Saar-Pfalz-Kreis gebildetWND)SB) mit Mittelstadt Völklingen (VK)| Stadt/ Gemeinde |
Kreis | Einwohner 31. Dezember 2000 |
Einwohner 31. Dezember 2006 |
|---|---|---|---|
| Saarbrücken | Stadtverband Saarbrücken | 183.257 | 177.870 |
| Neunkirchen | Neunkirchen | 50.882 | 49.055 |
| Homburg | Saarpfalz-Kreis | 45.769 | 44.043 |
| Völklingen | Stadtverband Saarbrücken | 42.990 | 40.453 |
| Sankt Ingbert | Saarpfalz-Kreis | 39.971 | 38.259 |
| Saarlouis | Saarlouis | 38.182 | 38.189 |
| Merzig | Merzig-Wadern | 30.869 | 30.885 |
| Sankt Wendel | Sankt Wendel | 27.303 | 26.967 |
| Blieskastel | Saarpfalz-Kreis | 23.149 | 22.800 |
| Dillingen/Saar | Saarlouis | 21.444 | 21.431 |
| Lebach | Saarlouis | 21.060 | 20.388 |
| Püttlingen | Stadtverband Saarbrücken | 20.682 | 20.552 |
| Heusweiler | Stadtverband Saarbrücken | 20.166 | 20.002 |
Die ursprüngliche saarländische Küche ist recht einfach: Eintopf, Kartoffeln, Sauerkraut, Wurst und Fleisch aus Hausschlachtung. Nur wenige Speisen und Getränke gelten als typisch saarländisch:
Es ist weit verbreitete Auffassung, die Grenzlage und zeitweilige französische Hegemonie und Dominanz hätten die saarländische Mentalität stark beeinflusst. Die seit dem Dreißigjährigen Krieg in fast jeder Generation einmal gemachte Erfahrung, alles durch Krieg und Eroberung verlieren zu können, führte zu der Einstellung, alles, was man hat, im „Hier und Jetzt“ genießen zu wollen. Andererseits hat das Saarland bundesweit die höchste Dichte an im Eigentum der Besitzer stehenden Häusern, was im Gegensatz hierzu auf eine Neigung zur langfristigen Sicherung des Lebensstandards spricht.
Eine starke Prägung der Mentalität geht auch auf die Verwurzelung mit der Montanindustrie des Landes zurück. Kaum ein Saarländer aus dessen Familie nicht der eine oder andere in "der Grub" oder "der Hütt" gearbeitet hätte. Auch von dieser Seite wurde der Eigenheimbau durch entsprechende Zuwendungen z.B. an Baumaterial gefördert. In Folge dessen hatten deshalb auch Bergmannsfamilien meist ein eigenes Stück Land für die Selbstversorgung.
Die vor allem im 20. Jahrhundert immer wieder wechselnden Herren, auf deren Regierung (mit Ausnahme der beiden Volksabstimmungen) die Saarländer keinen Einfluss hatten, führten zu der Tendenz, Neuankömmlinge zu „umarmen“ und zu integrieren und vorteilhaft erscheinende Neuerungen anzunehmen. Wer allerdings auf dieses Angebot nicht zumindest mit einem gewissen Entgegenkommen reagierte, musste mit sturer, manchmal irrationaler Kooperationsverweigerung rechnen.
Das Saarland beherbergt einige Kunstdenkmäler von europäischem Rang, allen voran die keltischen und römischen Ausgrabungen an der Obermosel (Gemeinde Perl mit den Ortsteilen Nennig und Borg) und im Bliesgau (Bliesbrück-Reinheim und Schwarzenacker), sowie den so genannten Hunnenring in Otzenhausen. Aus der Neuzeit stammen der barocke Ludwigsplatz mit der Ludwigskirche in Saarbrücken. In die Weltkulturerbe-Liste der UNESCO aufgenommen wurde die historische Völklinger Hütte.
Die bedeutendste Kunstsammlung des Saarlandes ist in der Modernen Galerie in Saarbrücken vorhanden, die eine große Sammlung von Gemälden des deutschen Expressionismus hat, allen voran das berühmte „Kleine blaue Pferd“ von Franz Marc.
Das Museum St. Ingbert präsentiert neben Wechselausstellungen eine ständige Sammlung mit etwa 70 Ölgemälden, umfangreicher Grafik und zahlreichen Dokumenten des bedeutendsten saarländischen Malers Albert Weisgerber (1878–1915).
Im Saarland existiert mit dem Rundfunk-Sinfonie-Orchester Saarbrücken zumindest ein Klangkörper von nationalem, wenn nicht europäischem Rang. Berühmt wurde das Orchester vor allem durch seine Arbeit mit Hans Zender. Neuer Chefdirigent ist seit 2006 Christoph Poppen.
Von überregionaler Bedeutung sind ferner die alle zwei Jahre stattfindenden Musikfestspiele Saar.
Aus der jüngeren Vergangenheit sind vor allem zwei Literaten aus dem Saarland bekannt geworden: Der Romancier Ludwig Harig und der Lyriker Johannes Kühn.
Jährlich im Januar findet in Saarbrücken das international bedeutendste Festival des deutschsprachigen Nachwuchsfilms statt, der nach dem in Saarbrücken geborenen Regisseur Max Ophüls benannte Max-Ophüls-Preis.
In Saarbrücken besteht mit dem Saarländischen Staatstheater auch ein großes, dreispartiges Theater. In den letzten Jahren errangen vor allem die Ballett-Compagnie von Marguerite Donlon und die in Zusammenarbeit mit Frank Nimsgern durchgeführten Musical-Produktionen internationale Beachtung.
Schließlich bereichert das deutsch-französische Theaterfestival „Perspectives“ als einziges Festival seiner Art seit 1977 die deutsche Kulturszene.
Seit 2004 ist es den einzelnen Euro-Staaten erlaubt, jährlich eine 2-Euro-Gedenk-Münze herauszugeben. Um den übrigen Ländern in der Europäischen Union den Föderalismus in Deutschland näher zu bringen, präsentiert sich die Bundesrepublik jedes Jahr mit dem Bundesland, das den Bundesratsvorsitz inne hat, auf der Rückseite der Geldstücke. Im Jahr 2009 wird für das Saarland die Saarbrücker Ludwigskirche aufgeprägt.
Das Saarland wird häufig als anschauliche Größeneinheit für Flächen verwendet, zum Beispiel „mehr als doppelt so groß wie das Saarland“ in einem Artikel über Brasilia oder bei Größenangaben von Ölteppichen oder Waldbränden. Auch das Nachbarland Luxemburg wird gerne für solche Vergleiche herangezogen, doch kurioserweise sind die beiden Länder flächenmäßig nahezu gleich groß: Luxemburg ist knapp 0,7 % größer als das Saarland.
Bei den olympischen Sommerspielen 1952 in Helsinki stellte das Saarland das erste (und letzte) Mal eine eigenständige Olympiamannschaft.
| Commons: Saarland – Bilder, Videos und Audiodateien |
| Wiktionary: Saarland – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen |
| Wikinews: Portal:Saarland – Nachrichten |
Baden-Württemberg | Bayern | Berlin | Brandenburg | Bremen | Hamburg | Hessen | Mecklenburg-Vorpommern | Niedersachsen | Nordrhein-Westfalen | Rheinland-Pfalz | Saarland | Sachsen | Sachsen-Anhalt | Schleswig-Holstein | Thüringen