Das Sachsenhäuser Depot (auch: Betriebshof Sachsenhausen) war von 1899 bis 2003 ein Betriebshof der Straßenbahn von Frankfurt am Main.
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Das Depot wurde 1899 von der damals noch jungen Städtischen Straßenbahn als erster eigener Betriebshof errichtet. Der Standort in der Hedderichstraße direkt neben dem Südbahnhof war günstig: Der Südbahnhof war damals wie heute ein bedeutender Knotenpunkt im Straßenbahnnetz südlich des Mains. Heute zeugen davon die vier Straßenbahnlinien 14, 15, 16, 19 und der Ebbelwei-Expreß.
1969 wurde der Betriebshof umgebaut und modernisiert, wobei die Backsteinfassade der Südfront wegen der für Gelenktriebwagen des Typs P zu engen Einfahrten restlos entfernt wurde. In den letzten Jahren des Betriebes wurden nur noch wenige der insgesamt 19 Gleise verwendet. Einige Tage vor der offiziellen Eröffnung des neuen Betriebshofes Ost und der damit einhergehenden Schließung des Betriebshofes Sachsenhausen wurden alle Wagen abtransportiert. Als der letzte Einschieber das Depot verließ, fand eine von der CDU organisierte Trauerfeier statt. Die Werkstatt wurde am Tag der Eröffnung des Betriebshofs Ost geschlossen.
Kurze Zeit nach der Stilllegung wurde die Fahrleitung in und vor dem Depot entfernt. Die ins Depot führenden Weichen wurden zugeschweißt und das Gelände mit einem Bauzaun abgesperrt. Anfang 2006 wurden die Gleise in und vor dem Depot entfernt.
Die ehemalige Zufahrtsstrecke zum Depot bleibt - allerdings um einige Meter verkürzt - erhalten, da hier die Straßenbahnlinien 15 und 19 wenden. Allerdings ist das Befahren nur noch von der Haltestelle Südbahnhof aus möglich, da die Weichenverbindung in die Brückenstraße ebenfalls zugeschweißt wurde.
Das Depot wird derzeit zu einem sogenannten Stadtteilzentrum für Sachsenhausen umgebaut. Unter Anderem sollen ein Marktplatz und eine Bücherei in den denkmalgeschützten Hallen untergebracht werden. Die Bebauung liegt einem Architekturwettbewerb zu Grunde, aus dem die Friedberger Architekten Bremmer-Lorenz-Frielinghaus als Sieger hervorgingen. Nachdem der Verkauf beschlossen war und auch die VGF und die Stadt Frankfurt den Verkauf genehmigt hatten, wurden Anfang 2006 die Gleise entfernt. Zwei Hallen wurden bis auf Teile der Fassade abgerissen, nur bei der östlich gelegene ältesten Halle ist die Struktur teilweise erhalten geblieben. Die abgetragenen Hallen werden anschließend in Anlehnung an den vorherigen Zustand neu errichtet, auch die 1969 abgetragene Südfassade soll dabei teilweise rekonstruiert werden.
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