Saint-Martin (niederländisch: Sint Maarten) ist eine zwischen Frankreich und dem Königreich der Niederlande geteilte Insel in der Karibik und gehört zur Gruppe der Inseln über dem Winde. Die Insel ist der einzige Ort der Welt, an dem es eine Grenze zwischen dem französischen und dem niederländischen Staatsgebiet gibt.
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Die Insel hat eine Fläche von 94 km² und ist vulkanischen Ursprungs. Die höchste Erhebung ist der Pic Paradis mit einer Höhe von 411 m NN.
Die Insel wurde am Namenstag des Heiligen Martin, dem 11. November 1493, durch Christoph Kolumbus entdeckt.
Im Jahre 1648 wurde die Insel geteilt, nachdem französische und niederländische Kriegsgefangene ihre spanischen Aufseher vertrieben hatten. Der Legende nach teilten die Deportierten die Insel unter sich auf, indem ein Niederländer und ein Franzose die Insel in gegensätzlicher Richtung umrundeten bis sie sich wieder am Strand trafen. Es heißt auch, der Franzose gab dem Niederländer eine Flasche Wasser, die allerdings Gin enthielt, weshalb heute der französische Teil größer als der Niederländische ist.
Die beiden Inselteile koexistieren seither friedlich miteinander. Auf Saint-Martin/Sint Maarten leben ca. 77 000 Menschen, 36 000 davon im französischem Teil, 41 000 im niederländischen Teil, sie ist also ziemlich stark bebaut. Die offizielle Währung des französischen Teils der Insel ist der Euro, die des niederländischen Teils der Antillen-Gulden. Mangels Wechselgeld wird der Euro dort meistens nur im Verhältnis 1:1 akzeptiert.
In den 90er Jahren wurde die Insel sechs Mal von Hurrikanen heimgesucht. Am verheerendsten wüteten „Luis“ (September 1995) und „Lenny“ (November 1999).
Der Flughafen der Insel befindet sich direkt am Strand. Daher fliegen die Flugzeuge (darunter auch Großraumflugzeuge wie die Boeing 747 oder der Airbus A 340) sehr niedrig über den Strand, der für Touristen freigegeben, aber mit Warnhinweisen ausgestattet ist. Auf einigen Bildern, die man z. B. im Internet findet, beträgt der Abstand zwischen dem landenden Flugzeug und dem Zaun nur einige Meter. Die Touristen, besonders die Flugzeugbegeisterten, lassen es sich nicht nehmen, direkt unter den landenden Flugzeugen zu stehen und sie auch zu fotografieren. Die Flüge werden auf dem Strand mit Hilfe eines Flugplans, der auf einem Surfbrett geschrieben ist, angekündigt und es gibt einige Flugzeugfans, die extra wegen des Flughafens und des tiefen Anfluges auf die Insel kommen.
| Collectivité de Saint-Martin | |||||
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| Amtssprache | Französisch | ||||
| Hauptstadt | Marigot | ||||
| Staatsoberhaupt | Nicolas Sarkozy | ||||
| Regierungschef | Präfekt Dominique Lacroix | ||||
| Fläche | 53 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 33.102 | ||||
| Bevölkerungsdichte | 622 Einwohner pro km² | ||||
| Währung | Euro | ||||
| Nationalhymne | La Marseillaise | ||||
| Zeitzone | UTC -4 | ||||
| Kfz-Kennzeichen | F | ||||
| Internet-TLD | offiziell keine, .fr und .gp in Verwendung | ||||
| Telefonvorwahl | +590 | ||||
Der Norden heißt Saint-Martin und ist eine Collectivité d'outre-mer Frankreichs. Er hat eine Fläche von 59 km² und 31.397 Einwohner (2002) und bildet eine einzige Gemeinde.
Bis 2007 bildete der französische Teil Saint-Martins zusammen mit der Nachbarinsel Saint-Barthélemy ein Arrondissement des Überseedepartements Guadeloupe, das Arrondissement des Îles du Nord („Arrondissement der nördlichen Inseln“; auch: „Arrondissement Saint-Martin - Saint-Barthélémy“). Verwaltungssitz des Arrondissements war der Ort Marigot, ohne jedoch offiziell den Titel eines Hauptortes zu besitzen.
Nach einem im Jahr 2003 abgehaltenen Referendum trennte sich Saint-Martin – neben Saint Barthélemy – am 22. Februar 2007 von Guadeloupe und wurde zu einem eigenen Collectivité d'outre mer. Die Verwaltung wird aber auch in Zukunft der einer französischen Kommune entsprechen. Ebenso dürfen Nichtfranzosen, die jedoch aus einem EU-Land stammen, auch zukünftig an Gemeinderatswahlen teilnehmen. Ebenfalls wird Saint Martin Gebiet der Europäischen Union bleiben. Der Euro bleibt offizielles Zahlungsmittel.
| Sint Maarten | |||||
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| Wahlspruch: Semper pro grediens | |||||
| Amtssprache | Niederländisch, Englisch, Papiamentu | ||||
| Hauptstadt | Philipsburg | ||||
| Staatsoberhaupt | Königin Beatrix der Niederlande | ||||
| Regierungschef | Gouverneur Franklyn Richards | ||||
| Fläche | 34 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 33.119 (2004) | ||||
| Bevölkerungsdichte | 974 Einwohner pro km² | ||||
| Währung | Antillen-Gulden | ||||
| Nationalhymne | O sweet Saint-Martin's Land | ||||
| Zeitzone | UTC -4 | ||||
| Internet-TLD | .an | ||||
| Telefonvorwahl | +599 | ||||
Der südliche Teil der Insel ist eine von fünf zu den Niederländischen Antillen gehörenden Inseln.
Die einheimische Bevölkerung besteht zum größten Teil aus Nachfahren von niederländischen Siedlern und den aus Afrika entführten Sklaven. Mittlerweile sind 49% der Einwohner im niederländischen Teil Ausländer. Die meisten Einheimischen sind Protestanten, insbesondere Methodisten, während im französischen Teil eher die Römisch-Katholische dominant ist. Es gibt ebenfalls kleine jüdische und Siebenten-Tags-Adventisten -Gemeinden.
Sint Maarten ist ein Teil der Niederländischen Antillen, welche wiederum ein Teil des Königreichs der Niederlande sind, aber nicht zu den Niederlanden gehören und damit nicht Teil der Europäischen Union sind. Voraussichtlich am 15. Dezember 2008 wird der Landesverband der Niederländischen Antillen aufgelöst. Dann wird Sint Maarten ein eigenständiges Bundesland innerhalb des Königreiches der Niederlande, neben den Niederlanden, Aruba und Curaçao.
Gesetzliches Zahlungsmittel ist der Antillen-Gulden, jedoch ist aufgrund des Tourismus der US-Dollar das bevorzugte Zahlungsmittel. Der Euro wird meistens akzeptiert, jedoch nur zu einem Wechselkurs von 1:1, was zu einem Verlust führt. Es ist also ratsam, ein paar US-Dollar bei sich zu haben.
Die Regierung auf Sint Maarten besteht aus einem island council. einem executive council und einem Gouverneur, der von der niederländischen Krone ernannt wird.
Der niederländische Teil der Insel hat einen Hafen an dem Kreuzfahrtschiffe anlegen können, in der Saison bis zu 10 Stück pro Tag, was die Insel insgesamt etwas überlaufen macht. Eine Besonderheit, welche die Insel vor allem für US-amerikanische Touristen so attraktiv macht, ist der Status des Freihafens – es werden weder Steuern noch Zoll erhoben. Aufgrund dieser Tatsache entwickelte sich auf der Insel, besonders im kommerzialisierten Sint Maarten, ein regelrechter Tabak- und Spirituosentourismus. Sobald jedoch die letzten Schiffe gegen 18 Uhr abgelegt haben, ist beispielsweise Philipsburg wie ausgestorben.
Ebenfalls wichtig für die Infrastruktur ist der Flughafen Princess Juliana. Dieser wurde 2006 erneuert und hat unter anderem ein neues Terminal erhalten. Das Straßensystem ist oft mangelhaft, es kommt häufig zu Staus. Dies ist im französischen Teil etwas besser.
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