| Saint-Pierre et Miquelon Saint-Pierre und Miquelon |
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| Hauptstadt | Saint-Pierre | ||||
| Fläche | 242 km² | ||||
| Einwohnerzahl | 6.316 | ||||
| Bevölkerungsdichte | 29 Einwohner pro km² | ||||
| Währung | Euro (€) 1 Euro = 100 Cent | ||||
| Zeitzone | UTC -3 | ||||
| Internet-TLD | .pm | ||||
| Telefonvorwahl | +508 | ||||
Saint-Pierre und Miquelon ist eine kleine Inselgruppe östlich der kanadischen Küste, und ca. 25 km vor Neufundland. Es leben dort gut 6.000 Menschen, hauptsächlich von Fischerei und Tourismus; die Hauptstadt heißt Saint-Pierre.
Die Inseln stellen das letzte Überbleibsel der französischen Kolonien in Nordamerika dar, und sind heute als französisches Überseegebiet an Frankreich gebunden.
Inhaltsverzeichnis |
Die Inselgruppe besteht aus den Inseln Saint-Pierre (26 km²), Miquelon (110 km²), Langlade (91 km²) sowie weiteren kleineren Inseln und hat eine Gesamtfläche von 242 km². Früher waren die Inseln Miquelon und Langlade getrennt, heute sind sie mit einer schmalen Nehrung verbunden und werden nun einheitlich als Miquelon bezeichnet. In diesem Gebiet leben etwa 6.316 Einwohner (Saint-Pierre: 5.618 Einwohner, Miquelon zusammen mit Langlade: 698 Einwohner).
Auf St.-Pierre und Miquelon wird Französisch gesprochen. Bis ins 20. Jahrhundert sprach aber auch ein Teil der Bevölkerung Baskisch.
Archäologische Ausgrabungen auf Saint-Pierre lassen darauf schließen, dass Inuit oder Indianer dort bereits 3000 v. Chr. lebten.
1497 erkundete der genuesische Seefahrer John Cabot (Giovanni Caboto) das Seegebiet um Neufundland und nahm die Inseln in Besitz. In der Folge kamen normannische, bretonische, baskische und portugiesische Fischer in das Seegebiet, um die reichen Fischgründe auszubeuten.
Die Inseln wechselten mehrmals ihre offizielle Bezeichnung. Der Portugiese João Álvares Fagundes gab ihnen 1521 den Namen Ilhas das Onze Mil Virgens (Inseln der Elftausend Jungfrauen) nach der Legende der Hl. Ursula. In Frankreich wurden sie nach dem Apostel Petrus Les Îles de Saint-Pierre genannt.
1670 wird erstmals eine kleine Siedlung französischer Fischer auf Saint-Pierre erwähnt, die vermutlich schon seit dem frühen 17. Jahrhundert bestand.
Im Krieg 1689 bis 1697 zwischen Frankreich und England wurde die Inselgruppe mehrfach von den Engländern angegriffen. Nach dem Ende des siebenjährigen Krieges im Jahre 1763, verblieben den Franzosen von ihren kanadischen Besitzungen nur diese Inseln. 1778 eroberten die Briten die Inseln und vertrieben die Bewohner nach Frankreich. Nach dem Frieden von 1783 konnten die Bewohner zurückkehren, wurden aber im Zuge der Revolutionskriege 1794 erneut nach Neuschottland vertrieben.
Im Friedensvertrag von Paris (1814) wurden die Inseln wieder Frankreich zugesprochen, aber erst 1816 an Frankreich übergeben. Die Bewohner kehrten in der Folgezeit wieder auf die Inseln zurück.
Von 1985 an ist das Gebiet collectivité territoriale (C.T.). Seit der Änderung der französischen Verfassung vom 28. März 2003 werden die Inseln als collectivité d'outre-mer (COM) bezeichnet.
Das Parlament, oder der Generalrat (Conseil général) hat 19 Mitglieder. Davon wird jeweils ein Vertreter in die französische Nationalversammlung und den Senat entsandt. Die Wahlen finden alle sechs Jahre statt.
Saint-Pierre und Miquelon gehören gemäß Art. 3 Abs. 1 ZK nicht zum Zollgebiet der Europäischen Gemeinschaft.
Die Währung ist der Euro. Die Wirtschaft ist vom Fischfang und dem Tourismus dominiert.
Medien:
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