Sakiaffen

Sakiaffen
Weißkopfsaki (Pithecia pithecia)
Weißkopfsaki (Pithecia pithecia)
Systematik
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Primaten (Primates)
Unterordnung: Trockennasenaffen (Haplorhini)
Teilordnung: Neuweltaffen (Platyrrhini)
Familie: Sakiaffen
Wissenschaftlicher Name
Pitheciidae
Mivart 1865
Gattungen

Die Sakiaffen (Pitheciidae), auch als Schweif- und Kurzschwanzaffen bezeichnet, sind eine Primatenfamilie aus der Gruppe der Neuweltaffen. Sie unterteilt sich in vier Gattungen mit insgesamt rund 35 Arten.

Inhaltsverzeichnis

Verbreitung

Sakiaffen sind Waldbewohner, die nur im nördlichen und mittleren Südamerika östlich der Anden vorkommen.

Beschreibung

Sakiaffen sind kleine bis mittelgroße Primaten, die aber durch ihr dichtes Fell einen stämmigen Eindruck erwecken. Das Fell ist dicht, manchmal sogar zottelig, seine Färbung variiert je nach Art von schwarz über grau und braun bis zu weiß. Teile des Gesichts können unbehaart sein. Der Schwanz, der nicht zum Greifen, sondern zur Balance verwendet wird ist ebenfalls durchgängig behaart, nur bei den Uakaris ist er zu einem Stummel rückgebildet.

Lebensweise

Sakiaffen sind tagaktive Baumbewohner. Sie sind gute Kletterer und verbringen den Großteil ihres Lebens in den Bäumen. Sie leben in Gruppen zusammen, deren Größe von kleinen Familiengruppen (bei den Sakis) bis zu 50 Tieren variieren kann. Sie verständigen sich mit einer Reihe von Lauten, charakteristisch sind die hohen Schreie und das fast vogelartige Gezwitscher.

Nahrung

Sakiaffen sind generell Allesfresser, den Hauptbestandteil ihrer Nahrung bilden Früchte und Insekten. Daneben nehmen sie aber auch Blüten, Knospen, Nüsse und kleine Wirbeltiere zu sich. Große Eckzähne helfen ihnen, die teilweise harte Schale der unreifen Früchte zu durchbrechen.

Fortpflanzung

Sakiaffen bringen meist nur ein Junges zur Welt, die Tragzeit beträgt rund fünf bis sechs Monate. Sie erreichen die Geschlechtsreife mit rund 3 bis 4 Jahren und können bis zu 15 Jahre alt werden.

Gefährdung

Die Abholzung der Regenwälder und somit die Zerstörung ihres Lebensraumes haben dazu geführt, dass viele Arten heute als gefährdet oder bedroht gelten, eine kleinere Rolle nimmt auch die Jagd ein. Insbesondere der Rote Uakari und der Satansaffe sind selten geworden.

Die Gattungen

  • In der Gattung der Bartsakis (Chiropotes) werden fünf Arten, darunter der Satansaffe und der Weißnasensaki, zusammengefasst.
  • Die Gattung der Sakis (Pithecia) zählt ebenfalls fünf Arten. Sakis und Bartsakis werden unter dem Begriff Schweifaffen zusammengefasst.
  • Kennzeichen der Uakaris (Cacajao) sind ein unbehaarter Kopf und ein Stummelschwanz.
  • Die Springaffen (Callicebus), die in einer eigenen Unterfamilie, Callicebinae, geführt werden, umfassen rund 20 bis 30 Arten.
  • Ebenfalls zu den Sakiaffen dürften nach jüngsten Erkenntnissen die ausgestorbenen Antillenaffen (Xenotrichini) gehören.

Weblinks

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