| Wappen | Karte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Salzburg | |
| Politischer Bezirk: | Statutarstadt (S) | |
| Fläche: | 65,678 km² | |
| Koordinaten: | 47° 48' N, 13° 2' O | |
| Höhe: | 424 m ü. A. | |
| Einwohner: | 150.269 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 2288 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 5020 | |
| Vorwahl: | 0662 | |
| Gemeindekennziffer: | 50 101 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Mirabellplatz 4 5020 Salzburg |
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| Offizielle Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Heinz Schaden (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2004) (40 Mitglieder) |
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![]() Denke dir einen Garten, der mehrere Meilen im Umfang hat, in diesem unzählige Schlösser und Güter, die aus den Bäumen heraus oder durchschauen, denke dir einen Fluss, der sich auf mannigfaltigste Weise durch-schlängelt, denke dir Wiesen und Äcker, wie ebenso viele Teppiche von den schönsten Farben, dann die herrlichen Straßen, die sich wie Bänder um sie herum-schlingen, und endlich stundenlange Alleen von unge-heuren Bäumen, dieses alles von einer unabsehbaren Reihe der höchsten Berge umschlossen als wären sie Wächter dieses himmlischen Thales, denke dir dieses, so hast du einen schwachen Begriff von seiner unaussprechlichen Schönheit. (Franz Schubert, 1825) |
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Salzburg ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bundeslandes Salzburg der Republik Österreich. Sie ist allseitig vom Bezirk Salzburg-Umgebung, auch Flachgau genannt, dem nördlichsten der fünf Gaue des Bundeslandes Salzburg, umgeben. Mit 150.269 (2007) Einwohnern ist Salzburg nach Wien, Graz und Linz die viertgrößte Stadt Österreichs. In der Agglomeration Salzburg leben etwa 210.000 Menschen, das Einzugsgebiet reicht jedoch über die Landesgrenzen in den südostbayerischen und den oberösterreichischen Raum. Die Stadt Salzburg ist das Zentrum der Euregio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein.
Die Stadt wird auch oft Mozartstadt genannt, weil Wolfgang Amadeus Mozart hier geboren wurde und mehr als die Hälfte seines kurzen Lebens hier verbrachte. Mit der ausdrücklichen Nennung eines erzbischöflichen Stadtrichters (urkundlich zuerst 1120/30) ist Salzburg die älteste Stadt im Gebiet des heutigen Österreich. Salzburg besitzt vor allem mit der Altstadt und dem Raum um Schloss Hellbrunn viele Besonderheiten. Hier finden sich u.a.:
Die Stadt Salzburg liegt im Salzburger Becken (25 km nördlich des Tennengebirges). Die Stadt ist wesentlich durch die Salzach und die unbebauten Stadtberge geprägt, welche die Innenstadt Salzburgs zu einer der grünsten Europas machen. Zu den inneren Stadtbergen gehören Festungsberg (mit der Festung Hohensalzburg), Mönchsberg, Rainberg und Kapuzinerberg (samt dem Bürglstein). Im Süden der Stadt liegen Hellbrunner Berg und Morzger Hügel, im Ortstzentrum von Altliefering der Grafenhügel.
Im Südwesten der Stadt befindet sich der sagenumwobene 1.853 m hohe Untersberg, im Südosten der 1.288 m hohe Gaisberg. In Richtung Osten ist es nicht weit ins Salzkammergut. Nach Norden ist das Salzburger Becken offen. Auwälder schließen ins Stadtgebiet hineinreichend an die Salzach, woran sich die die sanfte Hügellandschaft des Flachgaus mit dem Plainberg anschließt, auf dem sich Kalvarienbergkapellen und als Krönung die Wallfahrtsbasilika Maria Plain befindet. Der Plainberg bietet einen guten Blick über Salzburg. Im Nordwesten grenzt das Stadtgebiet Salzburg an den Freistaat Bayern, die Saalach bildet hier die Grenze zur Nachbarstadt Freilassing im Landkreis Berchtesgadener Land.
Der Raum der heutigen Stadt Salzburg ist seit der ältesten Jungsteinzeit (etwa 4500 v.Chr.) besiedelt. Vor allem am Rainberg besteht dabei eine ununterbrochene Siedlungstradition von der Jungsteinzeit bis zum Einmarsch der Römer unter Kaiser Augustus im Jahr 15 v. Chr. Auch am Festungsberg und am Kapuzinerberg lagen große Siedlungen bzw. Siedlungsteile. Diese Siedlung(en) bildeten zuletzt ein bedeutendes Verwaltungszentrum der keltischen Ambisontier. Die Bevölkerung der Siedlung(en) auf den Stadtbergen wurde nach dem römischen Einmarsch in den Raum der Altstadt übersiedelt und dort untern dem nun römischen „Juvavum“ neu angelegt. Der Name Juvavum leitet sich nicht von einer römischen Gottheit her, sondern dürfte keltischen Ursprungs sein (Iuvavo). Die Stadt entwickelte sich vor allem am linken Salzachufer, wo Salzach und Mönchsberg einen guten Schutz boten und nur nach Süden hin eine starke Befestigung nötig war. Das römische Juvavum war wenige Jahrzehnte später unter Kaiser Claudius bereits ein wichtiges Verwaltungszentrum der neuen römischen Provinz Noricum (in spätrömischen Zeit Provinz "Ufernoricum") und besaß den Rang eines Municipiums („Municipium Claudium Juvavum“). Salzburg war eine der wichtigsten Hauptstädte auf dem Weg nach Germanien.
Salzburg ist heute in 14 Katastralgemeinden aufgeteilt: Salzburg, Maxglan, Morzg, Gnigl, Itzling, Aigen, Liefering und Leopoldskron, sowie randlich Gaisberg, Heuberg, Bergheim, Hallwang, Siezenheim und Wals. Die letztgenannten wurden als Gemeinden nur teilweise eingemeindet und finden sich daher auch in benachbarten Gemeinden als eigene Katastralgemeinden. Die Stadt gliedert sich in gut 20 Stadtteile, zu denen am Stadtrand noch neuere Siedlungskerne hinzugezählt werden können.
Alte Stadtteile sind:
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im Wesentlichen junge Stadtteile sind
Größere neue Siedlungen am Stadtrand (außerhalb der geschlossenen Stadtteile) sind
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Am 7. Juni 1935 beschloss der Salzburger Landtag das Gesetz „über die Erweiterung des Gebietes der Landeshauptstadt Salzburg“, mit dessen Inkrafttreten am 1. Juli 1935 die Gemeinden Maxglan und Gnigl/Itzling fast zur Gänze sowie Teile von Aigen, Morzg, Siezenheim, Leopoldskron, Bergheim und Hallwang in das Gebiet der Stadt Salzburg einbezogen wurden. „Bedienstete, Liegenschaften, aber auch die Schulden der Gemeinden Maxglan und Gnigl/Itzling wurden von der Stadtgemeinde übernommen. Für die beiden armen Arbeitergemeinden bedeutete dies die Rettung vor dem finanziellen Zusammenbruch.“ (Heinz Dopsch und Robert Hoffmann in : „Die Geschichte der Stadt Salzburg“) Durch diese Eingliederungswelle erhöhte sich die Einwohnerzahl von damals 40.232 auf 63.275 Stadtbürger. Die Fläche der Stadt vergrößerte sich von 8,79 km² auf 24,9 km².
Die zweite Phase der Eingemeindung wurde am zum 1. Januar 1939 vollzogen und bezog die bis dahin eigenständigen Gemeinden Aigen bei Salzburg, Liefering, Leopoldskron und Morzg zur Gänze, sowie Teile von Anif (Hellbrunn), Bergheim, Hallwang und Wals in das Stadtgebiet der Stadt Salzburg ein. Die Bevölkerung der Stadt stieg damit auf 77.170 Einwohner an. 1950 wurde das Schlachthofareal (bis dahin Teil von Bergheim) gegen den flächenmmäßig viel größeren Plainberg (bis dahin Teil von Salzburg) getauscht, weil der Schlachthof der damals etwas kurzsichtig agierenden Stadt wichtiger schien. Die Stadtfläche besitzt seither eine Größe von 65,67 Quadratkilometer.
Beide Eingemeindungen fanden somit in Zeiten autoritärer Regime statt. Die damaligen Entscheidungen waren trotzdem überaus begründet, es wurde nach 1945 dagegen kein Einspruch erhoben. Die Eingemeindung des Schlossparkes Hellbrunns, der seit 1920 eigentumsrechtlich zur Stadt Salzburg gehört, wurde zwar von der Gemeinde Anif nach 1990 beeinsprucht. Der Rückforderung wurde aber nicht entsprochen, weil dies hoheitlich zu einer Zerschneidung des geschlossenen Landschaftsraumes um Hellbrunn und die Hellbrunner Allee geführt hätte.
Weitere Eingemeindungen der infrastrukturell längst zum Stadtgebiet gehörenden und oft auch als „Speckgürtelgemeinden” bezeichneten Gebiete von Wals-Siezenheim und Bergheim werden zwar vor allem seitens der Raumordnung immer wieder gefordert, konnten aber politisch bis jetzt nicht umgesetzt werden. Dies führt im Ballungsraum zu immer größeren Problemen:
Einerseits werden verfügbare Baugrundstücke in der Stadt zunehmend knapp, andererseits neigen Gewerbebetriebe dazu, in die Umlandgemeinden der Stadt (oder noch weiter) abzuwandern, weil entsprechende Erweiterungsgrundstücke in der Stadt zu teuer und unwirtschaftlich scheinen. Dies mindert die städtischen Steuereinnahmen und verstärkt das Ungleichgewicht zwischen der finanzschwachen Stadtgemeinde und den reichen Speckgürtelgemeinden. Immer wieder gefordert, jedoch bisweilen nicht vollzogen, werden neben den besonders wichtigen Eingemeindungen von Bergheim und Wals-Siezenheim daher die Eingemeindungen der Gemeinden Anif, Elsbethen, Grödig, Hallwang, Eugendorf, sowie von Teilen von Koppl zunehmend unumgänglich notwendig.
Diese Gemeinden grenzen an die Stadt Salzburg (sie werden nach dem Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt): Bergheim, Hallwang, Koppl, Elsbethen, Anif, Grödig, Wals-Siezenheim und in Bayern Freilassing.
| Bevölkerungsentwicklung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Im Jahr 1935 stieg die Bevölkerung sprunghaft durch einige Eingemeindungen von 40.232 auf 63.275 Einwohner an. In der Nachkriegszeit erlebte Salzburg abermals einen großen Bevölkerungszuwachs, viele Kriegsflüchtlinge, vor allem Volksdeutsche fanden hier eine neue Heimat. Auch für die amerikanischen Besatzungssoldaten wurde Wohnraum (vor allem in der General-Keyes-Siedlung) neu geschaffen, der nach dem Abzug der Besatzungsmacht ebenfalls von den - zuvor in Baracken lebenden - Kriegsflüchtlingen genutzt werden konnte. Seit etwa 1950 darf sich Salzburg mit dem Überschreiten der 100.000-Einwohner-Marke Großstadt nennen, und im Jahr 2006 hatten bereits 150.000 Menschen ihren Hauptwohnsitz in Salzburg und im Jahr 2007 sind es 150.269 Einwohner, wobei die Tendenz in den nächsten Jahren weiter leicht steigend ist.
Durch die besondere geografische Lage ist Salzburg verkehrstechnisch und wirtschaftlich mit den bayerischen Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein verzahnt. So führt die kürzeste Straßenverbindung zu den Städten und Gemeinden des Pinzgaus über das so genannte Kleine Deutsche Eck (Salzburg - Bad Reichenhall - Lofer), wirtschaftlich sind insbesondere Freilassing und Bad Reichenhall mit Salzburg verbunden. Seit 1995 bildet die Euregio Salzburg – Berchtesgadener Land – Traunstein eine politische Einheit dieses Ballungsraums mit etwa 700.000 Bewohnern.
Hauptartikel: Geschichte des Landes Salzburg
Seit der Jungsteinzeit ist das Gebiet der Stadt Salzburg besiedelt (Rainberg, Festungsberg, Kapuzinerberg, Klessheimer Allee, Liefering-Rott, Hellbrunnerberg). In keltischer Zeit kamen außerdem Siedlungen am Bürglstein, in Parsch, Gnigl u. Maxglan dazu. 15 v. Chr. wurden die Einzelsiedlungen durch eine Stadt am Salzachufer abgelöst, Iuvavum. 45 n. Chr. erhielt die Stadt das Munizipalrecht.
Aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. ist ein Kloster bezeugt. Bischof Rupert von Salzburg erhielt die Reste der alten Römerstadt vom Herzog von Bayern 699 geschenkt, um das Land zu missionieren, und wählte das erneuerte Kloster St. Peter als seinen Stützpunkt. Der Name „Salzburg“ ist 755 erstmals nachweisbar. 739 wurden Salzburg Bischofssitz, 774 der erste Salzburger Dom fertig gestellt. Am 20. April 798 wurde Salzburg von Papst Leo III. auf Bitten des Frankenkönigs Karl des Großen zum Erzbistum erhoben, als Kirchenprovinz umfasste sie fast das gesamte altbairische Stammesgebiet, d.h. Niederbayern, Oberbayern und die Oberpfalz, sowie einen Großteil des heutigen Österreich.
Die Stadt Salzburg gehörte danach zum ostfränkischen Reich, das später in Heiliges Römisches Reich umbenannt wurde und sich seit dem 15. Jh. Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation nannte.
Die Festung Hohensalzburg wird 1077 durch Erzbischof Gebhard begonnen, aber erst von seinen Nachfolgern beendet. Da Gebhard 1076 im Investiturstreit auf Seiten des Papstes und 1077 auf Seiten des Gegenkönigs Rudolf von Schwaben stand, wurde der Erzbischof nach Beendigung des Streits wegen Untreue von Heinrich IV. vertrieben.
Nach der Reichsacht, die Friedrich Barbarossa 1166 über Salzburg verhängt hatte, da Erzbischof Konrad II. von Babenberg die Herrschaft Salzburgs ohne die kaiserlichen Belehnung antrat, wurde die Stadt von den kaiserlichen Getreuen, den Grafen von Plain, in der Nacht vom 4. auf den 5. April 1167 weitgehend zerstört. 1168 wurde erst Adalbert III. von Böhmen, Neffe von Friedrich, zum Erzbischof gewählt, aber da er nicht um die nötigen Regalien bat, wurde er 1174 vom Regensburger Reichstag wieder abgesetzt und am 26. Juni der bisher in Berchtesgaden als Fürstpropst tätige Heinrich I. zum Gegenerzbischof gewählt, der allerdings nicht vom Papst bestätigt wurde. Mit dem Frieden von Venedig 1177 mussten sowohl Heinrich I. als auch Adalbert III. auf den Sitz verzichten und für Konrad III. von Wittelsbach Platz schaffen. Nachdem Konrad jedoch 1183 wieder als Erzbischof nach Mainz berufen wurde, konnte Adalbert III. den Salzburger Sitz wiedererlangen und bis zu seinem Tode halten.
Erzbischof Eberhard II., einem entschiedenen Parteigänger der Staufer, gelang es zwischen 1200 bis 1246, aus Grafschaften, Gerichten und Vogteien ein geschlossenes erzbischöfliches Herrschaftsgebiet aufzubauen. 1275 wurde Salzburgs westliche Grenze (Rupertigau) zum Chiemgau durch den Landshuter Herzog bestätigt. Salzburg wurde nun immer einflussreicher. Seit der Schlacht von Mühldorf 1322 war Salzburg mit dem Mutterland Bayern verfeindet.
1328 wurde Salzburg mit dem Erlass einer eigenen Landesordnung durch den Erzbischof zum weitgehend selbständigen Staat innerhalb des Heiligen Römischen Reichs.
1348/49 fiel einer großen Pestwelle etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung Salzburgs zum Opfer.
1481 gewährte Kaiser Friedrich III. der Stadt Salzburg im großen Ratsbrief das Recht der freien Wahl des Stadtrats und des Bürgermeisters.
1511 beendete Erzbischof Leonhard von Keutschach die jahrelangen Auseinandersetzungen mit der Salzburger Bürgerschaft und den Ratsherrn der Stadt durch List und Gewalt: Er nahm Bürgermeister und Ratsherren gefangen, die nichtsahnend zu einem Bankett gekommen waren und erzwang den Verzicht aller städtischen Privilegien.
Während des Deutschen Bauernkriegs kam es 1525 bis in das darauf folgende Jahr zu einem dreimonatigem Aufstand der Bauern und Bergknappen in Salzburg, wobei die Festung von den Bauern belagert wird.
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts gestaltete Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau die Stadt Salzburg als ideale und repräsentative Stadt neu, was der heutigen Altstadt von Salzburg ihr charakteristisches Aussehen gab. Als Baumeister für einen Neubau des Salzburger Dom, der 1598 zum achten Mal abgebrannt war, wurde zuerst Vincenzo Scamozzi berufen. Streitigkeiten mit den Bayern um Salz und Zölle veranlassten Wolf Dietrich dann, die reichsunmittelbare Fürstprobstei Berchtesgaden 1611 zu besetzen. Bayern besetzte daraufhin Salzburg und sorgte für die Wahl von Markus Sittikus als Nachfolger Wolf Dietrichs. Nach der Absetzung Wolf Dietrichs wurde als Architekt für den Dom der italienische Meister Santino Solari beauftragt, der bis 1628 den heutigen vergleichsweise kleineren Dom fertigstellen konnte. (Die Domtürme wurden allerdings erst 1655 vollendet). Dem Nachfolger von Markus Sittikus, Paris Graf von Lodron, gelang es durch eine kluge und vorsichtige Neutralitätspolitik, Salzburg aus dem Dreißigjährigen Krieg herauszuhalten.
Als Vorstufe zur Universität wurde 1617 ein Gymnasium eingerichtet, frühere Versuche scheiterten meist am Platzmangel. 1622 wurde aus dem Gymnasium die Universität Salzburg mit theologischer und philosophischer Fakultät. Diese Gründung war wesentlicher Teil der gegenreformatorischen Politik der Fürsterzbischöfe, sie sollte auch der besseren Ausbildung der Priester dienen.
Wenige Jahre nach dem Thesenanschlag Luthers war die Mehrheit der Bürger Salzburgs bereits dem Protestantismus gegenüber sehr aufgeschlossen. Die Unzufriedenheit der Bürger mit dem Absolutismus des Fürsterzbischofs Matthäus Lang von Wellenburg kam hinzu. Die Bauernkriege von 1525 offenbarten erneut die Sympatie vieler „Gewerken“ und Bürger dem Protestantismus gegenüber. Der Prediger Paulus Speratus (Paul Hoffer) nutzt sogar eine Gelegenheit in der Salzburger Franziskanerkirche im evangelischen Geist zu predigen. In der Stadt Salzburg hatten schon vor dem Jahr 1590 (fast) alle protestantische Familien das Land verlassen müssen. Kinder unter 15 Jahren (auch Säuglinge!) mussten dabei oft zurückgelassen werden und wurden unter katholischen Familien verlost. Erzbischof Leopold Anton von Firmian erließ schließlich 1731 gemeinsam mit seinem dogmatischen Hofkanzler Christani di Rallo das Emigrationspatent, das die Ausweisung von weiteren 20.000 Salzburger Protestanten (Salzburger Exulanten) anordnete. Im Spätherbst 1731 wurden zuerst 4000 „unangesessene“ Mägde und Knechte zusammengefangen und sofort deportiert. Im April 1732 wurden vor allem Handwerker- und Bauernfamilien des Landes verwiesen. Fast ein Viertel der Ausgewiesenen überlebten die mühsamen Märsche im Zuge der Vertreibung nicht. Erst 1740 und auf mehrmaliges Betreiben des preußischen Königs hin wurden die überlebenden Emigranten für den Verlust der Höfe teilweise entschädigt. Die Vertreibung entsprach zwar weitgehend dem „geltenden“ Reichsrecht, des „cuius regio, eius religio“ (Der Landesfürst bestimmte die Religion der Untertanen), die Umstände der Vertreibung (u.a. ohne Einhaltung der Fristen) - erregten aber europaweit Widerwillen. Vergleichsweise besser hatten es die Emigranten, die in Ostpreußen ankamen. Mittellose Bauern bekamen hier vom preußischen König ein Stück Land zur Verfügung, Handwerker konnten ihrem Gewerbe in den Städten ungehindert nachgehen. Auch noch zwischen 1732-1772 wurden landesweit „überführte“ Protestanten des Landes verwiesen. Goethes „Hermann und Dorothea“ geht auf eine Episode der Salzburger Emigration zurück. Für das Erzstift Salzburg hatte der hohe Bevölkerungsverlust durch die Vertreibung katastrophale wirtschaftliche Folgen. Erzbischof Andreas Rohracher sprach 1966 im Rahmen eines Festaktes sein tiefes Bedauern über die Vertreibung aus und setzte sich für gegenseitige Achtung und Liebe ein.
Der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart wurde 1756 in der Stadt Salzburg geboren und stand von 1769 bis 1781 in Diensten der Fürsterzbischöfe.
1772 bis 1803, während der Regierungszeit von Erzbischof Hieronymus Franz Josef von Colloredo-Mannsfeld, wurde Salzburg zum Zentrum der Spätaufklärung. Das Schulwesen wurde nach österreichischem Vorbild reformiert und zahlreiche Wissenschafter und Künstler nach Salzburg gerufen.
Mit dem Reichsdeputationshauptschluss erlosch die weltliche Herrschaft der Erzbischöfe von Salzburg. 1803 kam Salzburg als säkularisiertes Kurfürstentum vereint mit Freising und Passau an den Großherzog Ferdinand III. von Toskana und erhielt sogar die Kurwürde; 1805 wurde es zusammen mit Berchtesgaden dem neuen Kaiserreich Österreich zugeschlagen; 1810 wurde es wieder Teil von Bayern. 1816 (nach dem Wiener Kongress) fiel Salzburg ohne Berchtesgaden und den westlichen Flachgau (Rupertiwinkel) wieder an Österreich als Teil Oberösterreichs.
1850 wurde Salzburg, bis dahin von Linz aus verwaltet, ein selbstständiges österreichisches Kronland im Rang eines Herzogtums und erhielt eine Statthalterei. 1860 wurde begonnen die Stadtbefestigungen abzureißen (v.a. um Flussbausteine für die Salzachbegradigung zu erhalten), die Flächen jenseits der Festungswerke wurden bebaubar, die Stadt konnte sich nun weiter ausdehnen. 1886 wurde das erste Teilstück der Salzburger Straßenbahn errichtet und in Betrieb genommen.
1919 fanden erstmals Wahlen nach allgemeinem Wahlrecht statt. 1921, am 29. Mai, gab es eine Volksabstimmung für den Anschluss von Deutschösterreich und damit der Stadt Salzburg an das republikanische Deutsche Reich.
1922 wurde in der Salzburger Kollegienkirche „Das Salzburger große Welttheater“ von Hugo von Hofmannsthal, unter der Regie von Max Reinhardt, uraufgeführt. Den Umstand, dass die Kollegienkirche für diese Veranstaltung verwendet wurde, nahm Karl Kraus zum Anlass, aus der katholischen Kirche auszutreten.
Unter der NS-Diktatur kam es am 30. April 1938 auf dem Residenzplatz zur Bücherverbrennung und zu Verhaftungen von Juden und politischen Gegnern. Am 9. November, im Rahmen der so genannten "Reichskristallnacht", wurde die Salzburger Synagoge zerstört.
1942 wurden Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht in der Stadt und in St. Johann im Pongau errichtet. 1943 ließ Gauleiter Gustav Adolf Scheel in den Stadtbergen Luftschutzbunker errichten.
1944/45 zerstörten oder beschädigten in 15 Bombenangriffen amerikanische Flugzeugverbände 46 Prozent der Bausubstanz mit 7.600 Wohnungen; 14.563 Menschen wurden obdachlos, mehr als 550 kamen ums Leben. Getroffen wurde vor allem das Bahnhofsgebiet, aber auch die Innenstadt mit der Domkuppel und Mozarts Wohnhaus. Luftangriffe erfolgten auch auf Grödig, Hallein, Bischofshofen und Schwarzach.
Am 4. Mai 1945 marschierten US-amerikanische Truppen in die Stadt ein. Die Stadt war zuvor von der Deutschen Wehrmacht unter Oberst Hans Lepperdinger kampflos übergeben worden. Die Amerikaner setzten Richard Hildmann als Bürgermeister und Adolf Schemel als Landeshauptmann ein. Es kam zur Gründung der politischen Parteien SPÖ, ÖVP und KPÖ. Flüchtlingswellen heimatloser Menschen (Displaced Persons - DP), Volksdeutsche und Juden erreichten die Stadt Salzburg und das Umland. Im Dezember 1946 befanden sich etwa 13.200 Flüchtlinge vorwiegend aus Ost- und Mitteleuropa im Raum Salzburg. Zur Unterbringung wurden DP-Lager (3 ständige Lager und 5 Durchgangslager) eingerichtet; das Bekannteste war das Lager Parsch.
Ehemalige Nationalsozialisten wurden im stadtnahen Lager Glasenbach interniert. Am 11. August 1945 fand die erste Nachkriegsvorstellung der Salzburger Festspiele statt.
Am 26. September war Salzburg Schauplatz einer Länderkonferenz. Als erstes Land sprach sich Salzburg für die Wiederherstellung der Republik Österreich und für die Anerkennung der Staatsregierung Renner in Wien aus. Salzburg sowie Teile Oberösterreichs und der Steiermark bildeten die US-amerikanische Besatzungszone in Österreich. Salzburg war Sitz des US-Oberkommandos. In den ersten Wochen beschlagnahmte die Besatzungsmacht zahlreiche Gebäude und übte die totale Kontrolle aus, ging aber bald zur Kooperation mit den Landes- und Stadtbehörden über. Abgesehen von einzelnen Übergriffen arrangierte sich die Bevölkerung mit der Besatzungsmacht. Große Hilfeleistungen wirtschaftlicher Art (Marshallplan) und die Privatausgaben der Besatzungsangehörigen bewirkten rasche wirtschaftliche Erholung und brachten Salzburg den Beinamen „Goldener Westen“.
Am 1. Juli 1949 wurde nach neunjähriger Bauzeit die neue Staatsbrücke dem Verkehr übergeben. Am 31. Oktober 1953 wurde das letzte Teilstück der Straßenbahn eingestellt und durch den O-Bus ersetzt. Am 15. Juli 1957 wurde mit dem 16-stöckigen Hotel Europa das bis heute höchste Haus Salzburgs eröffnet, und bis heute reichen die Meinungen der überaus architekturkritischen Salzburger über dieses Gebäude von einem „Schandfleck der 50er“ bis zu einem „schützenswertem Zeitdokument“. Am 1. Mai 1959 fand der erste Gottesdienst im wiederhergestellten Dom statt.
Am 5. Juli 1962, nach einer mehr als 150-jährigen Unterbrechung, konnte die Universität Salzburg mit einer katholisch-theologischen und einer philosophischen Fakultät wiedererrichtet werden. Die ehemalige Philosophische Fakultät wurde zur Geisteswissenschaftlichen und später zur Kultur- und Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät ausgeweitet. Am 29. Juli 1963 wurde das umgebaute Kleine Festspielhaus wieder eröffnet. Ein Großteil der Altstadt wie auch Teile der Neustadt (z.B. Linzergasse) sind seit dem 9. Juli 1973 Fußgängerzone, wobei allerdings immer noch sehr viele Ausnahmegenehmigungen bestehen. Am 3. Oktober 1986 wurde die Naturwissenschaftliche Fakultät im Süden der Stadt eröffnet.
1994 zog der Fußballklub Austria Salzburg erstmalig gegen Inter Mailand in das UEFA-Cup-Finale ein. Am 23. Juni 2001 wurde das neue Kongresshaus eröffnet. Im Oktober 2003 nahm die Paracelsus Medizinische Universität als erste ”Private Medizinische Universität” Österreichs ihren Betrieb auf. Ebenfalls im Jahr 2003 erhielt Salzburg mit dem Stadion Wals-Siezenheim eine neue Fußballarena, in der 2008 Fußball-EM-Spiele stattfinden sollen.
Bürgermeister der Stadt Salzburg ist seit 1999 Heinz Schaden (SPÖ). Bürgermeister-Stellvertreter sind derzeit Dipl.-Ing. Harald Preuner (ÖVP) und Josef Huber (SPÖ). Stadträte sind Martin Panosch (SPÖ) und Johann Padutsch (Bürgerliste).
| Ergebnisse der Gemeinderatswahl vom 7. März 2004 | ||
|---|---|---|
| VP | 17.250 | 27,4% |
| SPÖ | 27.565 | 43,78% |
| FPÖ | 6.448 | 10,24% |
| BL | 9.508 | 15,1% |
| LIS | 641 | 1,02% |
| D92 | 530 | 0,84% |
| KPÖ | 1.019 | 1,62% |
Die Stadt war bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts politisch eher konservativ geprägt. Robert Preußler war 1914 der erste Sozialdemokrat im Salzburger Gemeinderat. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Richard Hildmann, der schon von 1935 bis 1938 Stadtoberhaupt gewesen war, am 5. Mai 1945 von der US-Militärverwaltung als provisorischer Bürgermeister eingesetzt. Seit 1999 wird der Bürgermeister direkt vom Volk gewählt.
Das Wappen der Stadt ist: „Im roten Felde eine gezinnte Stadtmauer, in deren Mittelteil sich ein Stadttor mit offenen Torflügeln und hochgezogenem Fallgitter unter einem kleinen zweifenstrigen Türmchen befindet, während die perspektivisch zurücktretenden Seitenteile der Mauer je eine Schießscharte aufweisen. Hinter der Stadtmauer erheben sich drei mit goldenem Spitzdach gedeckte, mehrstöckige Türme, von denen der höhere achteckige Mittelturm den Beschauer drei Wandflächen sehen lässt, deren jede unter dem giebelartigen Abschluss ein Giebelfenster, darunter ein einfaches Fenster und im unteren Stockwerke je zwei Fenster besitzt. An den beiden runden Seitentürmen sind im oberen Stockwerke je zwei, im unteren Stockwerke je ein Fenster sichtbar. Das Mauerwerk ist silber oder weiß.“
Wappen der Stadt Salzburg - Neben dem Wappen führt die Stadt eine Fahne in den Stadtfarben Weiß-Rot.
Die gesamte Altstadt wurde einschließlich der Bergstraße in der Linzergasse, der Neustadt mit dem Äußeren Stein, dem Inneren Nonntal, dem Inneren Mülln, dem Mönchsberg und dem Kapuzinerberg am 5. Dezember 1996 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbe aufgenommen und ist in ihrer Gesamtheit einzigartig. Weltweit einzigartig ist auch Schloss Hellbrunn mit seinem Schlossgarten und den Wasserspielen und dem Landschaftsgarten um die alte Hellbrunner Allee. Sehenswert sich auch die historischen Kirchen der einstigen Vororte, besonders die Pfarrkirchen von Morzg, Liefering, Maxglan, Gnigl und Aigen.
In der zentralen Getreidegasse, die für den Handel schon früh eine wichtige Rolle spielte, steht das Geburtshaus von W. A. Mozarts. Weitere Besonderheiten sind: Salzburger Residenz, Neue Salzburger Residenz mit dem Glockenspiel in dem sich heute das Salzburg Museum Carolino Augusteum befindet, die Alte Universität mit Saecellum und Großer Aula, das Rathaus, der Hofmarstall (Festspielhaus) mit Felsenreitschule und Marstallschwemme Pferdeschwemme, Sigmundstor (ältester Straßentunnnel Mitteleuropas), Domplatz mit der Mariensäule, Kapitelplatz mit der Kapitelschwemme, Residenzplatz mit dem Residenzbrunnen aus Mamor, der Mozartplatz mit dem Mozartdenkmal, der Waagplatz, sowie der Alte Markt mit dem Florianibrunnen. Auch die Kaigasse und mit dem umgebenden Kaiviertel in der Altstadt sowie Steingasse (Salzburg) und Linzergasse in der Neustadt (Salzburg) haben ihren historischen Charakter bewahrt. Daneben hat noch die Griesgasse zwischen Anton Neumayr Platz und Staatsbrücke wegen der dort liegenden größten Gaststätte Österreichs, dem so genannten Sternbräu eine wichtige Bedeutung.
Schlösser im Landschaftsgarten Hellbrunner Allee
Schlösser in unmittelbarer Stadtnähe
Im Ensemble der streng geschützten Altstadt ist aussagestarke moderne Architektur kaum möglich. In den letzten Jahren entstanden aber am Stadtrand einige größere moderne Bauwerke. Der Hangar 7 am Flughafen Salzburg dient Dietrich Mateschitz und seinen Flying Bulls als öffentlich zugängliche Schatztruhe. Der nach außen auffällig gestaltete Europark in Taxham hat seit seiner Erweiterung 2004/05 mit dem Oval auch einen Saal für Theater und Kino. Das Museum der Moderne auf dem Mönchsberg ist weithin sichtbar und deutlicher Kontrast zur Festung und zur Altstadt darunter. Die Heizkraftwerke Mitte und Nord der Salzburg AG wurden zur Jahrtausendwende neu gestaltet und sind mit ihrem hohen grauen Turm weit sichtbar. Die Österreichzentrale der Bausparkasse Wüstenrot in der Alpenstrasse wurde 2005 von TSB Architekten neu gestaltet. Die Salzburg AG hat auch eine neue Zentrale in Schallmoos errichtet. Die Naturwissenschaftliche Fakultät ist mit ihrer hohen Halle und ebenso hohem Wintergarten ein Kontrast innerhalb der Familie der Universitätsgebäude.
Große Friedhöfe sind
Historisch bedeutend sind
Kleine Friedhöfe sind
Nicht mehr sichtbar sind u.a. der
1921 stellte die Salzburger Stiegl-Brauerei in Maxglan landwirtschaftliche Gebäude der eben gegründeten „Salzburger-Kunstfilm“ zur Verfügung. Dort errichtete die junge Filmproduktionsgesellschaft ein Labor und ein Filmatelier. Es wurde sogleich der Dokumentarfilm „Die Festspiele 1921“ hergestellt. Der erste Spielfilm „Die Tragödie des Carlo Prinetti“ hatte am 29. Jänner 1924 in Wien Premiere. Ein zweiter sollte nie erfolgen, da die Unternehmung mit Sitz im Hotel „Österreichischer Hof“ schon 1925 – mitten in der schwersten Krise des österreichischen Stummfilms – Konkurs eröffnete. Das Maxglaner Kino war zu seiner Zeit das zweitgrößte Kino Österreichs außerhalb der Bundeshauptstadt Wien.
Das Mozartkino in der Altstadt wurde 1905 im Hotel Kasererbräu eingerichtet und zog seitdem mehrfach im Gebäude um. Zuletzt wurde das Kino 1987 erweitert, wobei ein Brunnen aus römischer Zeit gefunden wurde, der im heute im Salzburger Museum Carolino Augusteum ausgestellt ist. Römische Mauerreste sind im „Römersaal“ des Kinos sichtbar. Der Vorläufer des Elmo Kino entstand 1947 im Turnsaal der Volksschule Plain, nur wenige hundert Meter vom heutigen Standort an der Lehener Brücke entfernt. 1949 bauten Alfred und Else Morawetz ein neues Gebäude mit einem Saal mit 1000 Sitzplätzen. 1977 kam ein zweiter Saal hinzu, vier Jahre später nochmals zwei Säle und seit den 1980er sind es fünf, der größte mit 435 Sitzen. Das Programm umfasst Familien- und Nischenfilme.
Das Kino (Salzburger Filmkulturzentrum) am Äußeren Stein hat seinen Schwerpunkt auf Kulturfilme und Retrospektiven. Jeden Herbst veranstaltet es das Bergfilm-Festival.
Salzburg ist wie keine andere Landeshauptstadt geprägt durch die katholische Kirche. Dafür ist nicht zuletzt die Tatsache verantwortlich, dass es bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts, also bis zum Ende das Fürsterzbistums Salzburg keine Trennung von Kirche und Staat gab. Die Schwierigkeiten etwa der evangelischen Gemeinde, der jüdischen Gemeinde und der Wiedertäufer und besonders die Protestantenvertreibung zeugen davon. Noch heute dominieren zahlreiche Kirchtürme das Bild der Stadt, die einmal die Bezeichnung „Das nördliche Rom“ trug. Während das 18. und vor allem das 19. Jahrhundert erste Möglichkeiten für das Aufleben nichtkatholischer Glaubensgemeinschaften brachte, kam es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wesentlich bedingt durch Krieg, Vertreibung und Migration zu einer größeren Vielfalt an verschiedenen Religionen.
Die Katholiken stellen mit 55,6 % der Stadtbevölkerung auch heute die mit Abstand größte Gruppe. Die Stadt Salzburg ist dabei in 3 Dekanate und 24 Pfarrsprengel gegliedert, die im Wesentlichen den Stadtteilen entsprechen. Zur evangelischen Kirche AB und HB bekennen sich 6,7 % der Einwohner. Diese Glaubensgemeinschaft ist in drei Pfarrgemeinden mit den zugehörigen Kirchen in der Neustadt, in Gneis und in Taxham gegliedert. Die Gemeinschaften des orthodoxen Christentums (russisch- rumänisch- und serbisch-ortodoxe Kirche) stellen 5,3 % der Bevölkerung. Die russisch-orthodoxe Kirche Maria Schutz steht dabei in Mülln.
Zu den Glaubensgemeinschaften der Altkatholiken, der Methodisten, der Neuapostolischen Kirche, der Mormonen-Gemeinde (Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzen Tage), den Zeugen Jehovas, dem Bund evangelikaler Gemeinden und der Freien Christengemeinschaft bekennen sich insgesamt 1,6 % der Stadtbevölkerung. Die Katholische Kirche steht mit den orthodoxen Kirchen, der evangelischen Kirche, der Altkatholischen Kirche und den Methodisten in christlich-ökumenischen Arbeitskreisen in einem Dialog, der sich auch in regelmäßigen gemeinsam gefeierten ökumenischen Gottesdiensten zeigt.
Die Muslime stellen mit 6,8 Prozent der Stadtbevölkerung die mit Abstand größte nichtchristliche Glaubensgemeinschaft dar. 0,06 % der Salzburger Stadtbevölkerung bekennen sich zur Israelitischen Kultusgemeinde. Zu anderen nichtchristlichen Religionsgemeinschaften, etwa der buddhistische Gemeinde, den Bahai, der hinduistischen Gemeinschaft und der Gemeinschaft der Sikhs bekennen sich insgesamt 0,6 % der Stadtbevölkerung.
Neben den ca. 10 Gebetsräumen ("Moscheen") der Muslime, die überwiegend in Schallmoos und Gnigl gelegen sind, gibt es eine jüdische Synagoge und einen Gurdwara der Sikhs ebenfalls in Schallmoos, ein buddhistisches Zentrum in der Neustadt (Linzergasse) und eines in der Lehenerstraße. In Lehen befindet sich auch der Tempelraum (Mandir) der Hindu Gemeinschaft.
Ohne religiöses Bekenntnis sind in Salzburg 17,1 Prozent der Bevölkerung. Bei 6,5 % ist das religiöse Bekenntnis gemäß Volkszählungsstatistik unbekannt.
Der älteste reine Sportclub im Bundesland Salzburg ist der Salzburger AK 1914 aus dem Stadtteil Nonntal. Älter sind verschiedene Turnvereine. Der Salzburger Turnverein wurde 1861 gegründet, der Maxglaner Turnverein 1902, der der "Amateur-Turn- und Sportverein Salzburg" (ATSV) (1912). Der Arbeiter-Sportklub (ASK) Salzburg existiert seit 1922 im Stadtteil Maxglan und war als Arbeiterverein zwischen 1938 und 1945 aufgelöst. FC Red Bull Salzburg wurde 1933 als SV Austria Salzburg gegründet und ist im Fußball auch der erfolgreichste Verein Salzburgs. Der 1977 als Salzburger EC gegründete Eishockey-Verein EC Red Bulls Salzburg spielt seit 2004 wieder erfolgreich in der ersten Liga, die Damenmannschaft Ravens Salzburg gewann in der Saison 2005/06 den Meistertitel. Zwischen 1986 und 1998 gab es auch beim PSV Schwarz-Weiß Salzburg eine Eishockey-Sektion deren Höhepunkt die Vizelandesmeisterschaft war. Im American Football gewannen die Salzburg Lions 1984 den erstmals ausgespielten österreichischen Meistertitel in dieser in Österreich noch jungen Sportart. Heute betreibt das Team als Salzburg Bulls in der zweitklassigen Division I Amateursport auf höchstem Niveau.
Sportliche Großveranstaltungen gibt es in der Festspielstadt bisweilen nur wenige, der Salzburg-Marathon fand erstmalig 2005 statt und führt auch durch die Altstadt. Die Straßen-Radweltmeisterschaft wurde 2006 in der Stadt Salzburg und deren Umgebung durchgeführt. An den vier Renntagen wohnten mehr als 330.000 Besucher diesem Großereignis bei, für die Organisation und Durchführung erntete die Stadt weltweit großes Lob. Während der Fußball-Europameisterschaft 2008 werden im EM-Stadion vor den Toren der Stadt drei Gruppenspiele stattfinden. Salzburg hatte sich für die Olympischen Winterspiele 2014 beworben, konnte die Wahl im Juli 2007 aber nicht für sich entscheiden.
In der Stadt Salzburg befinden sich 41 Naturdenkmäler, im wesentlichen alte stattliche Einzelbäume. Als Liste sind sie unter dem Link Liste der Naturdenkmäler der Stadt Salzburg aufgelistet. Geschützte Landschaftsteile von überregionaler Bedeutung sind:
In der Stadt Salzburg befinden sich insgesamt 39 Geschützte Landschaftsteile, die aufgelistet unter dem Link Liste der geschützten Landschaftsteile der Stadt Salzburg zu finden sind. Die Landschaftsschutzgebiete in der Stadt Salzburg sind (neben dem nur marginal ins Stadtgebiet reichenden Plainberg-Schutzgiet):
Das einzige Naturschutzgebiet der Stadt ist das Hammerauer Moor
Das Nachtleben in der Stadt Salzburg spielt sich großteils in der Altstadt, speziell rund um den Anton-Neumayr-Platz und am Rudolfskai ab, wo neben Bierlokalen auch Irish Pubs und andere Ausgehmöglichkeiten existieren. Am Hauptbahnhof wurde in den letzten Jahren ein Urban Entertainment Center, das City Center (Salzburg), aus dem Boden gestampft, ebenso wie beim Airportcenter, dort findet man jeweils Diskotheken, Kinos und Bars.
Salzburg verfügt mit dem W. A. Mozart Airport über den zweitwichtigsten Flughafen in Österreich, derzeit hält der Flughafen bei einer jährlichen Passagierzahl von 1,42 Millionen, die Tendenz ist vor allem wegen des starken Wintertourismus in der Region stark steigend.
Durch Salzburg führt die Westbahn und somit stellt die Stadt einen wichtigen nationalen wie auch internationalen Bahnknoten dar, was den Hauptbahnhof Salzburg zu einem der meist frequentierten Bahnhöfe Österreichs macht. Von hier aus gelangt man auf Hauptstrecken einerseits in die Bundeshauptstadt Wien, andererseits über die Tauernbahn in Richtung Süden (Villach, Slowenien, Italien, Graz), über die Bahnstrecke München–Salzburg nach München, sowie nach Innsbruck. Zudem verkehren zahlreiche Züge der Deutschen Bahn nach Salzburg, so zum Beispiel eine InterCity Linie (Frankfurt - Salzburg), mehrere Eurocitys und Nachtzüge.
Der Knoten Salzburg die Autobahnen A1 (Wien - Salzburg), A8 (München - Salzburg) und die A10 (Salzburg - Villach), welche zusammen einen Halbring im Westen der Stadt bilden. Autobahnabfahrten zum Stadtgebiet sind: Salzburg Nord, Salzburg Messegelände, Salzburg Mitte, Salzburg Klessheim, Salzburg Siezenheim, Salzburg Flughafen, Salzburg West und Salzburg Süd. Ein Teil der A1 kann inzwischen als Stadtautobahn angesehen werden, mit Nebenwirkungen wie häufigen Stau, und eine großzügigere Umfahrungsmöglichkeit wird immer wieder angeregt.
Die unter Fernverkehr beschriebenen, von Salzburg ausgehenden Bahnstrecken werden auch mit Regionalverkehr bedient und bieten den zahlreichen Pendlern eine Möglichkeit nach Salzburg zu gelangen. Zusätzlich gibt es noch weitere regionale Bahnstrecken die eine Zubringerfunktion zur Stadt erfüllen, wie etwa die Strecken „Salzburg - Freilassing - Berchtesgaden“, „Salzburg - Freilassing - Mühldorf“, „Salzburg - Bürmoos - Oberndorf“, „Salzburg - Bürmoos - Trimmelkam“ und „Steindorf - Braunau“.
Der wichtigste Nahverkehrsträger im Zentralraum Salzburg ist die S-Bahn Salzburg, welche sich auch immer mehr als innerstädtisches Verkehrsmittel etabliert und derzeit im Nordwesten der Stadt Richtung Freilassing erweitert wird. Ergänzend dazu sorgt ein gut ausgebautes Regionalbusnetz rund um die Stadt für Verbindungen aus dem Umland.
Im Stadtgebiet von Salzburg übernimmt seit 1940 der O-Bus mit einem der europaweit größten Obusnetze die größte Rolle im ÖPNV. Die Lücken im O-Bus-System und einige Strecken in die Peripherie wie z.B. nach Freilassing oder Siezenheim erschließen die Albus-Autobuslinien. Das Netz ist hauptsächlich sternförmig ausgerichtet, weshalb einige Querverbindungen fehlen, wird aber kontinuierlich erweitert.
Die genannten Verkehrsträger sind durch den Salzburger Verkehrsverbund in ein gemeinsames Tarifsystem integriert und aufeinander abgestimmt.
Für Besucher der Stadt Salzburg mit PKW gibt es Park-and-Ride-Anlagen am Stadtrand (Autobahnabfahrten „Salzburg Süd“ und „Messegelände“). Von dort ist das Zentrum mit den öffentlichen Verkehrsmittel gut zu erreichen. Hingegen ist bei Anfahrt mit dem PKW in die Innenstadt mit längeren Stauzeiten und Problemen bei der Parkplatzsuche zu rechnen.
Eine wichtige und positive Rolle spielt in Salzburg das Fahrrad, der Anteil des Fahrrades am Gesamtverkehr liegt bei über 20%. Die Stadtverwaltung hat seit 1991 eine eigene Radverkehrskoordination. Besonders wichtig waren die Unterführungen für die Autoverkehrbrücken und den von Fußgängern stark genutzten Makartsteg. Auch wurden die Stege den Radfahrern angepasst und ermöglichen es über die Stege (ausgenommen den Mozartsteg) das Salzachufer zu wechseln. Entlang der Salzach sind parallel zu den Fußgängerwegen eigene Fahrradwege entstanden, die ebenfalls stark genutzt werden.
Eine günstige Möglichkeit sich auf dem gut ausgebauten Salzburger Radwegenetz fortzubewegen bietet im Stadtgebiet von Salzburg das Citybike mit dem Leihfahrrad. Nach der Registrierung via Internet oder direkt am Terminal bei einem der Standplätze kann mit der Maestro-Karte ein Fahrrad entliehen werden. Die Benützung ist für eine Stunde kostenlos. Zur stärkeren Verzahnung von ÖPNV und Radverkehr wurden 1999 am Hauptbahnhof und später auch am Bahnhof Itzling die ersten gesicherten Fahrradgaragen errichtet; eine weitere am Hanuschplatz ist in Planung.
Insbesondere im Innenstadtbereich kommt man in Salzburg auch zu Fuß schnell und bequem voran, ein Großteil der Altstadt ist als Fußgängerzone deklariert.
Siehe auch Hauptartikel Brücken Salzburgs: Lange Zeit war eine hölzerne Brücke an der Stelle der heutigen Staatsbrücke die einzige Brücke der Stadt als Verbindung zwischen Alt- und Neustadt. Inzwischen sind (flussabwärts geordnet) folgende Brücken und Stege vorhanden:
Für die Energieversorgung der Stadt Salzburg zeichnet sich die Salzburg AG verantwortlich, ein regionales Unternehmen, welches im Jahr 2000 durch die Fusion von SAFE und den Salzburger Stadtwerken entstand.
Die Stadt Salzburg bezieht ihr Trinkwasser durch die Salzburg AG hauptsächlich aus dem Grundwasser-Tiefbrunnen Glanegg der Quelle Fürstenbrunn und den Gersbergquellen. Je Jahr werden etwa 12 Milliarden Liter Wasser in die Stadt geleitet. Auf dem Mönchsberg und dem Kapuzinerberg befinden sich je ein Hochbehälter mit 25.000 m³ Inhalt.
Die Entsorgung der Abwässer erfolgt seit 1987 durch die Großkläranlage Siggerwiesen, die für über 600.000 Einwohner ausgelegt ist und neben dem Großraum Salzburg auch das bayrische Ainring bedient.
In Salzburg sind fünf Universitäten und Hochschulen angesiedelt. Die älteste davon ist die Paris-Lodron-Universität Salzburg, die 1622 gegrüdnet wurde, aber in der Zeit von 1810 bis 1962 aufgelassen war. Die Universität gliedert sich in die vier klassischen Fakultäten (katholische) Theologie, Rechtswissenschaften, Kultur- und Gesellschaftswissenschaften und Naturwissenschaften.
Das Universität Mozarteum wurde 1841 als Musikschule eingerichtet und ist (abgesehen von 1939-1953) seit 1970 eine Hochschule. Es werden vor allem Konzertfachstudien angeboten (Streicher, Bläser, Zupfinstrumente, Schlagzeug, Tasteninstrumente, Gesang) aber auch pädagogisch orientierte Fächer sowie Studienmöglichkeiten in den darstellenden Künsten Schauspiel, Bühnenbild und Regie.
Mit der Paracelsus Medizinische Privatuniversität wurde die an der Universität Salzburg fehlende medizinische Fakultät 2003 als private Universität gegründet. Ein Drittel der Finanzierung kommt dennoch von staatlicher Seite. Angeboten werden die Studiengänge Humanmedizin, Pflegewissenschaften sowie ein Postgraduate Studium der Molekularen Medizin. Die klinische Ausbildung der Studierenden erfolgt an den Universitätskliniken Salzburg. Die PMU kooperiert bei der praktischen Ausbildung außerdem mit Krankenhäusern in Bayern, bis hin zum Klinikum Rosenheim.
Die Fachhochschule Salzburg besteht seit 1995 und wurde 2005 vom Norden des Stadtgebiets in die südlich gelegene Gemeinde Puch bei Hallein verlegt. Sie bietet technische, wirtschaftliche, kreativ-gestalterische Studiengänge sowie Studiengänge im Bereich Gesundheit und Soziales an.
Die Salzburg Management Business School wurde 2001 eingerichtet und hat fünf Gesellschafter, zu denen auch die Universität Salzburg gehört. Angeboten werden ausschließlich Masterstudiengänge für Wirtschaftsstudenten.
AHS
Katholische Privatschulen
BMHS
Katholische Privatschulen