Samuel Warren Carey (* 1. November 1911 in Campbelltown; † 20. März 2002 in Hobart) war ein australischer Geologe und ein früher Vertreter der Theorie der Kontinentaldrift. Seine Versuche einer Erklärung führte ihn zur Entwicklung einer Theorie der expandierenden Erde.
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Carey diente im 2. Weltkrieg als Leutnant in der Spezialeinheit Z force, die hinter den japanischen Linien operierte, und entwickelte einen Plan, durch kleine Gruppen Schiffe in gegnerischen Häfen zu verminen (Operation „Scorpion“). Ihm wurde es von seinem Vorgesetzten erlaubt, mit seiner Einheit den Plan bei einer Scheinattacke auf den von amerikanischen Einheiten benutzen Hafen in Townsville zu testen und dabei harmlose Testminen an amerikanischen Schiffen zu befestigten. Nach Entdeckung der Minen wurde Carey trotz seiner Zusicherung inhaftiert, dass die Minen nicht gefährlich waren. Auf Betreiben seines Vorgesetzten wurde er jedoch bald darauf entlassen, jedoch nur unter der Bedingung, dass er die Spezialeinheit verließ.
Nach dem Krieg war Carey ein hoch angesehener Geologe mit vielen Beiträgen zu den sich entwickelnden Theorien. Er verteidigte die Theorie der Kontinentaldrift von Alfred Wegener, wobei sein Modell viele Gemeinsamkeiten mit dem derzeit gültigen Modell enthält, wie die Teilung von ursprünglichen Superkontinenten, die Entstehung neuer Krusten in tiefen ozeanischen Bereichen und anderen Phänomenen der noch immer aktiven Erdkruste. Seine Theorie erklärt diese Phänomene mit der expandierenden Erde während die aktuelle Theorie der Plattentektonik diese mit der Subduktion erklärt. Ingenieure benutzten Karten und Daten, die bei seinen Feldstudien in Neuguinea erarbeitet wurden.
Unabhängig davon, dass sich die Plattentektonik inkl. der Subduktion gegenüber der Expansionstheorie durchgesetzt hat (was von Carey nie akzeptiert wurde), wird Carey weiterhin als ein Geologe geschätzt, der substanzielle Beiträge auf dem Gebiet der Tektonik geliefert hat, die beträchtlichen Einfluss bei der Durchsetzung der Idee der Kontinentaldrift hatten.
1946 wurde er Professor für Geologie an der University of Tasmania. 30 Jahre später trat er von dieser Position zurück. Er und eine kleine Gruppe von Forschern beschäftigten sich weiter mit der Expansionstheorie.
Scalera, G. and Jacob, K.-H. (Hrsg.): Samuel Warren Carey - Commemorative memoir. In: Why expanding Earth? – A book in honour of O.C. Hilgenberg. Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia, Rom Mai 2003, S. 85-95 (http://hdl.handle.net/2122/2016).