| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Salzlandkreis | |
| Verwaltungsge- meinschaft: |
Schönebeck (Elbe) | |
| Koordinaten: | 52° 1′ N, 11° 45′ O | |
| Höhe: | 49 m ü. NN | |
| Fläche: | 58,37 km² | |
| Einwohner: | 33.290 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 570 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 39218 | |
| Vorwahl: | 03928 | |
| Kfz-Kennzeichen: | SLK | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 89 305 | |
| Stadtgliederung: | 8 Ortsteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Markt 1 39218 Schönebeck |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Hans-Jürgen Haase (CDU) | |
Schönebeck (Elbe) ist die größte Stadt des Salzlandkreises in Sachsen-Anhalt.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt Schönebeck (Elbe) liegt an der Elbe, etwa 15 km südlich der Landeshauptstadt Magdeburg. Dabei liegen die Ortsschilder beider Städte nur etwa 4 km weit entfernt.
Schönebeck grenzt (im Uhrzeigersinn von Norden beginnend) an Magdeburg, Gommern, Plötzky, Pretzien, Ranies, Pömmelte, Gnadau, Kleinmühlingen, Großmühlingen, Eggersdorf, Biere und Welsleben.
Im Jahr 936 wird Frohse erstmals urkundlich erwähnt und ist somit der älteste Teil der heutigen Stadt Schönebeck. Auf Grund einer Überschwemmung änderte sich 1020 der Flusslauf der Elbe und führt seit dem in seinem heutigen Flussbett auch an Schönebeck vorbei. 150 Jahre später (1170) wurde „Elmen“ („Siedlung am Ulmenbach“) erstmals in einer Schenkungsurkunde des Magdeburger Erzbischofs Wichmann (1152-1192) erwähnt. Bei Schriftstücken früherer Zeit soll es sich um Fälschungen handeln. Erst 1223 wurde Schönebeck mit seinem ursprünglichen Namen „Sconebeke“ („Siedlung am schmalen Bach“) erstmals urkundlich erwähnt. 1470 trat die „Groß Salzer Willkür“ in Kraft, 1490 dann die „Schönebecker Willkür“. Im Jahr 1582 wurde diese dann novelliert.
Das Stadtarchiv Schönebeck verfügt in Sachsen-Anhalt über einen der umfangreichsten Aktenbestände aus der Zeit der Hexenprozesse. Zwischen 1576 und 1664 lassen sich auf diese Weise über 30 Hinrichtungen belegen. Insbesondere in den Jahren 1619 und 1655 häuften sich die Verurteilungen wegen angeblicher magischer Kräfte. Die Opfer aus Schönebeck und Groß Salze wie die „Schnittegallische“ (1576) oder die „Heringsche“ (1660) fanden vielfach auf dem Scheiterhaufen den Tod. Lediglich bei Anna Körbitz und Lene Jahn beschränkte sich die weltliche Gerichtsbarkeit 1632 darauf, sie des Landes zu verweisen. Dem ebenfalls Beschuldigten Andreas Böttcher gelang 1655 die Flucht. Trotz der guten Quellenlage bleibt die genaue Todesursache in vielen Fällen aber bis heute unklar.
Eine der ersten Dampfmaschinen wurde 1792 am Soleturm in Alt Salze zur Soleförderung errichtet.
Am 21. Oktober 1806 geriet Schönebeck unter französische Besetzung. Am 29. Juni 1839 verkehrte die erste Eisenbahn zwischen Magdeburg und Schönebeck.
Elbenau und Grünewalde, die ostseits der Elbe liegen, wurden am 1. April 1913 (als Voraussetzung für die Genehmigung zum Bau der Elbbrücke) nach Schönebeck eingemeindet. Am 1. Februar 1932 vereinigten sich das 1926 umbenannte Bad Salzelmen (ehemals „Groß Salze“), Frohse und Schönebeck zu „Schönebeck-Bad Salzelmen“. Die drei Städte traten gleichberechtigt auf, wobei im Laufe der Zeit nur noch von „Schönebeck (Elbe)“ gesprochen wurde.
Vom 19.3.1943 bis zur Befreiung Schönebecks durch amerikanische Truppen am 11. April 1945 bestand ein Konzentrationslager an der Barbyer Straße. Dieses Lager (Codename „Julius“) war ein Außenlager des KZ Buchenwald. Die etwa 1500 Häftlinge mussten im Junkers-Werk in der Rüstungsproduktion arbeiten. Über das Schicksal der letzten Häftlinge existieren widersprüchliche Aussagen, nach denen die ca. 1500 Gefangenen entweder befreit oder aber vor dem Einmarsch der Amerikaner auf einen Todesmarsch nach Sachsenhausen und dann weiter nach Schwerin geschickt wurden, und nur 400 überlebten.
Am 1. Februar 1946 wurde Schönebeck aus dem Kreis Calbe (Saale) herausgelöst und zur kreisfreien Stadt erklärt. Diesen Titel hielt die Stadt nur vier Jahre, da am 1. Juli 1950 der Kreis Schönebeck mit der Kreisstadt Schönebeck (Elbe) neu gebildet wurde. Am 13. April 2005 erhielt der Stadtteil Bad Salzelmen endgültig den Status des Heilbades.
Der Landkreis Schönebeck wurde im Zuge der Kreisgebietsreform am 1. Juli 2007 aufgelöst. Der neue Landkreis, bestehend aus den ehemaligen Landkreisen Schönebeck, Bernburg und Aschersleben-Staßfurt, wird wahrscheinlich Salzlandkreis heißen. Aufgrund einer umstrittenden Landtagsentscheidung hat Schönebeck seinen Status als Kreisstadt verloren. Neuer Kreissitz ist Bernburg.
Nach der Reichspogromnacht gab es keine jüdische Ansiedlung mehr in Schönebeck. Die heute wieder vereinzelt in Schönebeck lebenden Juden gehören nunmehr der jüdischen Gemeinde in Magdeburg an. Zudem gibt es mehrere protestantische Gemeinden, wie St.Johannes in Bad Salzelmen, St.Jakobi in der Altstadt, St.Laurentii in Frohse, Martin Luther in Felgeleben und St.Pankratius in Elbenau. Die zweitgrößte Gemeinschaft bildet die katholische Kirche St. Marien.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1970 | 44.302 |
| 2005 | 34.096 |
| 2006 | 33.290 |
Der Rat besteht entsprechend der Gemeindeordnung des Landes Sachsen-Anhalt aus 40 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern und dem Oberbürgermeister. Er wird auf die Dauer von fünf Jahren gewählt.
(Kommunalwahl am 13. Juni 2004)
Das heutige Stadtwappen entstand im Zuge der Vereinigung von Bad Salzelmen, Frohse und Schönebeck im Jahre 1932. Vor diesem Hintergrund waren die mit dem Entwurf beauftragten Paul Krull, Stadtarchivar Wilhelm Schulze und Museumsdirektor Wolfgang Wanckel darum bemüht, dass alle drei Städte symbolisch in dem Wappen vertreten sind. Ihre Ideen wurden schließlich von dem Altenburger Künstler Otto Pech gestalterisch umgesetzt und am 2. August 1932 durch die dafür zuständige Behörde als neues Wappen genehmigt.
„Geteilt und halbgespalten von Silber, Rot und Silber; oben eine gezinnte rote Burg mit zwei spitzbedachten Seitentürmen und fähnchenbesteckter niederer Kuppel, im geöffneten goldenen begatterten Tor ein goldenes S; rechts unten im damaszierten Feld ein mit drei goldenen Bändern umwundenes silbernes ‚Stück Salz‘ in goldenem Stutzkorb; links unten auf grünem Dreiberg ein rot gekleideter goldgekrönter König auf einem mit Tierköpfen verzierten goldenen Thron, in der Rechten ein goldenes Zepter, beiderseits des Throns je eine hohe grüne Staude.“
Städtepartnerschaften bestehen mit:
In Schönebeck existiert ein Salzbergwerk, das bis Ende der 1950er Jahre auch für Besucher geöffnet war. Besonders Lungenkranke konnten hier in der trockenen Salzstollenluft Linderung finden. Später wurde das Salzbergwerk für die Öffentlichkeit geschlossen. Um ein Einstürzen zu verhindern, hat man in den 1970ern eine Kaverne zur Flutung der Hohlräume mit Sole angelegt. Vermutlich wurden die Stollen für die Lagerung von Sondermüll genutzt.
Im Stadtteil Bad Salzelmen befindet sich das älteste Solbad Deutschlands (1802 begründet durch Dr. Johann Wilhelm Tolberg ). Das ursprünglich der Soleveredelung dienende Gradierwerk (Baubeginn 1756) erreichte früher eine Länge von 1.837 m; davon sind noch 350 m erhalten und werden für Kurzwecke genutzt.
Seit Mitte der 1960er Jahre wurden im Traktorenwerk Schönebeck die Zugtraktoren der Typen ZT 300/303 und ab 1983 der Reihe ZT 320/323 sowie Feldhäcksler gebaut. Nach 1990 wurde das TWS in die Landtechnik Schönebeck (LTS) umgewandelt, der Traktorenbau nach mehreren Fehlschlägen mit westdeutschen Lizenznahmen (wie Schlüter oder dem Nachfolger des MB-Trac) eingestellt und bis ca. 2000 noch Feldhäcksler unter dem Markennamen Maral gebaut. Bis Mitte der 1990er Jahre existierte das in der ganzen DDR für Großmotoren und Schiffsantriebe bekannte Dieselmotorenwerk Schönebeck (DMS), doch seit Mitte der 1990er Jahre ist es in Konkurs.
1793 wurde mit Hermania eine chemische Fabrik gegründet.
Wichtigste Straßen durch Schönebeck sind die Bundesstraße 246a und die Landesstraßen nach Calbe und Magdeburg. Im Jahr 2003 wurde ein Teil der Ortsumgehung der Bundesstraße 246a fertiggestellt. Die Verkehrsstruktur leidet derzeit noch unter einem in den 1970er Jahren eingerichteten Einbahnstraßenring, der einen großen Teil des Verkehrs durch die Hauptgeschäftsstraße (Salzer Str.) lenkt. Abhilfe kann die Führung des Verkehrs über die 2004 fertiggestellte Welsleber Brücke über die Eisenbahnstrecke Magdeburg - Leipzig schaffen.
An der Elbe besitzt Schönebeck einen Schiffsanleger für die Fahrgastschifffahrt (Elbkilometer 311,5, neben der Elbbrücke) und im Stadtteil Frohse, bei Elbkilometer 314,5 einen Hafen mit Wasserwanderrastplatz, Wasserschutzpolizei-Station und Umschlagmöglichkeit für Massengüter mit Bahnanschluss und Portalkran, Kailänge 1.000 m.
Im Stadtgebiet Schönebeck befinden sich die Haltestellen Frohse, Schönebeck (Elbe), Salzelmen, Süd und Felgeleben.
Schönebeck ist mit der S-Bahn Magdeburg an den Haltestellen Frohse, Schönebeck (Elbe), Süd und Salzelmen verbunden. Zusätzlich halten am Bahnhof Schönebeck (Elbe) Regionalbahnen und Regionalexpresse in Richtung Halle (Saale) und Aschersleben sowie Erfurt.
Im Schönebecker Stadtgebiet gibt es sechs Grundschulen, fünf staatliche („Karl Liebknecht“, „Käthe Kollwitz“, „Am Lerchenfeld“, „Dr. Salvador Allende“, „Ludwig Schneider“) und die „Freie Montessori Schule“.
Als weitere Bildungswege stehen die drei Sekundarschulen „Maxim Gorki“, „Pablo Neruda“ und „Am Lerchenfeld“ zur Verfügung sowie das Gymnasium „Dr. Carl Hermann“ und das Fachgymnasium Wirtschaft und Technik. Eine Berufsbildende Schule sowie je eine Schule für Lern- und Körperbehinderte sind ebenfalls vorhanden.
Weitere alternative private Schulträger machen eine Individualisierung des Bildungsweges möglich.
Im Rahmen des „8. Internationalen Steinbildhauersymposiums Sachsen-Anhalts“, das vom 17. Juni bis 28. Juli 2002 in Schönebeck stattfand, entstanden mehrere Steinskulpturen, die der Stadt als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt worden und nunmehr im ganzen Stadtgebiet zu besichtigen sind.
In der Altstadt liegt das älteste sakrale Bauwerk von Schönebeck, die St.-Jakobi-Kirche. Die dreischiffige Basilika wurde im frühen 13. Jahrhundert mit Bruchsteinen aus Plötzky erbaut, danach mehrmals verändert. Ursprünglich ein Bau mit flachem Dach, kamen einige Jahre später die zwei quadratischen Türme an der Westseite hinzu. Die barocken Doppelhauben stammen von 1793, das neugotische Westportal wurde 1840 eingesetzt. Durch eine Überschwemmung im Jahre 1876 drang Elbwasser in das Innere der Kirche und zerstörte einen Großteil der alten Einrichtung, so dass davon nur noch wenig erhalten ist. Dazu gehören die Schnitzfiguren „Katharina“ und „Maria mit Kind“ aus dem 15. Jahrhundert sowie ein verwitterter Taufstein (17. Jahrhundert). Die Zerstörungen führten dazu, dass der Innenraum der Kirche fast vollständig erneuert werden musste. Im Zuge der Umbaumaßnahmen erhielt St. Jakobi ihr heutiges Aussehen. In den letzten Jahren ist es durch Fördermittel und private Spenden gelungen, die baufällig gewordenen Kirchtürme zu sanieren. Deshalb konnte die Kirche lange Zeit nicht für ständige Gottesdienste genutzt werden. Daher entschieden sich die Verantwortlichen in den 1990ern für den Neubau eines Gemeindehauses in deren unmittelbarer Nähe. Das inzwischen fertiggestellte Gebäude zieren die umstrittenen Wandbehänge des in Schönebeck lebenden Künstlers Christof Grüger.
Den Stadtteil Bad Salzelmen prägen die weithin sichtbaren Türme der St.-Johannis-Kirche. In die Blütezeit von Groß Salze fiel auch der Baubeginn dieser dreischiffigen, spätgotischen Hallenkirche. Eine Inschrift in einem der Türme ist auf den 29. August 1430 datiert. Obwohl schon eine Dekade später die ersten Gottesdienste in dem Bau stattfanden, dauerten die Arbeiten daran über ein Jahrhundert an. Das Netz- und Sterngewölbe wurde 1536 fertiggestellt, die Turmspitzen im Jahre 1550 befestigt. Im Dreißigjährigen Krieg kam es 1635 zu einem verheerenden Brand, der eine umfassende Neugestaltung des Interieurs erforderlich machte. Als Geldgeber fungierten dabei - wie schon beim Neubau - ortsansässige Pfännerfamilien, die das Schönebecker Salz zu vermögenden Leuten gemacht hatte. Bereits nach relativ kurzer Zeit konnte mit dem Wiederaufbau im renaissancistischen und barocken Stil begonnen werden. Auch heute noch zeugt die wertvolle Inneneinrichtung vom Leben und Wirken jener Familien. Neben den vielen Epitaphien und Gestühlen verdeutlichen dies insbesondere der Hochaltar (1665) und die Kanzel (1678). Zudem konnte das Kruzifix von 1550 vor den Flammen bewahrt werden. Bis in das Jahr 1894 gab es einen Turmwächter. Heutzutage befindet sich in den einst von ihm bewohnten Räumlichkeiten ein kleines Museum. Nach langjährigen Instandsetzungsarbeiten kann die Kirche seit 2004 wieder genutzt werden.
Weitere evangelische Kirchen befinden sich in Elbenau (St.-Pankratius-Kirche), Felgeleben (Martin-Luther-Kirche) und Frohse (St.-Laurentii-Kirche).
Die einzige katholische Kirche der Stadt ist die St.-Marien-Kirche vor den Toren des heutigen Neubaugebietes. Im Zuge der Industrialisierung kamen vermehrt katholische Familien nach Schönebeck, für die letztlich ein eigenes Gotteshaus geschaffen werden musste. 1907 erfolgte die Grundsteinlegung für den neugotischen Backsteinbau. Den Entwürfen von Baurat und Kreisbauinspektor Körner entsprechend verfügt die Kirche nur über eine sehr frugale Innenausstattung, deren Mittelpunkt die Lindenholz-Madonna „Maria mit dem Kind“ aus dem 14. Jahrhundert darstellt, die ursprünglich aus dem sachsen-anhaltischen Hornhausen stammte. Im Kontrast dazu stehen die in den 1960er-Jahren geschaffenen Glasmosaikfenster von Christof Grüger. Auch St. Marien wurde in den letzten Jahren aufwändig saniert, so dass sie zum 100-jährigen Jubiläum wieder im alten Glanz erstrahlt.
Zudem befindet sich in Schönebeck das Schalom-Haus, die ehemalige jüdische Synagoge aus der Gründerzeit. Nach ihrer Einweihung am 31. August 1877 diente sie sechs Jahrzehnte lang der jüdischen Gemeinde aus Schönebeck und den umliegenden Orten Aken, Barby, Calbe, Groß Salze sowie Staßfurt als Ort religiöser Zusammenkunft. Diese Tradition fand jedoch mit der Reichspogromnacht, in deren Verlauf die Inneneinrichtung vollständig zerstört wurde, ein jähes Ende. In der Folgezeit wurde das Gebäude mehrfach zweckentfremdet. Schließlich fand sich in der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde Schönebeck ein neuer Eigentümer, unter dessen Federführung der Bau seit Mitte der 1980er umfassend rekonstruiert wurde, so dass er heute wieder seiner religiösen Zweckbestimmung entsprechend genutzt werden kann.
Die Gemeinde ist überdies darum bemüht, die Geschichte des Schalom-Hauses und die damit eng verbundenen Schicksale der Schönebecker Juden einer breiten Öffentlichkeit in Erinnerung zu halten. So finden in den Räumlichkeiten eine Vielzahl von themenbezogenen Veranstaltungen statt, unter anderem die Verleihung des „Urman-Preises“. Dieser wurde von der KZ-Überlebenden Judy Urman gestiftet, die auf diese Weise Jugendliche aus Schönebeck und der näheren Umgebung dazu bewegen möchte, sich mit den Ereignissen in Deutschland zwischen 1933-1945 intensiv auseinanderzusetzen.
Der Heimattiergarten auf dem Bierer Berg (Bismarckhöhe) besteht seit der 750-Jahr-Feier Schönebecks im Jahre 1973, als dort einige Tiergehege unter der Patenschaft des damaligen Dieselmotorenwerkes errichtet wurden. Der kleine Tiergarten beherbergt in erster Linie heimische Wildtiere und einige Haustiere. Die wenigen Exoten sind allesamt kleine Säugetiere. Insgesamt leben dort etwa 200 Tiere in 50 Arten.
Die klassischen Schwimmdisziplinen werden in der Volksschwimmhalle bedient, deren Becken über eine entsprechende Tiefe verfügt. Neben den Freizeit- und Vereinssportlern steht die Halle auch all denen offen, die das Schwimmen unter professioneller Anleitung erst erlernen wollen.
In den Sommerferien bleibt die Volksschwimmhalle aus Kostengründen regelmäßig geschlossen. Stattdessen kann das Freibad in unmittelbarer Nachbarschaft zur Sportanlage des SSV 1861 genutzt werden. Dieses bekam in den 1990er Jahren ein völlig neues Aussehen und verfügt nunmehr über zwei Schwimmbecken, die in ihrer Charakteristik an die Bedürfnisse der meist jungen Besucher angepasst worden. Das flache Nichtschwimmerbecken ziert ein überdimensionaler Dinosaurier, der mit seinen Wasserfontänen für eine kühle Abwechslung sorgt. Etwas tiefer ist das große Becken gehalten, in das die Wasserrutsche mündet. Der Höhepunkt der Freibadsaison ist das alljährliche Neptunfest.
Nahezu ganzjährig geöffnet ist dagegen das „Solequell“ im Herzen von Bad Salzelmen. Als in der Region einmalige Besonderheit wartet es mit Wasser auf, das - der langen Tradition des Kurortes entsprechend - mit Sole versetzt ist. Das Angebot wird durch eine Wasserrutsche, ein beheiztes Außenbecken und eine Sauna abgerundet. Die Sole greift jedoch die Bausubstanz an, so dass jedes Jahr aufs Neue Reparaturmaßnahmen durchgeführt werden müssen, um das Erholungsbad weiterhin in einem tadellosen Zustand zu halten.
Die Stadt wird auf der östlichen Elbseite, im Ortsteil Grünewalde, vom Elberadweg R2 tangiert, der auf dem östlichen Elbdeich, von Pretzien kommend, über Ranies zur sachsen-anhaltischen Landeshauptstadt Magdeburg führt. Die Nebenstrecke R2a zweigt in Pretzien ab und verläuft über Elbenau nach Randau, wo sie wieder auf die Hauptstrecke trifft. Die Elbe befindet zwar nicht immer in Sichtweite, gleichwohl lohnt sich ein Abstecher entlang der reizvollen Elbauenlandschaft, der heimischen Flora und Fauna wegen.
Durch das Stadtzentrum verläuft seit kurzem der Jakobsweg, der durch eine stilisierte Jakobsmuschel auf blauen Grund gekennzeichnet ist.
Schönebeck verfügt über eine lebendige Vereinskultur im Bereich des Sports, deren Wirkungsstätten im ganzen Stadtgebiet verteilt sind. Neben den inzwischen flächendeckend vorhandenen Fußballplätzen erfreuen sich insbesondere die Handball- und Volleyballmöglichkeiten großer Beliebtheit innerhalb der Bevölkerung. Die Tennisanlage im Kurpark findet ebenfalls reges Interesse.
Erst im Jahr 2006 wurde eine für internationale Wettbewerbe geeignete Kegelbahn auf dem Gelände des SSV 1861 eingeweiht.
Segel- und Modellbauflieger können ihrem Hobby auf dem Sportflughafen Zackmünde nachgehen, von wo aus außerdem Stadtrundflüge für jedermann möglich sind.
An der Wilhelm-Hellge-Straße existiert eine Skateboardanlage, die zur freien Nutzung zur Verfügung steht.
Ein breites Angebot von Badminton bis zu modernen Fitnessgeräten bietet der Sportpark in der Stadionstraße an.
Auf dem 94 m hohen Hummelberg in Schönebeck gibt es ein 6 Hektar großes Enduro-Gelände, das durch den MC Schönebeck e. V. des ADAC betrieben wird.
Der jährliche Veranstaltungsreigen wird durch die Museumsnacht im März eingeläutet. Neben den Dauerausstellungen sind die Verantwortlichen um den Museumsdirektor Rüdiger Radicke und den Mitgliedern des Museums Förderferein zu dieser späten Stunde darum bemüht, den Interessierten nicht ganz so alltägliche Stücke und deren Geschichte zu präsentieren. Eventuell bekommen die Besucher dann auch das hauseigene „Gespenst“ zu Gesicht, welches seit einigen Jahrzehnten sein Unwesen in den Räumlichkeiten des Kreismuseums treibt. Das Fundament für dieses moderne Märchen bilden scheinbar willkürlich, ohne menschliches Zutun auftretende Unregelmäßigkeiten in der Elektro- und Schließanlage, deren technische Ursache bis heute nicht geklärt werden konnte.
Zu Ostern haben die Osterfeuer eine lange Tradition. Lange Zeit gab es auf den Elbwiesen auf der Grünewalder Elbseite ein großes Osterfeuer, welches aus Gründen des Hochwasserschutzes nicht mehr genehmigt wird. In Elbenau findet das Osterfeuer auf dem Sportplatz statt, veranstaltet vom Bürger- und Kulturverein Elbenau.
Im Frühjahr kommen dann die Gartenfreunde bei der „Schönebecker Pflanzen- und Gartenschau“ auf dem Salzblumenplatz auf ihre Kosten, wo sie sich durch die aktuellen Trends für ihre heimischen Oasen inspirieren lassen können.
Wenige Wochen später ist der Salzblumenplatz erneut Schauplatz für den „Schönebecker Töpfermarkt“. Auf diesem bietet sich die Möglichkeit Töpfern, Korbflechtern und weiteren Vertretern der klassischen Handwerksberufe bei der Herstellung ihrer Werke über die Schulter zu schauen. Die fertigen Arbeiten können anschließend auch käuflich erworben werden.
Anfang Mai rückt die Schönebecker Stadtgeschichte mit dem Pfännerfest organisiert von Förderverein des Kreismuseums e.V. auf dem Museumsvorplatz in greifbare Nähe. Das Pfännerfest beginnt ab 10 Uhr mit historischem Markt, „Handwerks- und Gewerbesbanden“ sowie einem Trödelamrkt für jedermann geöffnet. Auf dem Markt rund um das Kreismuseum gibt es ein Puppentheater, einen Zauberer und eine Modenschau. Da kann man Petrus nur noch um ein sonniges Gemüt bitten, und das Pfännerfest wird abermals ein großer Erfolg.
Bei der „Kulinarischen Nacht“ im selben Monat messen sich drei Prominente aus der Region in ihren Fähigkeiten am Herd. Mit der Unterstützung professioneller Köche kämpfen sie um die Gunst des Publikums, um am Ende als Sieger mir dem „Goldenen Kochlöffel“ ausgezeichnet zu werden. Dabei lässt es sich der schon mehrfach prämierte Schönebecker Oberbürgermeister Hans-Jürgen Haase nicht nehmen selbst im Kurpark teilzunehmen.
Den ersten musikalischen Höhepunkt bildet die Veranstaltungsreihe „Klänge im Raum“. In diesem Rahmen finden eine Vielzahl von Konzerten mit der „Mitteldeutschen Kammerphilharmonie“ statt, die einem bestimmten Thema gewidmet sind. Das Abschlusskonzert ist traditionell auf dem Salzblumenplatz und wird durch ein großes Höhenfeuerwerk abgerundet.
Beim „Elbebadetag“ besteht für alle Interessierten die Möglichkeit, die Elbe unter der Aufsicht der DLRG zu durchschwimmen. Allen nicht ganz so Mutigen wird am Elbufer ein buntes Rahmenprogramm geboten, bei dem in den vergangenen Jahren beispielsweise klassische Bademoden präsentiert worden.
Den Kurpark in einem ganz anderen Ambiente erlebt man beim Lichterfest.
Als absoluter Publikumsmagnet hat sich inzwischen der Schönebecker Operettensommer auf dem Bierer Berg herausgebildet, der jedes Jahr im Juli und August stattfindet.
Immer am ersten Adventwochenende des Jahres, ist in Bad Salzelmen der Weihnachtsmarkt der von den Mitgliedern des Museumsförderverein organisiert wird.
Den traditionellen Abschluss eines jeden Jahres bildet der Silvesterlauf im Kurpark. Neben einer Erwachsenen- und Kinderroute wurde zwischenzeitlich auch eine Nordic-Walking-Strecke in das Programm aufgenommen.
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