Schafwolle (auch Schafswolle) ist die Wolle des Schafs. Sie wird in der Industrie zunehmend als Dämmstoff verwendet. Ihre physikalischen und chemischen Eigenschaften sind die Voraussetzung für den Einsatz, im Hochbau, im Bereich technische Isolierung und im Bereich Schadstoffsanierung.
Dämmstoffe aus Schafwolle werden aus Schafschurwolle hergestellt. Um eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegenüber Mottenbefall zu erreichen und den Widerstand gegen Brandeinflüsse zu erhöhen, werden die Fasern nach Entfettung mit Borverbindungen oder Sulcofuron verbessert.
Inhaltsverzeichnis |
Auch bei permanenter physikalischer Belastung (zum Beispiel Einsatz bei technischer Isolierung sowie in so genannten Kulissenschalldämmungen) gibt es im Gegensatz zur künstlichen Mineralfaser bei Wolle nahezu keinen Faserbruch, diese Elastizität verleiht dem Produkt Formstabilität und Langlebigkeit. Auf Grund des Faseraufbaues wird die Elastizität, Formstabilität und Dämmeigenschaft bei Feuchtigkeitsaufnahme kaum beeinträchtigt.
Zusätzlich besitzt die Wolle eine hohe Aufnahmefähigkeit von Luftschadstoffen und kann Formaldehyd über Jahrzehnte abbauen.
Die Ablehnung der Hersteller, hochgiftige Schädlingsbekämpfungsmittel dem Naturprodukt beizusetzen, hat in der Anfangszeit der ökologischen Baustoffherstellung der Dämmstoffe zu umfangreichen Bauschäden durch Mottenbefall geführt.
Als Mottenschutz- Alternative haben sich Borverbindungen angeboten, die gleichzeitig als Brandschutzmittel dienten. Allerdings blieben die Borverbindungen nicht dauerhaft an der Wolle haften, so das heute wiederum an Gebäuden, die in den 1990er Jahren gedämmt wurden, Bauschäden durch Mottenbefall auftreten kann.
Gegenwärtig wird die Fixierung von Bor mittels Latex oder die Einbringung eines, gesundheitlich unbedenklichen Mottenschutzmittels Sulcofuron praktiziert ( doscha Wolle, Alchimea, Graaf Wool, Isolena).