Scheherazade (kyrillisch: Шехерезада, Transliteration: Šexerezada), Opus 35 ist eine sinfonische Dichtung von Nikolai Rimski-Korsakow aus dem Jahr 1888. Das Orchesterwerk, das auf der Erzählung Tausendundeine Nacht beruht, zeichnet sich durch zwei typische Merkmale der russischen Musik und speziell der Kompositionen von Rimski-Korsakow aus: eine farbenfrohe Instrumentation und eine im russischen Reich weit verbreitete Begeisterung für alles orientalische.
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Die Suite besitzt vier Sätze. Der Komponist ließ sich zunächst überreden, ihnen die folgenden programmatischen Titel zu verleihen, entfernte sie aber später wieder zugunsten reiner Tempobezeichnungen und wandte sich dagegen, ein "Geschichtenerzählen" in die Musik hinein zu interpretieren.
Das Thema am Anfang des ersten Satzes steht für den tyrannischen Sultan. Doch alsbald (nach einigen Akkorden der Holzbläser, die an die Einleitung der Ouvertüre Sommernachtstraum von Mendelssohn erinnern), erklingt das einzige Thema, das in jedem Satz wieder aufgenommen wird; es versinnbildlicht die Figur der Erzählerin selbst, Scheherazade, seine Frau, der es letztlich gelingt, ihn mit ihren Geschichten zu besänftigen. Es handelt sich um eine tief bewegende Melodie der solo-Violine, die sich sinnlich zur Begleitung der Harfe windet.