| Basisdaten | |
|---|---|
| Kreisfreie Stadt: | Bielefeld |
| Geografische Lage: | 52° 03' N, 08° 33' O |
| Höhe: | 94 m ü. NN |
| Fläche: | 10,95 km² |
| Einwohner: | 40.917 (31. Dez. 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 3.737 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 33611 (alt: 4800) |
| Vorwahl: | 0521 |
| Stadtbezirksgliederung: | 2 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Niederwall 23 33602 Bielefeld |
| Offizielle Website: | www.bielefeld.de/de/bz/sch |
| Politik | |
| Bezirksvorsteher: | Detlef Knabe (SPD) |
Schildesche ist ein Stadtbezirk von Bielefeld, direkt nördlich des Stadtzentrums gelegen.
Inhaltsverzeichnis |
Schildesche liegt im Ravensberger Hügelland nördlich des Teutoburger Waldes auf einer Höhe von 94 m ü. NN.
Schildesche besteht aus den Ortsteilen Schildesche, Gellershagen und Sudbrack.
Im Norden beginnend im Uhrzeigersinn grenzt Schildesche an die die Stadtbezirke Jöllenbeck, Heepen, Mitte, Gadderbaum und Dornberg.
Die alten Bielefelder sagen „Schilske“.
Im Jahr 939 gründet die adlige und kinderlose Witwe Marswidis, mit der Einwilligung des Bischofs Dudo von Paderborn, ein Frauenstift. Da sich um dieses Stift eine Siedlung bildete, wird dies als Gründung von Schildesche angesehen.
König Otto I. und Kaiser Otto II. übernehmen den Schutz für das Kloster, welches Mitte des 13. Jahrhunderts abbrennt. Im Jahr 1244 überträgt Bischof Bernhard IV. von Paderborn dem Grafen Ludwig von Ravensberg die Verwaltung und Gerichtsbarkeit über das Stift Schildesche um die neu erbaute gotische Stiftskirche.
1810 endet die Existenz des Stifts. Es wird, gemäß der im Reichsdeputationshauptschluss festgesetzten Bestimmungen vom Königreich Westphalen, zu dem Schildesche seit 1807 gehörte, aufgelöst und sein Grundbesitz wird versteigert. Der nördlich an Schildesche vorbeiführende Johannisbach ist damals die Grenze zwischen dem Königreich Westphalen und dem Kaiserreich Frankreich, zu dem auch die nordwestdeutsche Küstenregion gehörte. 1813 fällt Schildesche zurück an das Königreich Preußen. Die bis dahin zum Verwaltungsbezirk Schildesche gehörenden Dörfer Laar, Diebrock und Eickum werden 1816 dem Kreis Herford zugeschlagen.
In den Jahren 1900 bis 1902 erhält Schildesche gleich zwei Meterspur-Bahnverbindungen nach Bielefeld. Ende 1900 eröffnet die Bielefelder Straßenbahn mit einer Linie von Brackwede bis zum Rettungshaus (heute Johannesstift), die im Mai 1902 über die Beckhausstraße bis in den Schildescher Ortskern verlängert wird. Seit 1. April 1901 verbinden die Bielefelder Kreisbahnen Schildesche mit Bielefeld, Werther und Enger mit Anschluss an die Herforder Kleinbahn, auf der Beckhausstraße besteht Parallelverkehr vom Rettungshaus bis zur heutigen Deciusstraße. Die Kreisbahn wird 1954 bis 1956 eingestellt. Seit April 1968 benutzt die Straßenbahnlinie die ehemalige Kleinbahntrasse vom Johannesstift bis zur heutigen Endhaltestelle Schildesche.
1930 verliert Schildesche seine Selbständigkeit durch die Eingemeindung nach Bielefeld.
Die Ortschaft wird am 26. November 1944 während des Luftkrieges durch einen Großangriff auf den benachbarten Schildescher Viadukt schwer beschädigt. Der Höhepunkt der Zerstörungen wird am 14. März 1945 erreicht, als auf den Viadukt eine 10 Tonnen schwere Bombe abgeworfen wird. Als Folge der gewaltigen Detonation starben in Schildesche mindestens 50 Einwohner.
Auf Grund der letzten Kommunalwahl am 26. September 2004 setzt sich die Bezirksvertretung Schildesche wie folgt zusammen:
Von den einst zahlreich vorhandenen Kurien (Gebäude) hat sich lediglich die so genannte „Äbtissinnenkurie“, ein eingeschossiger verputzter Fachwerkbau aus dem späten 18. Jahrhundert an der Westerfeldstraße erhalten.
Die Linie 1 der Bielefelder Stadtbahn fährt bis zur Endhaltestelle Schildesche. Dort verkehren Regionalbusse nach Jöllenbeck (55, 155, 156), Brake (51, 101), Herford (101) und Heepen (51), städtische Busse nach Baumheide (33), in Richtung Universität (31), in den Ortskern (31, 33) und zur Innenstadt (27). Die Stadtbahnlinie 3 fährt auf der Jöllenbecker Straße bis nach Babenhausen Süd und ist dort an die Stadtbuslinie 31 und weitere regionale Buslinien (in Richtung Jöllenbeck und Babenhausen – Dornberg) angebunden. Schildesche kann neben dem Stadtzentrum als der am besten mit dem öffentlichen Personennahverkehr erschlossene Stadtteil Bielefelds angesehen werden.
Brackwede | Dornberg | Gadderbaum | Heepen | Jöllenbeck | Mitte | Schildesche | Senne | Sennestadt | Stieghorst