Schlacht bei Mühldorf

Schlacht bei Mühldorf 1322
Schlacht bei Mühldorf 1322

In der Schlacht bei Mühldorf (auch "Schlacht bei Ampfing" genannt) von 1322 gelang es Ludwig dem Bayern, Friedrich den Schönen von Österreich gefangen zu nehmen. Gegen Thronverzicht wurde dieser aber wieder freigelassen. Am 28. September wurde Friedrich abgesetzt. Daraufhin bat Ludwig Johannes XXII. um päpstliche Anerkennung.

Diese Schlacht wird heute als die letzte Ritterschlacht ohne Feuerwaffen angesehen. Geschichtlich bedeutsam ist sie, weil damit über die Krone des Heiligen Römischen Reiches auf dem Schlachtfeld entschieden wurde und weil weiterhin das Geschlecht der Habsburger für über ein Jahrhundert vom Königtum ferngehalten wurde.

Der exakte Austragungsort der Schlacht ist heute noch umstritten. Während manche Geschichtsbücher Ampfing angeben, beziehen sich andere auf das damals zum Erzbistum Salzburg gehörige Mühldorf. Historischen Überlieferungen zur Folge, ereignete sich der Höhepunkt der Schlacht auf der Gigglfehen Wiese, die wahrscheinlich geographisch in den Raum Erharting-Mühldorf einzuordnen ist. Dass sich zunächst der Begriff "Schlacht bei Ampfing" eingebürgert hatte, lag daran, dass die aventinische, bayerische Geschichtsschreibung den nächstgrößeren bayerischen Ort, nämlich Ampfing, als Austragungsort erwähnte. Das näher liegende Mühldorf war damals fürsterzbischöflich Salzburgische Enklave und damit nicht zu Bayern gehörig.

Siehe auch

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