| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberbayern | |
| Landkreis: | Miesbach | |
| Koordinaten: | 47° 44′ N, 11° 52′ O | |
| Höhe: | 784 m ü. NN | |
| Fläche: | 79,16 km² | |
| Einwohner: | 6427 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 81 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 83727 | |
| Vorwahl: | 08026 | |
| Kfz-Kennzeichen: | MB | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 1 82 131 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Rathausstraße 1 83727 Schliersee |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Franz Schnitzenbaumer (CSU) | |
Schliersee ist ein Markt im oberbayerischen Landkreis Miesbach mit den Ortsteilen Schliersee, Neuhaus, Fischhausen und Spitzingsee.
Inhaltsverzeichnis |
Schliersee liegt am Nordostufer des gleichnamigen Sees und ist ein bekannter Urlaubsort in den bayerischen Alpen. Vom Ort Schliersee aus bietet sich ein malerischer Blick auf die Kulisse der Berge Aiplspitz, Jägerkamp, Brecherspitz und Bodenschneid, welche zum Mangfallgebirge gehören. Der Ortsteil Spitzingsee liegt 1.090 Meter hoch und ist ein bekanntes Wintersport- und Bergwanderzentrum.
Schliersee befindet sich an der B 307 rund 7 km südlich von Miesbach, 17 km von der Bundesautobahn 8 (Ausfahrt Weyarn), 32 km von Rosenheim sowie 53 km von der Landeshauptstadt München entfernt. Die Bayerische Oberlandbahn bedient im Stundentakt die Strecke von München über Holzkirchen nach Bayrischzell und hält in Schliersee sowie in Fischhausen-Neuhaus. Zu Stoßzeiten fährt die Oberlandbahn alle 30 Minuten (Pendlerverkehr). Regelmäßig verkehrende Linienbusse fahren zum Spitzingsee, manche weiter zur Valepp. Über Hausham und Gmund am Tegernsee fahren Busse nach Tegernsee (Stadt), von Juni bis Oktober gibt es Verbindungen mit Kufstein in Tirol über Thiersee.
Nach der Erhebung Schliersees zum Markt im Jahre 1919 bewarb sich der Markt um die Genehmigung zur Führung der Ortsfarben Kornblumenblau/Goldgelb. Dies stieß jedoch auf Schwierigkeiten, da nach Stellungnahme des Bayerischen Hauptstaatsarchivs die Hauptfarben des Schlierseer Wappens Blau/Weiß und nicht Kornblumenblau/Goldgelb sind.
Daraufhin beauftragte der Markt Prof. Otto Hupp, das Schlierseer Wappen zu überarbeiten und in den Wappenfarben so zu gestalten, dass die Führung der gewünschten Flaggenfarben möglich sei. Am 24. August 1926 wurde nunmehr das neue Wappen vom Marktgemeinderat genehmigt.
Es hatte folgende Beschreibung:
„Im blauen Feld auf einem Faldistorium sitzend der hl. Papst und Märtyrer Sixtus II. im goldenen Pluviale und mit der Tiara auf dem Haupt, erhebt die Rechte zum Segen und hält in der Linken das gesenkte Schwert.“
Dieses neue Gemeindewappen und die Ortsfarben „Kornblumenblau/Goldgelb“ wurden mit Entschließung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern vom 27. November 1926 genehmigt.
In den Urkunden des Hochstifts Freising wird die Gründung des Klosters "Schliersee" am 21. Januar 779 erwähnt. Das Vogteigericht des Klosters Schliersee, das in die ehemalige Reichsherrschaft Hohenwaldeck inklaviert war, bestand seit dem Übergang der Herrschaft an Bayern 1734 als offene Hofmark weiter. Schliersee wurde im Jahr 1808 politische Gemeinde. Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts verbreitete sich der Ruf Schliersees als idyllischer Urlaubsort. 1888 entstand der örtliche Trachtenverein. Heute hat der Höhenluftkurort ca. 520.000 Übernachtungen pro Jahr.
Das Schlierseer Bauerntheater (gegründet 1892) ist das älteste Theater dieser Art.
Im Schlierseer Heimatmuseum ist in einem der ältesten Häuser des Ortes (erbaut um 1500) das bäuerliche Leben und Arbeiten der letzten 500 Jahre dargestellt. Neben den Wohn- und Schlafräumen sind im Museum eine offene Rauchkuchel, ein Richtersaal und ein Gefängnis zu sehen. Die Sammlung umfasst Möbel und Gebrauchsgegenstände sowie eine Sammlung von Glaserzeugnissen aus der Glashütte Schliersee.
Auf dem Weinberghügel steht eine gotische Kapelle aus dem 14. Jahrhundert mit einem barocken Hochaltar von 1624. An der Nordwand stehen die Figuren des hl. Sixtus und der hl. Barbara. An der Außenfassade befindet sich eine Gedenktafel für die deutschen Gefallenen der Kämpfe am Annaberg 1921.
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