Schneider

Dieser Artikel behandelt den Beruf des Schneiders, weitere Bedeutungen unter Schneider (Begriffsklärung)
Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf bitte mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.
Schneiderhandwerk um 1568
Schneiderhandwerk um 1568

Schneider bzw. Schneiderin ist ein handwerklicher Lehrberuf der Textilverarbeitung. Die Aufgabe des Schneiders ist, bestimmte Stoffkomponenten zuzuschneiden und zusammenzufügen. Die Arbeitswerkzeuge des Schneiders sind seit alters her Nadel, Faden und Schere, seit dem 19. Jahrhundert zunehmend auch die Nähmaschine.

Berufsbild

Als Ausbildungsberuf wird zwischen Damenschneider/in und Herrenschneider/in unterschieden, je nachdem, für welches Geschlecht bevorzugt Kleidung hergestellt werden soll.

Heutzutage werden bei der Herstellung der Konfektion „von der Stange“, also jeglicher nicht maßgeschneiderten Oberbekleidung, die wichtigen Tätigkeiten des Schneiderberufs größtenteils von Maschinen übernommen. Deswegen entstanden kreative Berufszweige wie Modeschneider und Modedesigner. Es gibt aber immer noch herkömmliche Maßschneider mit eigenem Atelier, wo der Kunde sich z.B. ein individuell gefertigtes Kostüm, Kleid oder Anzug „bauen“ bzw. nach Maß fertigen lassen kann. Einige Schneider sind auch auf Leder und Pelz spezialisiert, siehe Kürschner.

Nicht mit der Herstellung betraut ist der Änderungsschneider, der bezeichnungsgemäß Änderungen und Ausbesserungen an fertiger Oberbekleidung vornimmt. Hierfür ist keine besondere Ausbildung nötig: Dieser Beruf wird in Deutschland sehr häufig von nähkundigen Hausfrauen – gelegentlich auch Männern – im selbständigen Ein-Mann-Betrieb ausgeübt. Nicht selten sind die Inhaber Griechen, Türken oder Italiener, aber auch Jugoslawen oder Thailänderinnen.

Geschichte

Ein Schneider mit seinem Werkzeug: Schere, Nadel, Garn und Dorn für die Bearbeitung von Pelzen (spätmittelalterliche Federzeichnung)
Ein Schneider mit seinem Werkzeug: Schere, Nadel, Garn und Dorn für die Bearbeitung von Pelzen (spätmittelalterliche Federzeichnung)

Bis zum 12. Jahrhundert wurde Kleidung meist in Klöstern oder von der Familie selbst hergestellt, daher kam der Beruf des Schneiders erst Mitte des 12. Jahrhunderts auf. In Frankreich unterschied man zu dieser Zeit die Berufe Schneider und Näher. Der Schneider war im Unterschied zum Kleidermacher nicht in einer Zunft organisiert und hatte daher wenig Ansehen und Aufträge. Aus diesem Grunde wurde der Beruf häufig von Juden, denen der Zugang zu den Zünften verwehrt war, ausgeübt. Dieser Zustand hielt an bis zur Abschaffung der Zünfte nach der französischen Revolution 1789.


Siehe auch

Wiktionary
Wiktionary: Schneider – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme und Übersetzungen
Reklameschild einer Schneiderin in der Kleinstadt Langenburg
Reklameschild einer Schneiderin in der Kleinstadt Langenburg
Quelle:
Artikel Schneider aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
Lizenz:
Kategorien:
Werbung
Empfehlungen
Lötzerich, Roland; Schneider, Peter J.; Zindel, Manfred
24,50 €


Spring, Hans; Illi, Urs; Kunz, Hans-Ruedi; Röthlin, Karl; Schneider, Werner; Tritschler, Thomas
19,95 €



Zus.gest. u. hrsg. v. Schneider, Helmut
6,03 €


Götz, Victor; Schneider, Lothar
10,80 €

Nuding, Helmut; Schneider, Bernd; Wendel, Dieter
10,30 €

Bookmarks
delicious wong linkarena google
Sponsoren