Schneppenbach (Lützelsoon)

Wappen Deutschlandkarte
Wappen von Schneppenbach (Lützelsoon)
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Schneppenbach (Lützelsoon) hervorgehoben
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Verbandsgemeinde: Kirn-Land
Koordinaten: 49° 51′ N, 7° 24′ O
Höhe: 424 m ü. NN
Fläche: 3,30 km²
Einwohner: 267 (31. Dez. 2006)
Bevölkerungsdichte: 81 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55608
Vorwahl: 06544
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 204
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 31
55606 Kirn
Webpräsenz:
Ortsbürgermeister: Erhard Götz
Ortsansicht von Schneppenbach
Ortsansicht von Schneppenbach
Rekonstruierte keltische Höhensiedlung Altburg
Rekonstruierte keltische Höhensiedlung Altburg
Katholische Kapelle
Katholische Kapelle

Schneppenbach im Lützelsoon ist eine zur Verbandsgemeinde Kirn-Land im Hunsrück gehörende Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Schneppenbach liegt im südlichen Hunsrück, westlich des Lützelsoons und östlich des Hahnenbachtals. Im Süden befindet sich Bruschied, im Westen Bundenbach und nördlich liegt Woppenroth. Die nächsten größeren Städte sind Idar-Oberstein und Simmern.

Geschichte

Am 25. Februar 1799 um fünf Uhr morgens stürmte die Gendarmerie das Haus der rustikalen Schönheit Budzliese-Ami in Schneppenbach und konnte dort den Räuberhauptmann Schinderhannes verhaften. Der Müller von der Römermühle hatte den heißen Tipp gegeben.

„Im Schneppenbacher Forste, da geht der Teufel rumdibum …“, so heißt es in Carl Zuckmayers Schinderhanneslied.

Wappen

Die Blasonierung des Wappens lautet:

„Unter silbernem Schildhaupt belegt mit einem roten Kreuz,
in Grün eine goldene Gewandschließe belegt mit 4 roten und 4 blauen Punkten im Wechsel,
begleitet von 2 silbernen Rauten.“

Das Schildhaupt verweist auf die ehemalige Zugehörigkeit zu Kurtrier. [1] Die Gewandschließe nimmt Bezug auf die Familie Schenk von Schmidtburg. [2] Die Rauten deuten auf die ehemalige Schieferindustrie in der Gemeinde. Die grüne Farbe symbolisiert den Waldreichtum.

Bevölkerung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):

  • 1815 – 225
  • 1835 – 278
  • 1871 – 293
  • 1905 – 278
  • 1939 – 280
  • 1950 – 285
  • 1961 – 272
  • 1965 – 283
  • 1970 – 294
  • 1975 – 286
  • 1980 – 277
  • 1985 – 277
  • 1987 – 284
  • 1990 – 293
  • 1995 – 289
  • 2000 – 276
  • 2005 – 261

Datenquelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat in Schneppenbach besteht aus 6 gewählten Mitgliedern und dem Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sehenswürdigkeiten

  • die mittelalterliche Burgruine Schmidtburg (Wahrzeichen des Ortes und größte rheinische Burganlage)
  • die Schiefergrube Herrenberg (seit 1976 Besucherbergwerk) und das Fossilienmuseum
  • die La-Tène-zeitliche keltische Höhensiedlung Altburg
  • der Aussichtsturm „Teufelsfels“ (568 m), direkt neben dem gleichnamigen sagenhaften Quarzithärtling auf dem Lützelsoon über dem Dorf
  • die denkmalgeschützte katholische Kapelle von 1768, zu Ehren St. Johannes des Täufers
  • das wildromantische unberührte Hahnenbachtal (mit Wassererlebnispfad)

Sprache

Die Bevölkerung spricht die Hunsrücker Mundart, das ist ein rheinfränkischer Dialekt. Südlich am Ort vorbei verläuft eine berühmte europäische Sprachgrenze, die sogenannte das-dat-Linie.

Eine besondere hochmittelalterliche Hinterlassenschaft stellen sprachliche Eigentümlichkeiten dar, die etwa im Falle von „die Bach“ oder „der Butter“ den mittelhochdeutschen Sprachstand der Zeit Walthers von der Vogelweide bewahrt haben. Aus der Zeit der französischen Herrschaft stammen außerdem die Worte „Scheeslong“ (Sofa), „Canape“, „Trottwa“ (Bürgersteig) und „Portmonnee“, außerdem „Bobbeschees“ (Puppenwagen) und „Kinnerschees“ (Kinderwagen).

Quellen

  1. Landkreis Simmern, Seite 50 und 229
  2. gemaltes Wappen: Staatsarchiv Koblenz Abt. 54 S Nr. 226

Weblinks

Commons
Commons: Schneppenbach – Bilder, Videos und Audiodateien
Quelle:
Artikel Schneppenbach (Lützelsoon) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia mit dieser Versionsgeschichte
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