| Schreiadler | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Aquila pomarina | ||||||||||||
| Brehm, 1831 |
Der Schreiadler (Aquila pomarina) ist eine Greifvogelart der Gattung der Echten Adler (Aquila).
Inhaltsverzeichnis |
Schreiadler gehören zu den kleinsten Vertretern der Gattung Aquila. Sie haben ein kaffeebraunes Gefieder, erreichen eine Länge von 61 bis 66 cm und ein Gewicht von 1,4 bis 2,1 kg. Die Flügelspannweite beträgt bis zu 1,60 m. Sie erreichen ein Höchstalter von 26 Jahren.
Er kommt in Nordostdeutschland, Polen, Weißrussland bis nach Georgien vor. Ein isoliertes Siedlungsgebiet befindet sich im nördlichen Indien, Bangladesch und Burma. Teilweise wird diese Population als eigene Art (Aquila hastata) angesehen. Westlichstes Gebiet ist der Hakel in Sachsen-Anhalt. Sein lateinischer Name bedeutet Pommernadler und deutet auf ein wesentliches Verbreitungsgebiet. Der scheue Vogel hat seine Brutreviere in Laub- oder Nadelwäldern, die an Gewässer oder Feuchtgebiete grenzen.
Schreiadler ernähren sich überwiegend von Kleinsäugern; Frösche, Schlangen und Aas werden ebenfalls häufig genutzt. Neben den für Greifvögel üblichen Jagdmethoden jagen Schreiadler auch zu Fuß und schreiten, ähnlich wie Störche, durch das Gras.
Nach ihrer Ankunft in den Brutgebieten ab Mitte April legen sie in einen Horst meistens zwei Eier. Die Brutdauer beträgt 38 bis 41 Tage. Von den schlüpfenden Küken wird nur eines aufgezogen. Das zweite Jungtier wird von seinem einige Tage älteren Geschwister getötet (Kainismus). Ende Juli bis Mitte August wird der Jungvogel flügge.
Bei den Schreiadlern handelt es sich um Zugvögel. Sie überwintern im südlichen Afrika.
Aufgrund der Vernichtung der Lebensräume ist der Bestand der Schreiadler zurückgegangen. Der Brutbestand wird Anfang des 21. Jahrhunderts für Europa auf 14.000 bis 19.000 Brutpaare geschätzt. Der Bestand in Deutschland beträgt aktuell (2006) 109 Paare. 2003 waren es noch ca. 130 Paare. Von den 109 Brutpaaren brüten 80 in Mecklenburg-Vorpommern, 25 im Norden Brandenburgs und drei in Sachsen-Anhalt[1]. Der Schreiadler ist in Deutschland streng geschützt.
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